Entspannt durch die Wechseljahre

Was kommt da auf mich zu?

Es ist ein Prozess, der viel Zeit braucht – in dieser Phase im Leben einer Frau kommt es zu einer hormonellen Umstellung. Die Konzentration der Geschlechts-Hormone und der Körper verändern sich. Und jede Frau erlebt diese Zeit anders.

Das sogennannte „Klimakterium" ist keine Krankheit. Viele Frauen haben damit nur wenig oder auch gar keine Probleme. Bei anderen können die Symptome der Umstellung aber durchaus die Lebensqualität einschränken. Wir beantworten Fragen zu den Symptomen, Beschwerden und auch der Dauer der Wechseljahre.

Wechseljahre – ab wann gehen sie los?

Im Schnitt beginnen sie zwischen 50 und 55 Jahren, in seltenen Fällen können die Wechseljahre auch schon Mitte 40 oder noch früher anfangen. Das hängt von der Veranlagung ab. Faktoren wie eine Schilddrüsenerkrankung, Nierenschwäche oder Diabetes können ebenfalls die Ursache sein.

Woran merke ich, dass bei mir die Wechseljahre da sind?

Die Blutung wird unregelmäßig, bei manchen ist sie sehr stark, bei anderen kann sie ganz ausbleiben. Einige Frauen leiden unter Schweißausbrüchen, besonders nachts. Außerdem kämpfen viele mit Schlafstörungen. Stimmungsschwankungen sind ein weiteres Wechseljahre-Problem. Rund ein Drittel aller Frauen hat aber keine Symptome.

Wechseljahre: Beschwerden mit der Blase

Eine Blasenschwäche in den Wechseljahren liegt zum einen an den Hormonen. Der Körper produziert nun weniger Östrogene – die Schleimhäute sind trockener und verlieren an Elastizität. Außerdem werden der Damm-Muskel und der Beckenbodenmuskel schlapper, eine Alterserscheinung. Wenn die Betroffenen außerdem eine oder mehrere Geburten hinter sich haben, wurde der Beckenboden dabei stark belastet, manchmal führt das dann im Alter zu einer Blasenschwäche. Aber man kann den Beckenboden mit Training stärken.

Und warum legt man in dieser Zeit an Gewicht zu?

Auch in diesem Fall sind die Hormone die Ursache. Durch den absinkenden Östrogenspiegel verlangsamt sich der Stoffwechsel, außerdem kann eine Insulinresistenz entstehen, die auf Dauer zu Diabetes führen kann. Der Grundumsatz sinkt, das bedeutet, dass der Körper im Ruhezustand weniger Kalorien verbraucht. Also sollte man in den Wechseljahren darauf achten, was man isst.

Sollte man sich insgesamt etwas anders ernähren?

Ja: mehr Proteine und Gemüse, weniger Zucker und Kohlenhydrate. Und man sollte bewusst auf ausreichend Bewegung achten. Mit Rohkost sollten Frauen in den Wechseljahren allerdings vorsichtig sein, denn wenn der Östrogenspiegel sinkt, wird der Darm empfindlicher, Müsli und Rohes können Magendrücken bereiten. Besser ist es, das Gemüse kurz zu blanchieren, dann ist es besser verträglich, die Vitamine bleiben aber erhalten.

Muss man in den Wechseljahren noch verhüten?

Ja, unbedingt! Denn auch, wenn die Regel mal ausbleibt, ist ein Eisprung immer noch möglich, und das Ei kann befruchtet werden. Am besten sprechen Frauen mit ihrem Gynäkologen darüber, welche Form der Verhütung für sie gut ist.

Wann sind sie dann endlich vorbei?

Das ist ganz unterschiedlich. Auch wenn die letzte Regelblutung schon ein Jahr her ist, bedeutet das nicht das Ende der Wechseljahre. Sie sind erst vorbei, wenn der Körper sich auf die veränderte hormonelle Situation eingestellt hat. Das kann ein paar Jahre dauern oder aber auch schneller gehen.

Wie lange dauert diese Phase normalerweise?

Je früher die Hormonumstellung beginnt, desto länger dauert sie. Normalerweise sind es etwa zwei bis fünf Jahre, in Einzelfällen können es mehr als zehn Jahre sein.

Sollte ich meinen Hormonspiegel testen lassen?

Eher nicht. Das Geld kann man sich sparen, denn die Krankenkasse zahlt nicht. Nur, wenn die Blutung plötzlich ausbleibt und eventuell eine Schwangerschaft möglich sein könnte, gibt ein Test Klarheit.

Was ist von einer Hormon-Ersatztherapie zu halten?

Es kommt ganz darauf an, wie stark die Wechseljahres-Beschwerden sind. In manchen Fällen ist es sinnvoll, nämlich, wenn die Betroffenen sehr unter den Symptomen leiden. Eine niedrig dosierte Hormon Ersatztherapie, die so genannte HRT, kann die Lebensqualität betroffener Frauen erheblich verbessern.

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