„Ovy“: Wie aus einer Schockdiagnose eine innovative Zyklus-App entstand

So können Frauen ihren Zyklus verstehen

Durch dick und dünn: Eva und Lina Wüller entwickelten gemeinsam die Zyklus-App Ovy. Frau liegt im Bett und blickt glücklich auf ihr Smartphone, in der anderen Hand hält sie ein Thermometer Drei Beispiele, wie die App auf dem Smartphone aussieht, und das erste Thermometer sowie das Bluetooth-Thermometer

Aus einer Schockdiagnose und einer Fehlgeburt entstand eine richtig gute Idee und die Schwestern Lina und Eva Wüller gründeten die innovative Zyklus-App Ovy

Lina ist 27 als die Ärzte bei ihr eine Zyklusstörung feststellen, die Folge einer früheren Krankheit. Und obwohl sie bislang noch keine Gedanken an die eigene Familienplanung verschwendet hatte, kommt diese Diagnose als Schock: Kinder zu bekommen wird für Lina nahezu unmöglich sein.

Das Unmögliche wird möglich

Bereits seit einigen Jahren verhüteten sie und ihre Schwester Eva mit der Temperaturmethode, um die tägliche Einnahme von Hormonen zu vermeiden. Eine Gynäkologin hatte der jungen Frau geraten, per Hand ihren Zyklus aufzuzeichnen. „In unseren Augen war die Dokumentation mit 'Zettel und Stift' allerdings sehr fehleranfällig. Auch Zyklus-Apps, die bereits im Markt existierten, brachten uns nicht das gewünschte Ergebnis: Entweder wurden Temperaturwerte nicht im Algorithmus berücksichtigt oder die Anwendungen waren zu umständlich in der Nutzung.“ Mit diesem Ergebnis hätte Lina in ihrer Situation dennoch nicht gerechnet: Nur einen Monat nach ihrer Diagnose wird sie ungeplant schwanger. 

Als sie die Nachricht erhält, leben sie und Eva zusammen in einer Wohnung. Gemeinsam erleben die beiden diese emotionale Zeit, bis Lina das Baby in der 13. Schwangerschaftswoche verliert. Sie ist am Boden zerstört und so viele Fragen bleiben offen. Auf der Suche nach Antworten findet Lina heraus, dass jede dritte Frau Probleme hat, direkt schwanger zu werden, und dass eine von vier Geburten mit einer Fehlgeburt endet. 

Lina und Eva wollen ein Tabuthema ansprechen

Es ist Zeit zu handeln, beschließt Lina, und über das Tabuthema in der Gesellschaft aufzuklären. Gemeinsam mit Eva, die seit vielen Jahren mit der Basaltemperaturmethode verhütet, feilt sie an einer innovativen Lösung für Frauen, um ihre „Fertility Goals“ (Schwangerschaft oder natürliche Verhütung) zu erreichen. Die beiden Schwestern finden einen Weg, die Verbindung zwischen Zyklus-App und Thermometer zu schlagen, um anhand der Basaltemperatur den individuellen Zyklus zu bestimmen: von der fruchtbaren Phase über den Eisprung bis zur nächste Periode. Ein Algorithmus in der App berechnet anhand der Aufwachtemperatur und anderen Körpersignalen wie Ausfluss, Periode und Energielevel in welcher ihrer vier Zyklusphasen sich die Nutzerin befindet.

Doch damit nicht genug. Lina und Eva wollen mehr als nur eine einfache Zyklus-App und erfinden mit Ovy eine Art Gesundheits-Coach, der Frauen nicht nur durch ihren Zyklus begleitet sondern zusätzlich in den jeweiligen Hormonphasen Hilfestellung zu Ernährung und Fitness gibt. „Basierend auf der aktuellen Phase liefert der Ovy Health Coach individuelle Tipps, um das Wohlbefinden der Nutzerin zu steigern. ​Wir sagen: ​Ovy hilft Frauen, ihren Zyklus zu 'hacken'.“