Basische Ernährung: Was dahinter steckt und wie sie funktioniert

Gesund leben fängt beim Essen an

Eine gesunde und ausgewogene Ernährung wird zum Glück für viele immer wichtiger. Im Rahmen dessen fallen häufig Begriffe wie basische Ernährung und die Übersäuerung des Körpers. Wir erklären Ihnen, was es damit auf sich hat und welche Vorteile eine basische Ernährung hat.

Säure und Basen im Körper

Sprechen Ernährungswissenschaftler von einer Übersäuerung meinen sie damit, dass der Säure-Basen-Haushalt gestört ist. Sie verstehen darunter das Verhältnis von Säuren zu Basen. Da auch in diesem Zusammenhang der Begriff Azidose verwendet wird, kann es hier leicht zu Missverständnissen kommen. Fakt ist: Eine Übersäuerung des Blutes ist sofort zu therapieren und lebensgefährlich! Ist dagegen „nur“ das Säuren-Basen-Gleichgewicht leicht ins Saure verschoben, können Sie mit einer Ernährungsumstellung viel erreichen und diese Art der Übersäuerung bekämpfen. Aber auch Stress und Angst können zu einer solchen latenten Übersäuerung führen, sodass auch psychische Ursachen bei der Behandlung bedacht werden müssen, damit ein ganzheitliches Ergebnis erzielt werden kann. 

Die basische Ernährung und ihre Vorteile

Bei der Verstoffwechselung von Lebensmitteln bilden sich Säuren und Basen im Körper. Je mehr säurehaltige Lebensmittel Sie zu sich nehmen, umso höher ist Ihr Bedarf an Basen. Umgekehrt ist eine basische Ernährung positiv für den Mineralstoffhaushalt und beugt einem Mineralstoffmangel vor. Ob ein Lebensmittel zu den sauren oder den basischen gehört, entscheidet nicht der Geschmack, sondern wie es verstoffwechselt wird. 

Zu den basischen Lebensmitteln gehören:
•    Kiwi
•    Spinat
•    Kartoffeln
•    Birnen
•    Blumenkohl

Zu den säurebildenden Lebensmitteln gehören dagegen:
•    Fleisch
•    Fisch
•    Parmesan
•    Getreide
•    Milchprodukte

Im Rahmen einer basischen Ernährung sollten Sie säurebildende Lebensmittel reduzieren. Das heißt aber nicht, dass Sie komplett auf diese Produkte verzichten müssen.

Eine Tabelle für basische Lebensmittel finden Sie HIER >>>

Wie gesund ist eine basische Ernährung

Ihre Ernährung sollte generell immer möglichst ausgewogen sein, das sorgt dafür dass der Säure-Basen-Haushalt im Gleichgewicht bleibt. Eine leicht basische Ernährung, bei der überwiegend Obst und Gemüse gegessen wird und Fleisch sowie Milch soweit es geht reduziert werden, gilt auch im Hinblick auf die Mineralstoffe und die Vitamine als sinnvoll.

Folgen einer chronischen Übersäuerung

Ein dauerhaftes Ungleichgewicht des Säure-Basen-Haushaltes kann für den Körper früher oder später verschiedene Auswirkungen haben. Da die chronische Übersäuerung allerdings ohne spezifische Symptome verläuft, bleibt sie oft unentdeckt. Allerdings gibt es Anzeichen, die für eine Übersäuerung sprechen können. Das Allgemeinbefinden z.B. wird durch Müdigkeit und Erschöpfung, sowie verringerte Leistungsfähigkeit beeinträchtigt. Zusätzlich lässt oft die Konzentration nach und man wird Stressempfindlicher.

Körperliche Beschwerden zeigen sich im Form von verminderter Widerstandskraft, Muskel- und Gelenkbeschwerden, zugleich verändern sich Haare, Haut und Nägel. Die Knochen leiden ebenso an einem Überschuss an Säure und verlieren langfristig an Festigkeit. Ebenso büßt das Bindegewebe an Elastizität sein.
Betroffene sollten daher auf eine Ernährung mit ausreichend basenbildenden Lebensmittel achten. Eine solche Ernährungsumstellung braucht Zeit. Die Einnahme eines Basenproduktes kann unterstützen, beim Aufdecken der eigenen Ernährungsfehler unterstützt Sie z.B. ein Ernährungstagebuch.

 

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