Der Pinguin-Gang: So kommen Sie sicher übers Glatteis

Vermeiden Sie Stürze und gebrochene Knochen

Blitzeis! Am Wochenende verwandelten sich Straßen und Bürgersteige in weiten Teilen Deutschlands in spiegelglatte Eisflächen — Rutschpartien inklusive. Wie kommt man in einem solchen Fall heil von A nach B? Die Deutsche Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie (DGOU) weiß Rat.

Zwar hat sich der Winter in diesem Jahr bisher weitestgehend mild gezeigt, am Wochenende präsentierte er dann aber doch sein ganzes Können. In weiten Teilen des Landes kam es zu gefrierender Nässe, was spiegelglatte Bürgersteige und Straßen zur Folge hatte. Der ADAC zählte dutzende Unfälle, darunter auch schwerwiegende, und auch wer zu Fuß unterwegs war, den traf es mitunter hart. Ob Knochenbrüche, Prellungen, Dehnungen oder Platzwunden —  bei Schnee und Glätte haben Orthopäden und Unfallchirurgen besonders viel zu tun, so berichtet der Deutsche Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie (DGOU).

Wie wir uns am besten bei Glatteis und Schnee verhalten, um nicht ins Rutschen zu geraten?

Der Pinguin-Gang

Unsere gefiederten Freunde im Frack wissen genau, wie Sie sich bei Glätte sicher übers Eis bewegen, schließlich sind sie kaum auf nicht gefrorenem Grund unterwegs. Und so können wir uns einiges bei Pinguinen abgucken: der DGOU rät, es bei Glatteis wie die Seevögel zu tun.

Der Pinguin-Gang ist eine einfache Methode, um sicher auf überfrorenem Boden zu gehen und einen Sturz zu vermeiden,

unterstreicht DGOU-Generalsekretär Prof. Dr. Reinhard Hoffmann.

Und wie funktioniert der Pinguin-Gang nun?

Beim Pinguin-Gang wird der Körperschwerpunkt über dem vorderen, also dem auftretenden Bein ausgerichtet – der Fuß setzt jeweils mit ganzer Sohle auf und zeigt leicht nach außen. Das belastete Bein steht damit im rechten Winkel zum Boden. Die leicht nach vorn geneigte Körperhaltung sorgt so für mehr Stabilität. Damit sinkt die Gefahr, auf spiegelglattem Untergrund das Gleichgewicht zu verlieren und zu stürzen,

erklärt der DGOU.

 

Weitere Tipps der Gesellschaft zum richtigen Verhalten bei Glätte:

    •    Halt suchen: Mit einer Person eingehakt gehen oder sich an der Häuserwand oder einem Geländer entlang tasten.
    •    Im Winter nur Schuhe mit Profil tragen: Wer im Arbeitsleben elegante Schuhe tragen muss, sollte diese am besten erst im Büro wechseln.
    •    Schuh-Spikes tragen: Durch die Nutzung von Spikes lässt sich auch normales Schuhwerk wintertauglich machen. Die Spikes, auch als Anti-Rutsch-Sohle bezeichnet, lassen sich schnell und unkompliziert am Schuh befestigen.
    •    Fahrrad stehen lassen: Das Fahrrad sollte im Winter keine Saison haben. Da das Rad keine Winterreifen besitzt, rutschen die Räder beim Bremsen auf Schnee und bei Glätte schnell zur Seite weg – eine hohe Unfallgefahr.
    •    Für gangunsichere ältere Menschen: Keine unnötigen Gefahren eingehen und bei starker Glätte möglichst zu Hause bleiben.

Themen