Hilfe, warum habe ich plötzlich eine Möhrenallergie?

Die Augen jucken, der Bauch schmerzt

Als die Symptome das erste Mal auftraten, konnte sich Britta (25) keinen Reim darauf machen. Die Magenkrämpfe bezog sie erst einmal nicht auf den zuvor gegessenen Karottensalat. Doch als ihr ein paar Tage später nach dem Genuss von rohen Möhren sterbensübel wurde, ahnte die Sekretärin, dass diese heftige Reaktion mit dem Gemüse zusammenhängen musste. Doch woher kommt die Möhrenallergie so urplötzlich? Britta ist kein Einzelfall, wissen die Experten.

Möhrenallergie: Der Körper reagiert auf bestimmte Eiweiße

Der Arzt stellte fest, dass Britta tatsächlich allergisch gegen Möhren ist. Immerhin fast 22 Prozent der Erwachsenen geht es wie ihr. Dabei ist meistens eine Kreuzallergie auf Birkenpollen die Ursache. Das heißt, dass der Körper ursprünglich allergisch auf bestimmte Eiweiße in den Pollen reagierte. Da sich Birken und Möhren in der Eiweißstruktur ähneln, kann der Körper nicht mehr unterscheiden und reagiert auf beides. Ergo: Man entwickelt relativ plötzlich eine Allergie auf Möhren. Betroffene müssen das Allergen dann ihr Leben lang meiden oder sich dagegen desensibilisieren lassen. Die Spritzen-Therapie ist allerdings langwierig, sie dauert rund drei Jahre. In der Akut-Phase werden Allergiker häufig auch mit Kortikoiden behandelt. Doch das bringt erhebliche Nebenwirkungen mit sich, kann Knochenaufbau und Immunsystem schwächen.

Die wenigsten wissen, dass es noch einen dritten Weg in der Behandlung von Allergien gibt. Auch eine Möhrenallergie kann so therapiert werden. Es handelt sich dabei um ein Naturheilverfahren, das von dem Arzt und Wissenschaftler Dr. Karl Eugen Theurer entwickelt wurde. Sein Ansatz: Der Körper hat selbst die besten Gegenmittel zur Heilung zu bieten. Seine Methode, das Allergostop®-Verfahren, ist die autologische, also die körpereigene Blutzubereitung. Sie soll auch eine Allergie gegen Möhren behandeln können.

Das eigene Blut wird zum Impfstoff gegen Möhrenallergie

Dazu wird dem Patienten auf dem Höhepunkt der Allergie Blut entnommen. Den darin befindlichen Antikörpern wird dann ein Serumaktivator zugesetzt, der sie so umwandelt, dass sie imstande sind, die Allergie zu heilen. Die verdünnte Lösung kann als körpereigener Impfstoff gespritzt werden. Das Besondere an dem Verfahren: Es kann vom Arzt oder Heilpraktiker, auch während die allergischen Symptome vorliegen, angewendet werden. Der aufwendige Allergietest vorab entfällt. Das Verfahren ist gut verträglich, kann sogar schon bei Kindern über sechs Jahren eingesetzt werden und zeigt sehr gute Erfolge schon nach vier bis acht Wochen. 80 Prozent der Nahrungsmittelallergiker hatten nach der Behandlung keine Symptome mehr. Auch Britta könnte ihre Möhrenallergie so in den Griff bekommen. Zur Behandlung benötigt wird lediglich das neue Allergostop®-Kit, das vom Arzt bestellt werden muss. Einziger Wermutstropfen: Die Methode wird nicht von den gesetzlichen Kassen gezahlt. Die Kosten belaufen sich auf 300 bis 500 Euro.

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