Blasenentzündung in der Schwangerschaft: Gefährlich für Mutter und Kind

So verringern Sie das Infektionsrisiko

Zwei Drittel aller Frauen leiden im Laufe ihres Lebens mindestens einmal an einem Harnwegsinfekt. Der ständige Harndrang und die Schmerzen beim Wasserlassen betreffen häufig junge Frauen und Frauen in den Wechseljahren. Doch auch eine Blasenentzündung in der Schwangerschaft ist nicht selten. Dabei müssen werdende Mütter in besonderem Maße auf eine gesunde Blase achten.

Besonders anfällig für eine Blasenentzündung: schwangere Frauen

Eine Blasenentzündung wird durch Keime ausgelöst, die über die Harnwege in die Blase gelangen. Während der Schwangerschaft begünstigen verschiedene Faktoren die Entstehung einer unangenehmen und für Schwangere gefährlichen Blasenentzündung: Weil sich der Hormonhaushalt verändert, weiten sich die Harnwege. Bakterien haben es dann noch leichter, in die Harnröhre einzudringen und eine Blasenentzündung während der Schwangerschaft auszulösen. In anderen Fällen drückt die vergrößerte Gebärmutter so stark auf die Harnröhre, dass die Blase nicht vollständig geleert werden kann. Der verbleibende Urin stellt dann den idealen Nährboden für die Bakterien dar.

Eine Blasenentzündung in der Schwangerschaft gefährdet Mutter und Kind

Wird die Blasenentzündung bei schwangeren Frauen nicht rechtzeitig oder vollständig behandelt, kann es zu schwerwiegenden Komplikationen kommen. Werdende Mütter sollten deshalb bereits kleinste Anzeichen eine Blasenentzündung ernst nehmen und einen Arzt konsultieren. Auch Schmerzen im Unterbauch können bei Schwangeren auf einen Harnwegsinfekt hindeuten. Eine verschleppte Blasenentzündung kann nämlich nicht nur zu einer Nierenbeckenentzündung führen. Bei Schwangeren besteht durch eine Blasenentzündung zudem das Risiko, dass die Keime bis in die Gebärmutter wandern und dort vorzeitige Wehen auslösen. Im schlimmsten Fall kommt es infolgedessen zu einer Früh- oder sogar Fehlgeburt.

Vorbeugung und Vorsorgeuntersuchungen verringern das Risiko

Das beste Mittel gegen eine Blasenentzündung in der Schwangerschaft: regelmäßige Untersuchungen beim Gynäkologen. Im Rahmen der regulären Vorsorgeuntersuchungen wird der Urin unter anderem auf Anzeichen für eine Blasenentzündung untersucht. So wird das Risiko für Schwangere und deren Ungeborene so gering wie möglich gehalten.

Kommt es trotzdem zu einer Blasenentzündung, sind Medikamente zur Behandlung unerlässlich. Der Arzt wird Antibiotika verordnen, die sowohl auf den Erreger als auch auf die Bedürfnisse während einer Schwangerschaft abgestimmt sind. Daneben helfen die bewährten Vorbeugemaßnahmen und Hausmittel, die Blasenentzündung während der Schwangerschaft zu verhindern und zu behandeln