Blutspenden gegen Bluthochdruck? Dafür werden Sie sogar bezahlt!

Forscher von der Charité haben’s untersucht

Das kennt jeder aus alten Filmen: Um einem Patienten zu helfen, macht der Arzt in letzter Minute einen Aderlass. Das heißt, er entzieht dem Körper eine bestimmte Menge Blut über eine Vene. Dieses uralte Naturheilverfahren ist seit der Antike bekannt und wird noch von manchen Heilpraktikern angewendet, etwa bei Krampfadern. Heute überprüfen Wissenschaftler die Wirksamkeit von Blutspenden gegen Bluthochdruck.

Ein Drittel der Menschheit hat Bluthochdruck

Das herkömmliche Blutspenden ähnelt dem Aderlass, nur dass der rote Saft später für Transfusionen verwendet wird, um Menschenleben zu retten. Nun wollten Forscher der Berliner Charité wissen, welchen Einfluss Blutspenden auf Bluthochdruck hat. Immerhin leidet ein Drittel der Menschheit darunter.

Blutspenden helfen gegen Bluthochdruck!

Um eine Antwort auf ihre Frage zu bekommen, überprüften die Wissenschaftler in einer Studie wiederholt den Blutdruck von über 290 Männern und Frauen. Diese spendeten außerdem ein Jahr lang bis zu viermal Blut, jeweils etwa 500 ml. Schon bald zeigte sich: Blutspenden helfen gegen Bluthochdruck, der Blutdruck besserte sich! Der obere Wert sank im Schnitt um 17 mmHg und der untere um 12 mmHg. Auf normale beziehungsweise niedrige Werte hatte es dagegen keinen Einfluss. Noch ist nicht klar, warum dieser Effekt überhaupt eintrat. Das Tolle an dieser „Therapie“ gegen Bluthochdruck: Bei einer Blutspende wird oft eine Aufwandsentschädigung gewährt, etwa in Unikliniken. Dann sind ca. 20 bis 25 Euro pro Spende drin. Oft aber erst ab der zweiten Sitzung.

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