Hundeerziehung: Tipps und Tricks vom Profi

Was muss ich beim Training meines Hundes beachten?

 Eine gute Ausbildung des Vierbeiners erfordert viel Geduld, Fachwissen, Empathie … und eine gehörige Portion Spaß! Yuri Beckers, Hundetrainerin in Hamburg, weiß genau, wie es geht. Mit ihren Profi-Tipps klappt die Hundeerziehung garantiert.

Um dem Tier den Gehorsam beizubringen, empfiehlt Yuri Beckers ein Training mit mehreren kleinen Übungseinheiten pro Tag, das den Hund positiv motiviert. Das ist die Basis der Hundeerziehung. Weitere Tipps gibt sie hier.

Welche Fragen sollte ich mir vor der Anschaffung stellen?

„Habe ich genug Zeit, um mich um den Hund zu kümmern, und kann ich seinen Bedürfnissen gerecht werden? Darf er mit zur Arbeit? Wer kann ihn im Notfall betreuen? Kann ich mir die anfallenden Kosten leisten? Welche Rasse passt am besten zu meinen Lebensgewohnheiten?“

Warum ist eine gute Hundeerziehung wichtig?

„Weil ich meinem Hund dadurch mehr Freiheiten einräumen kann, ohne dass von ihm eine Gefahr ausgeht. Wenn er gut gehorcht, wird es auch für mich entspannter, wenn wir unterwegs sind.“

Ab wann beginne ich am besten damit?

„Im Prinzip findet sie statt, sobald der Hund bei Ihnen ist, denn er wird sich gleich an seiner neuen Bezugsperson orientieren. Geben Sie ihm Zeit, das neue Zuhause zu erkunden und sich einzuleben. Beginnen Sie mit einfachen Grundkommandos wie „Sitz“. Ist es ein Welpe, sollte er idealerweise im Alter von zehn bis zwölf Wochen bei Ihnen einziehen.“

Was habe ich beim Training besonders zu beachten?

„Haben Sie Spaß! Vergessen Sie nicht, Ihren Hund zu loben. Seien Sie großzügig und ein zuverlässiger Freund für Ihren Hund. Beschäftigen Sie sich auch mit dem Ausdrucksverhalten von Hunden, um Ihren Hund besser zu verstehen.“

Sollte ich die Ausbildung selbst übernehmen?

„Natürlich können Sie Ihren Hund auch ohne fremde Hilfe ausbilden. Wenn Sie eine geeignete Hundeschule suchen, achten Sie darauf, dass hier nach den Grundsätzen der gewaltfreien Hunde-Erziehung gearbeitet wird. Auch die Qualifikation des Trainers kann Aufschluss darüber geben, ob im Sinne Ihres Hundes gearbeitet wird. Vertrauen Sie auch Ihrem Bauchgefühl.“

Woran liegt es, wenn mein Hund nicht auf mich hört?

„Oft sind es Missverständnisse zwischen Hund und Halter, die dann Frust auf beiden Seiten auslösen. Wenn das zum Problem wird, wenden Sie sich am besten an eine Hundeschule Ihres Vertrauens. Hier sollte nach den Ursachen der Missverständnisse geforscht werden, um sie dann zu beheben.“

Hunde-Führerschein nach IBH-Richtlinien

Der IBH ist der Internationale Berufsverband der Hundetrainer e. V. mit dem Schwerpunkt einer gewaltfreien Erziehung des Hundes. Seine Mitglieder bieten Kurse sowie die Prüfung zur Erlangung des Hundeführerscheins an und vermitteln umfangreiches Wissen in Theorie und Praxis. Alle Infos finden Sie unter: www.ibhhundeschulen.de/hundehalter

 

 

 

 

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