Fit in den Frühling: Heilfasten nach dem Winter

Der Frühling ist für viele die schönste Zeit des Jahres. Die Tage werden endlich länger, die Sonne zeigt sich mit neuer Kraft und die Lebensgeister erwachen wieder. Nach endlos langen und dunklen Wintertagen sehnen sich alle nach Licht und frischem Grün. Die Frühlingszeit gilt vielen als die ideale Fastenzeit, um die Altlasten des Winters aus dem Körper zu holen. Wir zeigen Ihnen, wie Sie durch Heilfasten neu und fitter in die wärmere Jahreszeit starten.

Frühling – Zeit für einen Neubeginn

Wir sind als Menschen natürlich eingebunden in die Kreisläufe der Natur, auch wenn wir dies nicht immer so wahrnehmen. Je bewusster wir uns darauf beziehen können, umso leichter ist das für den gesamten Organismus. Im Winter ziehen sich die vitalen Prozesse in der Vegetation zurück und gehen in die Ruhephase. Sobald die Tage länger werden und das Licht stärker, erwachen diese wieder und die neuen Pflanzentriebe treiben aus. Ein neuer Lebenszyklus beginnt.
Der Wechsel zwischen den Jahreszeiten beeinflusst nach der Tibetischen Medizinlehre auch den menschlichen Körper und das Immunsystem sehr stark. Im Winter ist es wichtig, dass der Körper warm bleibt, das wird mit einer deftigen und etwas öligeren Ernährung unterstützt. Um im Frühjahr diese schwere Energie abzubauen, sind bestimmte, aktivierende Nahrungsmittel angezeigt sowie Bewegung, Entschlackung und Reinigung. 

Im Frühling haben wir meistens gute Laune und freuen uns über neue Frühlings-Inspirationen. Nach der langen Zeit des gefühlten Winterschlafs wollen wir raus an die Luft – ein ganz natürlicher Reflex, den wir der Natur nachahmen. Wenn alles grünt und blüht, haben wir Lust auf frische Farben, die wir gern auch in Form von Frühlingsmode zeigen. Die Farbe des Jahres 2019, die jedes Jahr von der Firma Pantone gekürt wird, ist diesmal ein strahlendes Korallenrot. Eine schöne Farbe mit Botschaft – und eine perfekte Frühlingsfarbe. „Living Coral“ ist eine von vielen frischen Trendfarben in diesem Jahr, die auch in den Wohnräumen lebensanregende Impulse setzen. 


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Der Frühling ist nicht nur eine Zeit der grünen Triebe, sondern auch der neuen Impulse auf vielen Ebenen.
 

Die Fastenzeit beginnt

Damit der Körper sich mit frischen Nährstoffen optimal versorgen kann, ist es ratsam, zu entschlacken und für eine ganzheitliche Reinigung im Körper zu sorgen. Eine Fastenkur ist dafür das beste Mittel. Durch das zeitlich begrenzte Fasten und den Verzicht auf feste Nahrungs- und Genussmittel kann nicht nur der Körper regenerieren. Während dieses Prozesses erfolgt durch die veränderten Gewohnheiten auch oft eine Art seelischer Reinigung. 

Der Beginn der Frühlingszeit fällt in unseren Kreisen stets mit der Fastnacht zusammen. Die närrischen Tage des Faschings vertreiben Mitte Februar oder Anfang März nicht nur die dunklen Dämonen des Winters, sie läuten kalendarisch auch die Fastenzeit bis Ostern ein. In der christlichen Fasten-Tradition markierte diese Phase eine Zeit des Verzichts und der Befreiung von Zwängen. Traditionell drückt sich die Fastenzeit durch den Verzicht auf üppige Nahrung, Alkohol oder Fleisch aus. Mittlerweile wird diese sechs Wochen lange Zeit auch für andere Fastenimpulse genutzt, wie den Verzicht auf Rauchen, Internet, das Smartphone oder auf soziale Medien. 

So gesehen ist die Fastenzeit im Frühjahr eine gute Gelegenheit, auf mehreren Ebenen alles wegzulassen, was belastend ist und den Geist ablenkt – ein wesentliches und wohltuendes Element des Fastens.


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Durch das Fasten erfährt der gesamte Organismus einen wohltuenden Heileffekt.

Die heilsame Wirkung des Fastens

Das Fasten ist grundsätzlich für jeden geeignet. Alle, die noch keine Fasten-Erfahrungen gemacht haben, können sich zunächst mit den Grundlagen des Heilfastens vertraut machen. Der freiwillige Verzicht auf feste Nahrung und Genussmittel geschieht immer nur für einen bestimmten Zeitraum. Die klassischen sechs Wochen der Fastenzeit sind nicht angezeigt, um in dieser Zeit komplett auf Nahrung zu verzichten, sondern eher für den Verzicht bestimmter Nahrungsmittel. Es dürfte den meisten heute nicht leicht fallen, auf den geliebten Kaffee oder andere Genussmittel zu verzichten. Das erfordert eine bestimmte Einstellung. Zudem sollte jeder Fastenwillige im Zweifel zuvor einen ärztlichen Check-up durchführen lassen. 

Ausscheidung und Entleerung

Während einer Heil-Fastenkur geht es darum, dem Körper bei allen Ausscheidungsprozessen zu helfen. Davon sind alle Ausscheidungsorgane betroffen: Darm, Haut, Leber, Lunge, Nieren und die Schleimhäute. Eine Darmentleerung sowie ein Entleerungstag stehen meist zu Beginn einer Fastenkur. 

Viel trinken!

Damit alle angestauten Giftstoffe und Schlacken aus dem Körper geschwemmt werden können, braucht er viel Flüssigkeit. Deswegen lautet die Hauptregel während des Heilfastens, möglichst viel zu trinken. Neben Wasser können Sie Obst- und Gemüsesäfte sowie Gemüsebrühe zu sich nehmen. 

Ruhe und Abkehr vom Alltag

Während des Fastens erfahren Sie ein völlig neues Ernährungsverhalten, das teilweise Ihre volle Aufmerksamkeit fordert. Gerade zu Anfang werden Sie durch den Verzicht auf die üblichen Nahrungsmittel oder auf gewohnte Genussmittel wie Kaffee, Alkohol und Zucker regelrechte Entzugserscheinungen und Kopfschmerzen erleben. Wenn irgendwie möglich, sollten Sie in Ihrer Fastenzeit auch aus dem Alltag austreten und beruflich etwas kürzertreten, um sich auf die neuen Prozesse ganz einlassen zu können. 

Bewegung etablieren

Mit regelmäßiger Bewegung unterstützen Sie Ihren Körper beim Entgiften deutlich. Dadurch kommen der Stoffwechsel sowie der Lymphfluss auf Touren und alle Abbauprodukte werden schneller abgebaut. Die körperliche Aktivität verhindert ebenfalls den Abbau der Muskelmasse und wirkt auch ausgleichend. Verzichten Sie dabei auf sehr anstrengende Sportarten und bevorzugen Sie sanfte Bewegungsarten wie Spazierengehen, Yoga, Tai Chi oder leichtes Radfahren.

Raus in die Natur

Im Frühling heißt es nichts wie raus an die Luft! Eine ausreichende Sauerstoffversorgung macht die Zellen wieder munter und der Aufenthalt in der erwachenden Natur wirkt für die Seele ausgleichend und entspannend. 

Unterstützende Nahrung

Während einer Fastenkur können bestimmte Nahrungsmittel wahre Wunder wirken. Nutzen Sie die Heilkraft von erprobten Fastenmitteln zur Unterstützung. Sie können helfen, die Verdauung wieder anzukurbeln und auch die Darmsanierung auf verschiedene Art zu fördern. Gerade in dieser Zeit ist es wichtig, dass auch wichtige Vitamine und Mineralstoffe aufgenommen werden, damit Sie fit und gesund in das neu erwachende Jahr starten können.