Basische Ernährung: Was dahinter steckt und wie sie funktioniert

Gesund leben fängt beim Essen an

Eine gesunde und ausgewogene Ernährung wird zum Glück für viele immer wichtiger. Im Rahmen dessen fallen häufig Begriffe wie basische Ernährung und die Übersäuerung des Körpers. Wir erklären Ihnen, was es damit auf sich hat und welche Vorteile eine basische Ernährung hat.

Die Übersäuerung in der Medizin

Wenn Mediziner von einer Übersäuerung sprechen, meinen sie in der Regel, dass der pH-Wert des Blutes zu sauer ist. Dies bedeutet, dass er auf unter 7,4 gesunken ist. Dies kann schnell lebensgefährlich werden und wird als Azidose bezeichnet. Sprechen Ernährungswissenschaftler hingegen von einer Übersäuerung meinen sie damit, dass der Säure-Basen-Haushalt gestört wird. Sie verstehen darunter das Verhältnis von Säuren zu Basen im Körper, welches dann verschoben ist. Da auch in diesem Zusammenhang der Begriff Azidose verwendet wird, kann es hier leicht zu Missverständnissen kommen. Fakt ist: Eine Übersäuerung des Blutes ist sofort zu therapieren und lebensgefährlich! Ist dagegen „nur“ der Basen-Säuren-Haushalt gestört und im sauren Bereich, können Sie mit einer Ernährungsumstellung viel erreichen und diese Übersäuerung bekämpfen. Aber auch Stress und Angst können zu einer Übersäuerung führen, sodass auch psychische Ursachen bei der Behandlung bedacht werden müssen, damit ein ganzheitliches Ergebnis erzielt werden kann. 

Die basische Ernährung und ihre Vorteile

Bei der Verdauung von Lebensmitteln bilden sich im Magen Säuren. Diese können nicht einfach ausgeschieden werden, sondern müssen neutralisiert werden, etwa durch Kalium oder Magnesium. Ohne Neutralisierung werden sonst Körperzellen geschädigt. Je mehr säurehaltige Lebensmittel Sie zu sich nehmen, umso höher ist Ihr Mineralstoffbedarf. Umgekehrt ist eine basische Ernährung positiv für den Mineralstoffhaushalt und beugt einem Mineralstoffmangel vor. Ob ein Lebensmittel zu den sauren oder den basischen gehört, entscheidet nicht der Geschmack, sondern der pH-Wert. 

Zu den basischen Lebensmitteln gehören:
•    Kiwi
•    Spinat
•    Kartoffeln
•    Birnen
•    Blumenkohl

Zu den säurebildenden Lebensmitteln gehören dagegen:
•    Fleisch
•    Fisch
•    Ei
•    Getreide
•    Milchprodukte

Im Rahmen einer basischen Ernährung sollten Sie diese meiden. Das heißt aber nicht, dass Sie komplett auf diese Produkte verzichten müssen. Gerade Milchprodukte enthalten viel Calcium, welches wiederum genutzt werden kann, damit Säuren neutralisiert werden.

Wie gesund ist eine basische Ernährung

Ihre Ernährung sollte generell immer möglichst ausgewogen sein. Da bedeutet, dass auch eine rein basische Ernährung zu einseitig wäre. Diese ist außer bei einer akuten Übersäuerung auch nicht notwendig. Aber es werden säurebildende Lebensmittel soweit wie möglich reduziert. Ein Puffersystem im Körper sorgt bei einer ausgewogenen Ernährung dafür, dass der Säure-Basen-Haushalt im Gleichgewicht bleibt. Eine leicht basische Ernährung, bei der überwiegend Obst und Gemüse gegessen wird und Fleisch sowie Milch soweit es geht reduziert werden, gilt auch im Hinblick auf die Mineralstoffe und die Vitamine als besonders gesund. Diese Einschätzung liegt aber nicht nur daran, dass Obst und Gemüse basische Lebensmittel sind, sondern auch daran, dass sie viele Vitamine enthalten und gut bekömmlich sind.

Folgen einer chronischen Übersäuerung

Eine chronische Übersäuerung kann zu Krankheiten und gesundheitlichen Problemen führen. Eines der bekanntesten Probleme ist der Mineralstoffmangel. Wenn viele Mineralstoffe benötigt werden, damit die Säuren neutralisiert werden, fehlen die Mineralien dem Körper an anderer Stelle. Dies kann zu Zahn- und Knochenproblemen führen, wenn durch die Übersäuerung ein Kalziummangel entsteht. Auch Übergewicht kann eine Folge sein. Grund dafür ist, dass überschüssige Säure vom Körper in die Fettzellen eingelagert wird. Dies führt zu Schwierigkeiten beim Abnehmen und kann die Gewichtszunahme begünstigen. Eine weitere Folge ist Müdigkeit. Ihr Körper wird durch die Übersäuerung anfälliger für Bakterien, Viren und Pilze und Ihr Immunsystem ist geschwächt. Auch das Hautbild leidet außerdem unter einer Übersäuerung und es bilden sich Pickel oder auch Ausschläge.

Wenn Sie mehrere dieser Symptome bei sich entdecken, kann dies ein Anzeichen für eine Übersäuerung sein. Das Umstellen der Ernährung auf eine basische Ernährung kann hier helfen. Dabei müssen Sie der Umstellung aber Zeit geben, damit sie wirken kann. Ein Wundermittel ist die basische Ernährung nicht. Nach mehreren Wochen sind aber in der Regel erste Erfolge zu erkennen. Beim Aufdecken der eigenen Ernährungsfehler hilft Ihnen Ernährungstagebuch. Außerdem helfen grüne Lebensmittel und natürlich sollten Sie viel Wasser trinken. Vermuten Sie einen Mineralstoffmangel, kann die Gabe von Magnesium oder Calcium in der Anfangsphase helfen. Sprechen Sie dies vorher aber besser mit einem Arzt ab. Im Rahmen der basischen Ernährung sollte der Mineralstoffbedarf aber langfristig sowieso durch Ihre Ernährung gedeckt werden. 

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