Grauer Star: Wie sich das Auge selbst heilt

US-Wissenschaftlern ist der Durchbruch gelungen

Grauer Star ist hierzulande fast ausschließlich ein Problem des Alters. Betroffen sind die über 50-Jährigen. Jährlich werden in Deutschland etwa 600 000 Patienten an der Eintrübung der Linse operiert.

Im Alter trübt sich die Linse langsam ein

Eine Methode, die in Zukunft überflüssig werden könnte. Denn Wissenschaftlern der University of California in San Diego ist etwas gelungen, das sich wie Science- Fiction anhört. Sie erschufen aus Stammzellen eine neue Linse!

Dazu entnahmen die Mediziner um Dr. Kang Zhang im Laborversuch sogenannte Linsenepithel-Stammzellen. Diese werden in der Umhüllung der Linse immer wieder neu produziert. Zuvor wurde die getrübte Linse über einen winzigen Schnitt seitlich im Auge entfernt, ohne die Hülle zu beschädigen. Erstaunlich: Innerhalb der nächsten vier bis fünf Wochen wuchs neues Linsengewebe nach.

Funktioniert das auch beim Menschen?

Die Forscher operierten zwölf Kinder mit angeborenem grauen Star nach der neuen Methode. Nach drei Monaten hatten sich bei allen neue Linsen gebildet, nach acht Monaten konnten alle ganz normal sehen. Dr. Zhang hält es für wahrscheinlich, dass seine Methode auch bei älteren Patienten angewendet werden kann. Obwohl die Aktivität der Linsen-Stammzellen im Alter sinkt, werden doch unser ganzes Leben lang neue produziert. Allerdings muss jetzt noch eine Methode gefunden werden, die erkrankte, im Alter härter werdende Linse zu entfernen, ohne die Linsenhülle zu beschädigen.

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