Warum Frauen eher frieren als Männer?

Es liegt am Fettanteil und am Stoffwechsel

Wenn Frauen und Männer ein Büro teilen, ist es oft so: Während den Vertretern des starken Geschlecht die Raumtemperatur noch behagt, greift das weibliche Geschlecht schon bibbernd nach der Strickjacke. Einbildung oder nicht?

Weniger Wärmeenergie

Niederländische Forscher wollten das genau wissen. Und tatsächlich stellten sie fest: Frauen frieren schneller. Die meisten Büro-Klimasysteme sind aber auf den männlichen Körper eingestellt. Der produziert bei einem Gewicht von 70 Kilo 60 Watt Wärmeenergie pro Quadratmeter Hautoberfläche. Bei einfachen Tätigkeiten im Büro steigt die Wärmeproduktion sogar auf 70 Watt. Junge Frauen bringen es dagegen höchstens auf 48 Watt.

Höherer Fettanteil

Das hat gleich mehrere Gründe. Zunächst einmal sind Frauen in der Regel kleiner als ihre männlichen Kollegen. Dadurch kommt schon einmal weniger Wärmeenergie zusammen. Auch haben Frauen mit 25 Prozent einen höheren Fettanteil als Männer (im Schnitt 15 Prozent). Der höhere Fettanteil bewirkt, dass weniger Körperwärme aus dem Körperinneren bis zur Haut vordringt.

Und dann wäre da noch der Stoffwechsel. Er ist bei Frauen nicht so schnell wie bei Männern. Dadurch produzieren sie weniger Wärme.

Andere Wohlfühltemperatur

Und so liegt die Raumtemperatur, bei der Frauen sich wohlfühlen, den Wissenschaftlern zufolge bei 25 Grad Celsius, während für Männer 22 Grad ausreichend sind. Die Forscher sagen aber nichts über Büroangestellte, die sich in den Wechseljahren befinden und unter Hitzewallungen leiden. Deren persönliche Wohlfühltemperatur lässt phasenweise wahrscheinlich die männlichen Kollegen zum Mantel greifen.

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