Ständig Blasenentzündung! Was bei andauernden Beschwerden zu tun ist

Den Weg zum Arzt nicht zu lange aufschieben

Normalerweise ist nach drei bis sieben Tagen alles vorbei: Dank sanfter Methoden klingt der Harnwegsinfekt bei den meisten Frauen nach wenigen Tagen wieder ab. Doch einige Betroffene klagen ständig über Blasenentzündung. Wenn die Zystitis, wie Ärzte die Beschwerden nennen, einfach nicht verschwinden will oder es immer wieder zu einer Blasenentzündung kommt, muss gehandelt werden.

Wenn aus einem Harnwegsinfekt eine ständige Blasenentzündung wird

Gegen den ständigen Harndrang und das Brennen beim Wasserlassen helfen auch die altbewährten Hausmittel nichts? Wenn sich selbst mit ausreichend Flüssigkeit, viel Wärme, einer angepassten Hygiene und gesunden Cranberrys nach drei Tagen keine Besserung einstellt, ist es ratsam, einen Arzt aufzusuchen. Spätestens wenn zu den typischen Symptomen noch Blut im Urin, Fieber oder Rückenschmerzen hinzukommen, muss ein Arzt hinzugezogen werden. Höchstwahrscheinlich verordnet der Fachmann zur Behandlung Medikamente, die an den bakteriellen Ursachen der Blasenentzündung ansetzen. In vielen Fällen kommen Antibiotika zum Einsatz, um die Blasenentzündung zu bekämpfen.

Häufige Blasenentzündung unbedingt untersuchen lassen

Wird nichts unternommen oder tritt keine Besserung ein, können die Keime, die den Harnwegsinfekt auslösen, zur Niere aufsteigen und eine Entzündung des Nierenbeckens auslösen. Betroffene haben dann fälschlicherweise das Gefühl, ständig eine Blasenentzündung zu haben. Weil im schlimmsten Fall andere Krankheiten hinter den Symptomen stecken, sollten häufige Blasenentzündungen unbedingt abgeklärt werden.

Ein Arzt kann beispielsweise mit einer Urinprobe die tatsächliche Keimbelastung feststellen. Wenn nicht solche Bakterien gefunden werden, die normalerweise die Beschwerden einer Harnwegsinfektion auslösen, muss die Blasenentzündung andere Ursachen haben. Bei Frauen, die häufig über Blasenentzündung klagen, lassen sich die Harnwege und Nieren zudem mittels Ultraschall auf anatomische Veränderungen und Steine untersuchen. Eventuell sind die Nieren bereits ebenfalls von einer Entzündung betroffen. Durch eine Restharnbestimmung – auch mithilfe von Ultraschall – deckt der Urologe möglicherweise eine Entleerungsstörung der Blase auf. Befindet sich ständig ein Rest Urin in der Blase, finden Bakterien einen idealen Nährboden und lösen immer wieder eine Blasenentzündung aus. Eine Gewebeentnahme schließt unter Umständen eine Reizblase aus, die verschiedene Ursachen haben und ständig zu Blasenentzündung führen kann. Bei einer Blasenspiegelung können Tumore aufgespürt werden, die eventuell die Harnwege verengen. Dadurch kann der Urin nicht richtig abfließen, und es bildet sich gefährlicher Restharn.