Chronische Herzinsuffizienz: Neue Therapiemöglichkeit schenkt Hoffnung

Neue Herzinsuffizienz-Therapie verspricht Besserung schon nach wenigen Tagen

08. September 2016

Rund 1,8 Millionen Menschen leiden in Deutschland unter einer chronischen Herzinsuffizienz. Die gute Nachricht: Es gibt jetzt eine Kombination von Wirkstoffen, die den Krankheitsverlauf der Pumpschwäche des Herzmuskels günstig beeinflusst. Was kann die neue Therapieform? Wir klären auf!

Neue Herzinsuffizienz-Therapie zeigt gute Studienerfolge

Die herkömmliche Therapie setzte oft auf die Behandlung der auslösenden Grunderkrankung. Bei vielen Betroffenen musste zudem ein herzchirurgischer Eingriff durchgeführt oder ein Herzschrittmacher eingesetzt werden. Auch bestimmte Medikamente können ein geschwächtes Herz entlasten. Mediziner setzen nun in der Therapie der chronischen Herzinsuffizienz vor allem auf den dualen Wirkmechanismus von Valsartan und Sacubitril (z. B. in Entresto, rezeptpflichtig). Die Kombination stellte sich in einer Studie mit über 8.400 Probanden als sehr erfolgreich heraus. Speziell Sacubitril hemmt ein Enzym und bewirkt ein vermehrtes Ausscheiden von Natrium und Wasser über die Nieren. Das senkt den Blutdruck und entlastet den Herzmuskel.

Typische Symptome einer chronischen Herzinsuffizienz

Die Begleiterscheinungen der chronischen Herzschwäche stellen sich nur allmählich ein. Oft wird die Erkrankung erst spät erkannt, da die Symptome denen von Alterserscheinungen ähneln. Die Folgen sind Leistungsabfall, Atemnot bei geringster Belastung bis hin zu Flüssigkeitsansammlungen in der Lunge. Deshalb gilt: Frühzeitig behandeln! Wenn lebenswichtige Organe nicht mehr genügend durchblutet werden, dann sind diese in ihrer Funktion beeinträchtigt. Auch wichtig: Die Ursache der Herzschwäche, wie z. B. einen hohen Blutdruck, therapieren.

Einer Herzinsuffizienz vorbeugen

Die beste Medizin fürs Herz ist immer noch Vorbeugung. Mit ein paar einfachen Maßnahmen können sie schon sehr viel tun: Verzichten Sie auf Rauchen und Alkohol und regulieren Sie Ihr Körpergewicht. Eine Schonung ist nicht empfehlenswert: Bewegen Sie sich daher regelmäßig, z. B. beim Nordic Walking. Auch psychische Stressfaktoren sollten Sie möglichst in Grenzen halten.