Kennzeichnung von Lebensmitteln: Das steht drauf, das steckt drin

Von A wie Allergene bis Z wie Zutaten

Die Kennzeichnung von Lebensmitteln ist nicht immer eindeutig. Was bedeuten die Beschreibungen auf den Etiketten wirklich? Wir müssen schon ganz genau hinsehen, um zu wissen, was wir im Supermarkt wirklich einkaufen. Wir klären auf!

 

Alkoholgehalt
Auf allen Getränken mit einem Alkoholgehalt von über 1,2% vol (z. B. Wein, Bier, Spirituosen) muss dieser gekennzeichnet werden. Wird Alkohol bei abgepackten Produkten verwendet, hat dies in der Zutatenliste zu stehen.

Herkunft
Bei Eiern, Obst und Gemüse muss das Herkunftsland angegeben werden, bei Schweine- und Geflügelfleisch der Aufzuchts- und Schlachtort, bei Rindfleisch zudem das Land der Geburt. Weitere Richtlinien und Infos finden Sie unter www.bmel.de/kennzeichnung

Allergene
Die Kennzeichnung von Lebensmitteln ist in Deutschland Pflicht. Ganz besonders wichtig sind hierbei die 14 wichtigsten Stoffe oder Erzeugnisse, die Allergien oder Unverträglichkeiten auslösen können. Sie müssen zwingend auf der Produktverpackung aufgelistet werden. Dazu gehören glutenhaltiges Getreide, Krebstiere, Eier, Fische, Erdnüsse, Sojabohnen, Milch, Sellerie und Senf. Bei unverpackter Ware hat man ein Recht auf Aufklärung über Allergene.

Haltbarkeit
Das Mindesthaltbarkeitsdatum gibt an, bis wann ein Produkt (bei angemessener Lagerung) Geschmack, Farbe und Konsistenz mindestens behält. Leicht verderbliche Ware wie Hackfleisch hat ein Mindestverbrauchsdatum und sollte nach Ablauf gar nicht mehr verzehrt werden.

Nährwerte
Die Kennzeichnung von Lebensmitteln umfasst auch die Nährwerte zwingend. Vorgeschrieben ist eine Tabellenform, in der die „Big 7“ aufgelistet sind: Brennwert, Fett, gesättigte Fettsäuren, Kohlenhydrate, Zucker, Salz und Eiweiß. Bezogen auf 100 Gramm oder 100 Milliliter.

Füllmenge
Die Nettofüllmenge gibt Auskunft über die enthaltene Menge des Produkts. Entweder nach Gewicht (Gramm oder Kilogramm), Stückzahl (z. B. Obst) oder nach dem Volumen (Milliliter oder Liter). Hilfreich, um Mogelpackungen zu entlarven, die mehr Inhalt vorgaukeln.

Bezeichnung
Die genaue Benennung des Lebensmittels verdeutlicht die Art sowie besondere Eigenschaften eines Produkts. Es muss für den Verbraucher ganz klar werden, was er kauft. Oft steht die Bezeichnung aber nur auf der Rück- oder Unterseite – kleingedruckt bei der Zutatenliste. Vorne groß drauf steht der Markenname des Herstellers. Dieser dient in erster Linie aber nur Werbe- und Marketingzwecken.

Zutaten
An erster Stelle steht immer die Hauptzutat, die gewichtsmäßig am wenigsten vorhandene findet man am Ende. Grundsätzlich müssen alle enthaltenen Zutaten aufgelistet werden, außerdem verwendete Zusatzstoffe und Aromen.