13 Anzeichen für ADHS bei Erwachsenen

Ratgeber

Bei Kindern beobachten wir es häufig: ADHS. Bei Erwachsenen hingegen bleibt ADHS oft unerkannt. Hier finden Sie 13 Symptome von ADHS, die häufig von Betroffenen beschrieben werden.

Bei ADHS, der sogenannten Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung, gibt es nicht nur ein Symptom, sondern mehrere Anzeichen, die darauf hindeuten. Die Symptome bei Kindern und Erwachsenen sind übrigens meist dieselben. Kernsymptome bei Erwachsenen sind Hyperaktivität, Aufmerksamkeitsstörungen und Impulsivität:


Hyperaktivität: Bei betroffenen Kindern äußert sich das vor allem in einem starken Bewegungsdrang. Bei Erwachsenen in einer permanenten inneren Unruhe und einem Gefühl des Getriebenseins. Betroffenen fällt es schwer, zum Beispiel in Besprechungen stillzusitzen. Das Bedürfnis nach Aktivität ist groß.

Aufmerksamkeitsstörungen: Erwachsene mit ADHS können sich oft nicht gut auf eine Situation einlassen, sich nicht auf eine Sache konzentrieren oder aufmerksam zuhören. 
Sie sind häufig unorganisert und haben zum Beispiel keine oder wenig Struktur in der Tagesplanung, so vergessen sie etwa zu essen oder nehmen nur sehr unregelmäßig Mahlzeiten zu sich. Außerdem fällt ihnen eine Differenzierung zwischen wichtig und unwichtig schwer und sie verzetteln sich schnell.

Impulsivität: Impulsives Verhalten sowie unüberlegtes vorschnelles Handeln sind bei den Betroffenen auch im fortgeschrittenen Alter noch vorhanden.

Mögliche weitere Anzeichen für ADHS im Erwachsenenalter:

- emotional überreagieren, wenn eine Situation aufwühlend ist

- sich schnell angegriffen fühlen, streitsüchtiges und mitunter aggressives Verhalten


- Neigung zu Stimmungsschwankungen

- Dinge auf die lange Bank schieben
- Schusseligkeit, sprich: Sachen werden verlegt, Termine vergessen, usw.

- häufiges Zuspätkommen

- Unordnung in der Wohnung
- sich schnell langweilen
- Schlafstörungen

- wenig Kontakt zu Mitmenschen, wenig Freunde


Bei Verdacht auf ADHS suchen Sie einen Arzt auf. Dieser kann eine Diagnose stellen und gegebenenfalls, wenn nötig, eine Therapie einleiten.

Datum: 10.08.2020
Autor: Ilka-Marie Hagenbücher