Neue Methoden der Parodontitis Therapie

Was stoppt die tückische Zahnfleischentzündung wirklich?

Mehr als die Hälfte der Bundesbürger leidet daran, und sogar bei der Eismumie Ötzi konnte sie nachgewiesen werden: Parodontitis. Wenn sich Bakterien auf dem Zahnbelag ansiedeln und dort feste Ablagerungen bilden, kann es zu der Erkrankung kommen. Die Parodontitis Symptome sind mehr als unangenehm und schmerzhaft: Es drohen Zahnfleischbluten, Kieferinfektionen und im Extremfall sogar Zahnverlust. Welche Parodontitis Behandlung ist wirklich sinnvoll? Welche neuen Ansätze gibt es?

Parodontitis ist nicht zu unterschätzen

Ursache für Parodontitis (nicht zu verwechseln mit Parodontose) ist meist eine unzureichende Zahnpflege, vor allem der Zahnzwischenräume. Aber auch Rauchen, falsche Ernährung und Stoffwechselerkrankungen wie Diabetes können das Risiko, an der unangenehmen und gefährlichen Zahnfleischentzündung zu erkranken, erhöhen. Eine rechtzeitige Parodontitis Behandlung ist enorm wichtig, da Krankheitserreger durch das zerstörte Zahnfleisch in den Blutkreislauf eindringen können. Möglicherweise kann dies das Risiko für einen Herzinfarkt erhöhen. Eine neue Studie der Universität Buffalo im Bundesstaat New York hat sogar eine erhöhte Brustkrebswahrscheinlichkeit für Frauen mit Parodontitis festgestellt.

Neue Ansätze der Parodontitis Therapie

Als bester Schutz vor der Zahnfleischentzündung galt bislang, die Zähne stets gründlich zu putzen, Zahnseide zu verwenden und am besten zweimal jährlich eine professionelle Zahnreinigung durchführen zu lassen. Kommt es trotzdem zur Erkrankung, entfernt der Zahnarzt die Bakterien aus den Zahnfleischtaschen. Einen ganz neuen Therapieansatz haben Wissenschaftler von der University of Pennsylvania (USA) getestet. Sie versuchen, in das Immunsystem der Patienten einzugreifen: Ein Wirkstoff namens Cp40, der in das durch Parodontitis entzündete Gewebe injiziert wird, soll die Produktion des körpereigenen Proteins C3 hemmen. Dieses Protein setzt entzündliche Prozesse in Gang. Im Tierversuch sind durch die Gabe von Cp40 die Entzündungen deutlich zurückgegangen und sogar die auslösenden Bakterien verschwunden. Die neue Methode in der Parodontitis Behandlung soll nun an menschlichen Probanden getestet werden.

Weitere sinnvolle Therapieansätze

Relativ neu ist auch die Unterstützung der bestehenden Parodontitis Therapie durch Laser und lichtaktivierte, bakterienabtötende Substanzen. Als ganzheitliche Behandlung kann eine Umstellung zu einer mehr basischen Ernährung mit viel grünem Blattgemüse helfen, da eine gute Versorgung mit darin enthaltenen Carotinoiden und Folsäure günstig bei Zahnfleischentzündung wirkt. Hilfreich sind auch Mundspülungen mit Salbei, Myrrhe oder Teebaumöl.

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