Erkältung behandeln: Wieder gesund in 5 Tagen

So stoppen Sie eine fiese Erkältung sofort

Wer bisher von einer Erkältung verschont geblieben ist, sollte sich nicht zu früh freuen, denn erfahrungsgemäß ist die Gefahr sich anzustecken, im Frühjahr besonders groß. Und hat es einen erst einmal erwischt, ist der grippale Infekt kaum mehr aufzuhalten. Wie lange sich die Erkältung hinzieht, ist unterschiedlich. Aber viele sind für knapp zwei Wochen außer Gefecht gesetzt. Denn wie heißt es so schön: Drei Tage kommt sie, drei Tage bleibt sie, und drei Tage geht sie. Aber mit gezielten Maßnahmen kommen Sie viel schneller wieder auf die Beine. Wir verraten Ihnen, wie Sie die Erkältung behandeln können, um in fünf Tagen wieder fit zu sein.

Erkältung Tag 1

Oft beginnt es mit einem leichten Kratzen im Hals

Wenn eine Erkältung naht, ist meistens der Hals trocken, und man spürt plötzlich Beschwerden beim Schlucken. Im Anfangsstadium ist es deshalb besonders wichtig, dass die Mund- und Rachenschleimhaut feucht gehalten wird, um Viren abzuwehren, sonst lässt sich die Erkältung nur noch schwer stoppen.

DIE Erste-Hilfe-Maßnahme in Sachen Erkältung behandeln ist das Gurgeln mit einer Lösung aus Zitronensaft und Wasser. Die Säure lässt geschwollenes Gewebe im Hals wieder abschwellen und tötet Krankheitserreger ab.
Dafür einen Esslöffel frisch gepressten Zitronensaft mit einer Tasse warmen Wasser übergießen, etwas abkühlen lassen und damit drei Mal täglich gurgeln.

Damit die Stimme nicht weg bleibt, sollte man tagsüber alle drei Stunden eine Tasse Salbeitee trinken. Das stoppt die Entzündung und die Erkältung kann noch aufgehalten werden. Dafür einen Teelöffel fein geschnittene Blätter mit einer Tasse Wasser überbrühen, nach zehn Minuten abseihen. Den Tee warm in kleinen Schlucken trinken.

Übrigens: Wer gleich bei den ersten Anzeichen den Extrakt des indianischen Wasserdost – eine aus Nordamerika stammende Pflanze – einnimmt, kann die Dauer der Erkältung verkürzen, so das Ergebnis mehrerer Studien. Zudem ergab jetzt eine ganz aktuelle Untersuchung, dass der Extrakt (z. B. in Contramutan) eine stimulierende Wirkung auf die Freisetzung so genannter Chemokine hat. Das sind Lockstoffe der körpereigenen Fresszellen, die für die Abwehr von Infekten im Körper zuständig sind und dafür sorgen, dass eingedrungene Erreger wie etwa Viren, schneller gefunden und vernichtet werden können.

Erkältung Tag 2

Zum Halsweh kommt das Kribbeln in der Nase

Ganz typischer Verlauf eines grippalen Infekts: Erst läuft sie ununterbrochen, dann macht sie dicht - die Nase. Sorgen Sie jetzt dafür, dass die Schleimhaut nicht austrocknet. Eine Nasendusche mit salzhaltigem Wasser (Zubehör aus der Apotheke) desinfiziert und spült Viren von der Schleimhaut. Keine Nasendusche zur Hand? Dann auf 250 Milliliter lauwarmes Wasser einen halben Teelöffel Kochsalz geben. Die Lösung aus der hohlen Hand erst in das eine und dann in das andere Nasenloch ziehen. Funktioniert auch.

Ist die Nase dicht und die Erkältung nicht mehr aufzuhalten, hilft ein Gesichtsdampfbad mit Kamille und Thymian: drei Esslöffel Kraut in einer Schüssel mit heißem Wasser übergießen. Gesicht darüberhalten und den Wasserdampf tief einatmen, bis die Nase frei wird.

Erkältung Tag 3

Die Stirn glüht, und die Glieder schmerzen

Wenn Sie es bisher nicht geschafft haben, die Erkältung zu stoppen, kommt jetzt der unangenehmste Teil. Der Körper ist heiß, und man fühlt sich schlapp: ein eindeutiges Zeichen für Fieber. Der Organismus wehrt sich so gegen Viren oder Bakterien. Denn jedes Grad mehr erhöht die Zahl der weißen Blutkörperchen und hemmt so die Vermehrung der Krankheitserreger. So gesehen, ist die Hitzewelle also gesund, da sie das Immunsystem pusht. Steigt die Temperatur aber über 39 Grad, heißt es allerdings: dringend runter damit. Das wohl bekannteste Hausmittel bei Fieber sind Wadenwickel. Alternativ können Sie auch einfach nasse Strümpfe anziehen: Socken mit kaltem Wasser vollsaugen lassen, ausdrücken, anziehen, dicke Socken drüber ziehen. Prima für die Nacht.

Allgemein gilt: bei Fieber bloß nicht anstrengen. Wer kann, sollte am besten Bettruhe halten. Das schont den Körper und beschleunigt die Genesung.

Am Anfang kann Fieber durch ein ansteigendes Fußbad bekämpft werden. Das Wasser sollte dafür erst Körpertemperatur haben und in den nächsten zehn Minuten durch Zugabe von warmem Wasser auf eine Temperatur von 39 Grad gebracht werden.

Bei Fieber verlieren wir viel Flüssigkeit. Deshalb für jedes Grad über 37 ca. einen halben bis einen Liter Flüssigkeit mehr trinken. Extra-Tipp: Schafgarbentee (Apotheke). Er öffnet die Poren, bringt uns zum Schwitzen und treibt so das Fieber heraus.

Erkältung Tag 4

Quälender Husten stört vor allem in der Nacht

Die Erkältung ist jetzt so gut wie beendet. Das Fieber ist weg, der Schnupfen abgeklungen, jetzt nervt nur noch der starke Husten. Eigentlich ein sehr gutes Zeichen. Denn der Schleim löst sich und muss raus. Diesen Prozess können Sie mit zwei wirksamen Hausmittelchen noch unterstützen.

Zwiebelsaft ist ein Klassiker gegen Husten. Das scharfe Gemüse liefert schwefelhaltige Senföle, die die Bronchien desinfizieren und den Schleim lösen. Um den Saft zu gewinnen, eine Zwiebel schälen, zerkleinern und mit einem Esslöffel Zucker in einer Schüssel zugedeckt vier Stunden ziehen lassen, bis sich Flüssigkeit gebildet hat. Davon drei Mal täglich je zwei Teelöffel nehmen.

Auch gut, um die Nachwehen der Erkältung zu behandeln: Meerrettich. Seine ätherischen Öle lösen festsitzenden Schleim und erleichtern so ebenfalls das Abhusten. Dafür einen Teelöffel frisch geriebenen Meerrettich mit einer Tasse heißem Wasser übergießen, zehn Minuten ziehen lassen, abseihen und lauwarm trinken.

Erkältung Tag 5

Langsam kehren die Lebensgeister zurück

Sie fühlen sich zwar noch geschwächt, haben den fiesen grippalen Infekt aber fast überstanden. Ihr Immunsystem musste in den letzten Tagen Schwerstarbeit vollbringen, die Vitalstoffspeicher sind leer. Die gilt es jetzt wieder aufzufüllen. Frisches Obst und Gemüse sorgen für einen Vitaminschub. Eine Erkältung zu behandeln hört nämlich nicht auf, sobald das Gröbste überstanden ist.

Bei den meisten dürfte am fünften Tag langsam der Appetit zurückkehren. Essen Sie etwas Leichtes, wie beispielsweise Suppen, Reis oder gedünstetes Gemüse. Besonders gut tut jetzt ein Teller Hühnerbrühe. Das in der Suppe gelöste Zink vom Geflügelfleisch päppelt das Immunsystem wieder auf und bringt Sie schnell wieder auf die Beine.

Sieben bis acht Stunden Schlaf tun dann das Übrige, um den lästigen Infekt hinter sich zu lassen. Morgen, am sechsten Tag, ist die Erkältung dann überstanden.

Ist das normal bei Erkältung?

Wegen einer Erkältung muss man nicht sofort zum Arzt. Wenn sie sich hinzieht oder stärker wird, muss ab dem dritten Tag eine Arbeitsunfähigkeitbescheinigung dem Arbeitgeber vorliegen. Sie sollten außerdem zum Arzt gehen, wenn bestimmte Symptome auftreten. Dazu gehören:

  • Atemnot – das kann auf eine Lungenentzündung hinweisen
  • Starke Hals- und Ohrenschmerzen – sie deuten auf eine Mandel- oder Mittelohrentzündung hin
  • Insgesamt bei starken Schmerzen
  • Wenn die Erkältung länger als sieben Tage dauert
  • Bei Schnupfen, Husten und Heiserkeit länger als 14 Tage
  • Bei extemer Abgeschlagen- und Müdigkeit – das kann ein Hinweis auf einen Virusinfekt sein
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