Gesund essen und abnehmen: 15 Diät-Irrtümer, die Sie kennen sollten

Von vermeintlich guter Ernährung bis zum Sport

Sie wollen schlank werden? Gesunde Ernährung, viel Wasser, sogar Sport – doch auf der Waage tut sich nichts? Gesund essen und abnehmen ist ein guter Weg, wenn sich dabei nicht ein paar typische Fehler einschleichen. Vermeiden Sie die 15 häufigsten Abnehm-Fehler, dann auch klappt’s mit der Wunschfigur.
 

Wie also funktioniert gesund essen und abnehmen? Lesen Sie hier, welche Irrtümer Sie kennen und vermeiden sollten, um wirklich dauerhaft schlank zu werden:

1. Smoothies sind Schlankmacher.

Hier steckt der Teufel im Detail: Ein Smoothie zum Frühstück ist eine gute Idee, ein Smoothie als Zwischenmahlzeit hingegen nicht. In einem Glas steckt deutlich mehr Obst, als Sie normalerweise im Ganzen schaffen würden. Darum enthält ein Smoothie zwar viele Vitamine, aber eben auch viel Fruchtzucker in konzentrierter Form. Betrachten Sie Smoothies als Mahlzeiten, nicht als Getränke.

2. Problemzonen kann ich wegtrainieren.

Es scheint ganz einfach – für einen flachen, definierten Bauch muss ich reichlich Sit-ups machen. Die Realität sieht leider anders aus. Wo der Körper bevorzugt Fett einlagert, hat etwas mit Veranlagung zu tun und ist kaum beeinflussbar. Durch gezieltes Training einzelner Muskelgruppen kann zwar Muskelmasse aufgebaut werden, doch entscheidend für einen flachen Bauch oder kleineren Po ist die Reduktion des Gesamtkörperfettanteils.

3. Als Vegetarierin nehme ich leichter ab.

Klingt logisch: Obst und gesundes Grünzeug, kein fettes Fleisch, keine Wurst. Da purzeln die Pfunde doch von alleine. Doch diese Rechnung geht nicht automatisch auf, denn fetter Käse, Nudeln, Weißbrot, Kuchen, Chips und Kekse sind auch vegetarisch – und alles andere als figurfreundlich. Richtig ist, Sie können mit einer kalorienbewussten vegetarischen Ernährung abnehmen. Das klappt aber auch wunderbar mit magerem Fleisch und Fisch.

4. Kartoffeln ess' ich nicht, die machen dick.

Freispruch! Ja, sie enthalten 15 bis 17 g Kohlenhydrate pro 100 g. Aber auch fast kein Fett, nur rund 70 kcal und dafür gute Ballaststoffe und wertvolles pflanzliches Eiweiß. Kartoffeln wirken außerdem basisch, das entlastet den Stoffwechsel und macht den Weg frei zum Abnehmen. Darum: wenn Kohlenhydrate, dann doch bitte Kartoffeln.

5. Einmal in der Woche wiegen reicht völlig aus.

Täglich, einmal pro Woche oder am besten nur einmal pro Monat? Eine Studie bringt Licht in die kontroverse Debatte, wie oft sich Abnehmwillige auf die Waage stellen sollten: Personen, die sich häufig, das heißt mindestens alle zwei Tage, wiegen, nahmen in mehreren Vergleichsstudien erfolgreicher ab und konnten ihr Gewicht langfristig besser halten. Außerdem sei es wichtig, sich ein exaktes Gewichtsziel zu setzen.

6. Müsli ist ein super gesundes Frühstück

Finger weg! Fertiges Müsli ist ein fieser Dickmacher. Einfache Kohlenhydrate aus nährstoffarmen Cornflakes, Rosinen, Schokolade und zugesetztem Zucker liefern leere Kalorien. Müsli besser aus guten Zutaten selbst mixen.

7. Kohlenhydrate kennen keine Uhrzeit.

Das mag zwar stimmen, doch unser Stoffwechsel kennt die Uhrzeit sehr wohl. Er tickt im Biorhythmus und braucht zu bestimmten Tageszeiten bestimmte Nährstoffe, um auf Hochtouren zu laufen. Und so bleibt es dabei, Kohlenhydrate am Abend blockieren die nächtliche Fettverbrennung und verlangsamen auf diese Weise das Abnehmen.

8. Gesunde Snacks helfen beim Abnehmen. 

Das kommt ganz darauf an. Obst ist gesund und wird gern als Snack gegessen. Doch wegen des hohen Fruchtzuckergehalts gerät der Blutzuckerspiegel aus der Balance, und die Fettverbrennung wird unterbrochen. Beugen Sie Heißhunger-Attacken mit viel Flüssigkeit vor, und haben Sie diese gesunden Low-Carb-Snacks für den Notfall griffbereit: Gurke, Radieschen, ein hart gekochtes Ei, Paprika, Tomaten, Geflügelaufschnitt oder Hüttenkäse.

9. Ich muss nur wieder mehr Sport machen.

43 Prozent der Deutschen sind davon überzeugt, dass Sport eine Diät ersetzen kann. Das ist leider falsch. Ein einfaches Beispiel: Um einen einzelnen Schokoriegel abzutrainieren, müssten Sie eine halbe Stunde joggen. Ca. 70 Prozent des Abnehmerfolgs hängt von der Ernährung ab. Sport ist „nur“ eine sinnvolle Ergänzung, aber kein Ersatz für einen Diätplan, bei dem Sie über eine längere Zeit weniger Energie aufnehmen, als Sie verbrauchen.

10. Regelmäßiges Entschlacken ist wichtig.

Das Märchen von den Schlacken hält sich hartnäckig. Die Annahme: Stoffwechselrückstände, die bei der Verdauung entstehen, lagern sich wie bei einem Ofenrohr als Schlacken im Körper ab und müssen durch Trink-Kuren regelmäßig ausgeschwemmt werden. Alles Quatsch, der Körper reinigt sich über die Nieren und den Darm selbst. Die DGE hält fest, der Begriff Entschlacken lasse sich nicht wissenschaftlich begründen.

11. Spezielle Ananas-Enzyme machen schlank.

Noch so ein hartnäckige Mythos. Das Enzym Bromelain aus der Ananas soll Proteine spalten und den Stoffwechsel anregen. Ein Zusammenhang konnte bislang jedoch in keiner Studie belegt werden.

12. Sauna-Gänge lassen Fett schmelzen.

Warum sonst sollte in jeder Sauna eine Waage stehen, wenn nicht, um den Gewichtsverlust zu dokumentieren? Schön wär’s. Die schnelle Gewichtsabnahme hat nichts mit geschmolzenen Fettpölsterchen zu tun, sondern zeigt den Wasserverlust durchs Schwitzen an. Die Haut freut sich trotzdem über den Saunabe- such und sieht straffer und strahlender aus.

13. Je weniger ich esse, desto schneller purzeln die Pfunde.

Die Waage mag Ihnen in den ersten fünf bis sieben Tagen recht geben. Danach springt das Notfall-Programm unseres Körpers an und befiehlt „Stoffwechsel drosseln, Energie sparen“. Darum folgt auf eine Crash-Diät immer der Jo-Jo-Effekt. Langfristig wird das Abnehmen sogar immer schwerer, denn der Körper merkt sich die Notsituation und schützt seine Reserven.

14. Fett macht fett.

Das denken 45 Prozent der Deutschen, obwohl das so nicht stimmt. Zu viel vom falschen Fett führt zu Übergewicht. Essenzielle Fettsäuren hingegen sollten mindestens fünf Prozent des täglichen Energiebedarfs decken, damit der Stoffwechsel problemlos arbeiten kann.

15. Hauptsache, die Kalorienbilanz stimmt.

Fast jeder Zweite glaubt, es reicht, einfach weniger zu essen und eine bestimmte Energiemenge, z. B. 1.200 Kalorien pro Tag, nicht zu überschreiten. Ernährungsexperten warnen: Das ist zu einfach gedacht. Ohne Plan kann es zu Mangelerscheinungen kommen, und wenn wichtige Nährstoffe fehlen, läuft die Fettverbrennung nicht rund.