Wie gesund sind Smoothies wirklich?

Die fruchtigen Drinks im Check

Hauptsache püriert! Die dickflüssigen Drinks aus frischem Obst und Gemüse liegen im Trend. Kein Wunder, sind sie doch voller Vitamine und gesund – so jedenfalls die generelle Meinung. Stimmt nicht ganz, auf die Zutaten und Zubereitung kommt es an. Wie gesund Smoothies tatsächlich sind, haben wir unter die Lupe genommen.

Grün ist nicht immer gut

Sehr angesagt sind die so genannten grünen Smoothies. Mixfreudige pürieren hier Früchte und reichlich grünes Blattgemüse miteinander. Klingt erstmal gut, doch gesund sind grüne Smoothies nicht immer. Das Problem: In rohem Spinat, Mangold und Co. steckt viel Oxalsäure, die die Aufnahme von Kalzium, Magnesium und Eisen behindern kann.  Obendrein steht sie im Verdacht, Nierensteine zu begünstigen. Rohes Blattgemüse kann außerdem mit Bakterien belastet sein, die schnell eine Lebensmittelvergiftung auslösen können.

Fruchtige Zuckerbomben

Selbst gemachte rote Smoothies sollten Sie nur in kleinen Mengen genießen, denn sie stecken voller Fruchtzucker. Dadurch enthalten Smoothies so viele Kalorien wie eine kleine Mahlzeit. Das gilt auch für fertige Drinks aus dem Supermarkt. Durch den industriellen Verarbeitungsprozess enthalten sie zudem kaum Vitamine oder Mineralstoffe.

Alles eine Frage der Dosis

Soll man nun ganz auf Smoothies verzichten? Nicht nötig. Laut Experten sind sie eine gute Alternative, wenn gerade kein frisches Obst greifbar ist. Legen Sie aber immer selber Hand an: Die ideale Mischung besteht aus mindestens 50-70 Prozent Grünanteil, der Rest ist Obst. Das Blattgemüse vorher blanchieren, das verringert den Säuregehalt. So sind Smoothies auch gesund und steht dem Genuss nichts im Weg.

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