Nicht zu unterschätzen: Diabetes und ihre Folgen

Praxiswissen zur Vorbeugung

Der Diabetes Typ-2 wird oft erst spät erkannt, da ein zu hoher Blutzucker zunächst kaum Beschwerden verursacht. Schreitet die Krankheit jedoch fort, ohne behandelt zu werden, drohen ernst zu nehmende Folgeerkrankungen.

Diabetes: Folgen im ganzen Körper

Was nur wenige wissen: Ein fortgeschrittener Diabetes kann Folgeerkrankungen bei einer ganzen Reihe von Organen und Gefäßen hervorrufen. Schon wenig erhöhte Blutzuckerwerte können zum Beispiel auf Dauer die Blutgefäße und darüber hinaus auch die Nerven schädigen. Etwa 60 Prozent derer, die mit einem Herzinfarkt oder wegen akuter Durchblutungsstörungen des Herzmuskels ins Krankenhaus kommen, sind Diabetiker – das Infarkt- beziehungsweise Schlaganfallrisiko ist gegenüber Nicht-Diabetikern bis zu dreimal höher. Zu den weiteren Diabetes-Spätfolgen gehören ein genereller Leistungsabfall, Sexualstörungen und – bei ganz schlechtem Verlauf – sogar Amputationen bei diabetischen Füßen, deren diabetesbedingte Entzündungen nicht mehr auf Antibiotika ansprechen.

Wichtig bei Diabetes: Die Augen untersuchen lassen

Eine der gesundheitlichen Folgen von Diabetes Typ-2 kann die Augen betreffen: Im fortgeschrittenen Stadium der Zuckerkrankheit werden die feinen Gefäße im Hintergrund des Auges geschädigt. Bei dieser Retinopathie genannten Augenkrankheit kommt es nach einer Weile zu Sehstörungen. Im schlimmsten Fall kann sich die Netzhaut ablösen, der Patient erblindet. Eine andere Erkrankung als Folge von Typ-2-Diabetes: Die Nieren können durch den hohen Blutzucker Schaden nehmen. Die Organe sind dann nicht mehr in der Lage, das Blut zu entgiften und den Wasserhaushalt zu regulieren. Hinzu kommen Störungen des Salzhaushalts. Bleibt diese Entwicklung unbehandelt, kommt es zum Nierenversagen – der Betroffene muss regelmäßig zur Dialyse. Eine andere Gefahr: Bei Diabetes droht Demenz. Diabetiker haben laut Untersuchungen ein bis zu viermal höheres Risiko, an gefäßbedingter Demenz zu erkranken. Und: Diabetes greift die Leber an. Wer an der Zuckerkrankheit leidet, kann als Folge eine nicht alkoholkonsumbedingte Fettleber entwickeln.

Bei all diesen Diabetes-Folgen ist klar, dass Diabetiker sich regelmäßig untersuchen lassen müssen – spätestens dann, wenn sich Symptome zeigen, die auf die eine oder andere Diabetes-bezogene Krankheit hinweisen könnten. Darüber hinaus kann man sich im Netz auf Ratgeberseiten wie www.dasdiabetesblog.de eingehend über die Themen Diabetes und Spätfolgen informieren. Außerdem gibt es für Diabetiker einen Gesundheitspass, der Betroffenen bei der Prävention und Kontrolle von Diabetes-Folgen helfen kann.

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