Wohnwärme: Was Körper und Geist im Winter wärmt

Wärmespender für Zuhause

Der Sturm tobt draußen und wir möchten es uns einfach nur unter der warmen Decke, auf dem Sofa oder im Bett gemütlich machen. Doch es gibt noch weitere Möglichkeiten, eine Wohlfühlatmosphäre und direkt oder indirekt ein Gefühl von Wärme in der kalten Jahreszeit in Ihrem Zuhause zu erzeugen und zu genießen.

Wärmende, scheinende und duftende „Wohlfühl-Accessoires"

Die flauschigen Hausschuhe auf der Couch, die dicken Socken im Bett, Kerzenschein am Abend oder aber die Fleecedecke über den Knien — all das kann im Winter daheim für Wohlfühlatmosphäre und Wärme sorgen. Jeder hat da wohl seine ganz eigenen Vorlieben und Rituale, jedoch soll gesagt sein, dass es durchaus Unterschiede bei den Wärmespendern gibt. So ist zum Beispiel Decke nicht gleich Decke. Dies zeigen nicht nur die unterschiedlichen Merkmale der Schlafdecke.  

Baumwolldecken für das gemütliche Kuscheln auf der Couch sind besonders weich, fusseln wenig, sind atmungsaktiv und eignen sich im Gegensatz zur flauschigeren Decke aus tierischer Wolle für Allergiker. Sie reichen – je nach Kälteempfinden – meist in milden Nächten als Wärmespender aus. Dagegen gelten Kaschmir und Alpakawolle als besonders wärmespendende Materialien. Beide Wollarten verfügen über eine besonders starke Wärmeisolation und fühlen sich ganz weich und geschmeidig auf der Haut an – was für einen zusätzlichen Wohlfühleffekt sorgt.

Neben Decken werden zudem Kerzen gerade zur dunklen Jahreszeit eingesetzt, um zu Hause eine entspannte Atmosphäre zu schaffen und außerdem durch den Kerzenschein eine zusätzliche, wenn auch kleine, Wärmequelle zu erhalten. Und nicht nur zur Weihnachtszeit werden Duftkerzen eingesetzt, die durch ihren Schein sowie durch ihren Duft Wohlfühlatmosphäre bewirken. Denn Düfte lösen Emotionen aus, bei jedem wecken Gerüche unterschiedliche positive Erinnerungen.

Bereits im alten Ägypten wurden Düfte genutzt, um die Sinne anzuregen. Doch wie schaffen Düfte Wohlfühlmomente? Unser Geruchssinn ist eng an das limbische System gekoppelt, das an unseren Emotionen und Erinnerungen beteiligt ist. Generell tritt zum Beispiel beim Duft von Lavendel Entspannung ein und der Duft von Zitrone regt den Geist an.

Düfte können auch in Form von Ölen verwendet werden. Aber hier heißt es nicht, viel davon bringt gleich viel Wohlbefinden, denn durch eine zu hohe Duftentwicklung steigt die Raumluftbelastung mit Allergenen. Ein bis zwei Tropfen Duftöl reichen, um den Raum für mehrere Stunden mit angenehmen Wohlfühlaromen zu erfüllen.

Den Raum mit direkter Wärme erfüllen

Nach Hause in eine kalte Wohnung kommen, das sorgt nicht nur für Kälteschauer, sondern geht auf das gesamte Wohlbefinden. Der Heizungsregler sollte deshalb am besten immer auf eine mittlere Temperaturstufe eingestellt sein, so dass die Temperatur auch in Abwesenheit immer noch bei circa 18 Grad liegt.

Aber auch zu Hause angekommen, sollte es dann nicht heißen: Heizung auf Vollpower drehen. Denn das geht auf Dauer nicht nur auf das Portemonnaie, sondern zu trockene Raumluft kann trockene Augen, Kopfschmerzen, Reizhusten oder Hautprobleme auslösen – und dann bringt die Wärme wohl kaum mehr Wohlbefinden mit sich. Um eine Überheizung zu vermeiden, die auch finanzielles Unwohlsein bewirkt, können Modernisierungen der Heizanlage helfen, die in einigen Fällen lohnenswert sind. Unterstützen kann die Kostenersparnis und vor allem auch das körperliche Wohlbefinden für eine effiziente eigenverantwortliche Raumbeheizung. Im Wohnbereich sollte die Temperatur möglichst nicht mehr als 20 Grad, in der Küche um die 18 und im Schlafzimmer um die 17 Grad Celsius betragen. Was nicht bedeutet, dass die Temperatur nicht mal etwas höher gedreht werden kann, denn entscheidend ist natürlich immer noch die eigene Wohlfühltemperatur.

Gemütlichkeit und Wärme bringt auch ein Kamin, der für manch einen nicht nur zur Wohnungsdekoration dazugehört, sondern zudem wirklich genutzt wird. Denn alles, was unsere Sinne berührt, sorgt für Wohlbefinden. So muss Gemütlichkeit sozusagen gerochen, gespürt oder gesehen werden. Der Kamin spricht gleich mehrere Sinne an, die lodernden Flammen können beobachtet, das Knistern von feuchtem Holz gehört und die Wärme des Feuers gespürt werden

Wärme von innen heraus produzieren

Wärmezufuhr funktioniert nur von außen? Nein, jeder weiß wohl, dass das ebenso andersherum funktioniert, spätestens wenn ein warmes Getränk nach einem Spaziergang durch die Kälte für Wärme von innen sorgt. Wärme von innen schaffen außerdem Speisen, die im Ofen zubereitet werden, sowie Eintöpfe. Und morgens die Frühstücksflocken am besten nicht mit kalter Milch genießen, sondern zur Abwechslung vielleicht mal auf warmen Porridge oder ein warmes Toast setzen.

Der Snack für Zwischendurch kann durchaus mal aus Rohkost bestehen, selbst wenn es sich dabei eher um kalte Lebensmittel handelt. Wer ein paar Hinweise zur Rohkosternährung beachtet, kann auch im Winter mit Rohkost ohne Frieren durchkommen.

Bei der Ernährung im Winter kann sich dann unter anderem das Wissen über kühlende oder wärmende Lebensmittel und Gewürze für mehr Wohlbefinden und Wärmezufuhr zunutze gemacht werden. Wärmend wirken zum Beispiel folgende Produkte: Knoblauch, Zimt, Rettich oder Senf auf der Gewürzseite, Paprika, Kürbis, Rote Bete oder Möhren auf der Gemüseseite sowie Nüsse, Oliven oder Avocados auf der Seite der gesunden und wärmebringenden Fette. Auch die Zubereitung von Lebensmitteln wird zum Beispiel in der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) als Einflussfaktor auf die Wirkung von Nahrungsmitteln auf den Körper angesehen. Nach der Theorie verändern bestimmte Zubereitungsarten die energetische Eigenschaft von Produkten. Wärmend wirken unter anderem Zubereitungsarten wie Dampfgaren, Blanchieren oder Dünsten.

Als Getränk zum Essen oder abends auf der Couch eignen sich natürlich warme Getränke. Vor allem Tees in Geschmacksrichtungen wie Zimt, Nelken, Anis oder Fenchel sorgen für Wärme von innen. Wobei besonders Ingwertee durch seine Schärfe einen zusätzlichen Anstieg der Körpertemperatur bewirken kann.

Hilfe bei „Eisfüßen“

Um sich warm zu halten und sein Wohlbefinden im Winter zu erhalten, empfiehlt es sich, sich nicht nur in der Wohnung aufzuhalten — Bewegung sollte sein. Klar, bei wildem Schneetreiben muss sich nicht unbedingt draußen bewegt werden, aber etwa eine halbe Stunde am Tag sollte für Bewegung reserviert sein. Nach dem Spaziergang an der frischen Luft sind wir jedoch meist umso froher, wenn uns die warme Raumluft entgegenkommt. Um den Körper von unten nach oben aufzuwärmen, ab und zu ein Fußbad genießen. Die ideale Wassertemperatur liegt etwa zwischen 37 und 41 Grad. Jedoch nicht direkt mit eiskalten Füßen in das Wasser gehen, denn dies kann auf den Kreislauf gehen.

Hier lesen Sie weitere Tipps, die zu Hause warme Füße schaffen können und sich so auf das Wohlbefinden des gesamten Körpers auswirken.

Themen