Jetzt mal ehrlich: Wie gesund leben Sie wirklich?

Checken Sie, wie gesund Ihre Lebensgewohnheiten sind

Dass regelmäßige Bewegung, eine ausgewogene Ernährung und Gelassenheit gesundheitsfördernd sind, wissen wir alle. Aber Hand aufs Herz: Wie gesund leben Sie wirklich? Setzen Sie tatsächlich die Tipps um, die Sie für vorteilhaft halten? Checken Sie heute zum Tag des Schlaganfalls hier Ihren Lebensstil.

Frühstücken Sie?

Neue Untersuchungen belegen: Frühstücken ist nicht so wichtig, wie viele Menschen glauben. Wichtiger ist, was auf den Tisch kommt: Gezuckerte Cornflakes oder Muffins sind nicht das Richtige. 

Essen Sie täglich einen Apfel?

Äpfel enthalten viele gesunde Stoffe, die vor Krankheiten wie Krebs und Diabetes schützen sollen. Aber neue Studien haben jetzt ergeben: Ein Apfel pro Tag reicht nicht – besser Sie essen zwei Äpfel täglich.

Wie oft gibt es bei Ihnen Fleisch?

Zwischen 300 bis 600 g Fleisch pro Woche empfiehlt die Deutsche Gesellschaft für Ernährung, aber 74 Prozent der Männer und 45 Prozent der Frauen essen mehr. Fleisch erhöht das Risiko für Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Krebs und einen Schlaganfall. Die Deutsche Krebsforschung warnt schon seit 2014 vor verarbeitetem Fleisch.

Wie oft kommt Fisch auf den Tisch?

Fisch schützt vor Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Außerdem versorgt er den Organismus optimal mit wertvollen Fettsäuren, Eiweiß, Vitaminen und Mineralstoffen. Das Deutsche Institut für Ernährungsforschung empfiehlt, zwei Mal pro Woche Fisch zu essen, am besten Lachs, Makrele oder Hering.

Um wie viel Uhr essen Sie meistens zu Abend?

Spätesser leben ungesünder, wie neue Forschungen ergeben haben. Sie werden auch dicker. Der Grund: Der Organismus ist die ganze Nacht damit beschäftigt, die späte Speise zu verdauen. Das beeinträchtigt die Schlafqualität. Man sollte die letzte Mahlzeit des Tages drei Stunden vor dem Schlafengehen essen. Auf Obst sollte man abends verzichten, da der enthaltene Fruchtzucker die Bauchspeicheldrüse belastet.

Naschen Sie gern?

Zucker ist bekanntlich ungesund: Zu viel davon macht dick und kann Diabetes auslösen. Die Weltgesundheitsorganisation empfiehlt maximal 25 g Zucker am Tag, das entspricht ungefähr 6 TL. Eine Tafel Schokolade enthält satte 55 g Zucker, und ein gesunder Apfel hat immerhin 12 g Zucker.

Kennen Sie Ihren Blutdruck?

Laut Robert-Koch-Institut haben etwa 30 Prozent der Deutschen einen zu hohen Blutdruck. Das kann zu einem Herzinfarkt oder einem Schlaganfall führen. Idealerweise liegt der Blutdruck bei 120 zu 90. Lassen Sie ihn beim Arzt messen.

Kennen Sie vielleicht auch Ihre Cholesterinwerte?

Auch zu hohe Cholesterinwerte können einen Herzinfarkt oder Schlaganfall auslösen. Man unterscheidet das „gute“ HDL-Cholesterin und das „schlechte“ LDL-Cholesterin. Letzteres lagert sich an den Gefäßwänden ab und verstopft die Adern, HDL-Cholesterin reinigt das Blut von Ablagerungen. Der LDL-Wert sollte 160 nicht übersteigen, der HDL-Wert sollte 40 übersteigen.

Rauchen Sie?

Wenn ja, dann hören Sie damit am besten sofort auf. Denn Rauchen begünstigt Krankheiten wie Krebs, Schlaganfall, Herzinfarkt sowie Durchblutungsstörungen.

Gehen Sie zu allen Vorsorgeuntersuchungen?

Durch Früherkennung können Krankheiten besser behandelt oder sogar geheilt werden. Die Krankenkasse zahlt die wichtigsten Checks. Zu ihnen gehören u. a. die Krebsvorsorge für Frauen, der Gesundheits-Check ab 35 (alle zwei Jahre), der Hautkrebs-Check ab 35 (alle zwei Jahre) und die Darmkrebsvorsorge ab 50 Jahren.

Bekommen Sie schnell einen Schnupfen?

Manche Menschen scheinen Erkältungen geradezu magisch anzuziehen, andere werden nur selten krank. Der Grund ist ein starkes Immunsystem. Ist es geschwächt, können Krankheitserreger leichter in den Körper eindringen und die Erkältung auslösen. Stärken können Sie Ihr Immunsystem durch regelmäßige Bewegung, eine gesunde Ernährung und ausreichend Schlaf.

Nehmen Sie Vitamin-D-Präparate?

Vitamin D wird durch Sonne in der Haut gebildet, deshalb wird es das Sonnenhormon genannt. Es ist an fast allen Stoffwechselvorgängen beteiligt und schützt uns vor Osteoporose. Da bei uns im Winter die Sonne nicht scheint, sollte man Präparate aus der Apotheke nehmen (z. B. Vitamin D-Loges).

Gehen Sie zu Fuß oder nehmen Sie die Rolltreppe?

Treppensteigen ist eine wirklich effektive Gesundheitsübung: 400 Treppenstufen entsprechen 15 Minuten Joggen. Treppensteigen ist gut fürs Herz, für die Kniegelenke und Muskeln.

Treiben Sie Sport?

Sport ist der Gesundbrunnen überhaupt. Er hält Herz und Kreislauf fit, sorgt für gesunde Gefäße, eine bessere Durchblutung und baut Übergewicht ab. Ein strammer Spaziergang von einer halben Stunde pro Tag tut es aber auch.

Haben Sie Übergewicht?

Je mehr Gewicht, desto höher das Diabetes-Risiko. Der Blutdruck kann steigen, Schlaganfall und überlastete Gelenke können drohen. Ob Sie übergewichtig sind, können Sie ganz einfach der BMI-Tabelle entnehmen. Größe und Alter werden bei der Berechnung berücksichtigt.

Kennen Sie Ihren BMI?

Der BMI (Body-Mass-Index) ist eine gute Methode, das Ideal- oder Normalgewicht auszurechnen. Wer darunter liegt, ist untergewichtig, und wer darüber liegt, übergewichtig. Der BMI ändert sich im Lauf des Lebens. Laut Studien wirkt sich ein höherer BMI im Alter sogar lebensverlängernd aus.

So rechnen Sie ihn aus:

BMI = Gewicht : (Körpergröße in m)2
Beispiel: Bei einem Körpergewicht von 55 Kilo bei 1,64 m Körpergröße rechnet man also: 55 geteilt durch (1,64 x 1,64) = 20,45

ALTER      BMI (Mann)      BMI (Frau)
19 - 24        19 - 24              18 - 23
25 - 34        20 - 25              19 - 24
35 - 44        21 - 26              20 - 25
45 - 54        22 - 27              21 - 26
55 - 64        23 - 28              22 - 27
> 64            24 - 29              23 - 28

Wie lange sitzen Sie am Tag?

Sitzen ist das neue Rauchen, warnen die Forscher schon seit Längerem. Durch langes Sitzen bilden sich die Muskeln zurück, die Wirbelsäule verliert ihren natürlichen Halt. Probleme mit den Bandscheiben, Schmerzen und Verspannungen sind die Folge. Auch das Risiko für Übergewicht steigt. Eine US-Studie zeigt, dass die Sterblichkeitsrate bei Frauen, die täglich länger als sechs Stunden saßen, um 40 Prozent erhöht war. Was hilft? So oft wie möglich aufstehen.

Wie viele Stunden schlafen Sie?

Sechs bis acht Stunden sollten es sein. Denn im Schlaf regeneriert sich der Körper, Abfallprodukte aus Stoffwechselvorgängen werden abtransportiert. Wer zu wenig schläft, riskiert Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Übergewicht und Diabetes.