7 typische Büro-Krankheiten: So schützen Sie sich

Es drohen nicht nur Sodbrennen, Kopf- und Rückenschmerzen

Wer am PC arbeitet, hat es gut. Man ist den ganzen Tag drinnen, Wind und Regen können einem nichts anhaben. Man darf sitzen und muss sich nicht körperlich verausgaben, etwa im Vergleich zu Altenpflegern. Stimmt! Auf den ersten Blick hört sich das prima an. Doch die Realität sieht leider anders aus. Es drohen die typischen Büro-Krankheiten!

Ob Sie es gedacht hätten oder nicht, auch im Büro lauern viele Gesundheitsgefahren! Und das bedeutet: Passen die Arbeitnehmer nicht auf sich auf, drohen schon bald typische Büro-Krankheiten, wie etwa trockene Augen und Rückenschmerzen. Und diese sind nicht nur unangenehm. Sie haben auch häufig Fehltage zur Folge. Oder aber, die Betroffenen quälen sich weiter zur Arbeit, sind aber alles andere als produktiv, was Experten als Präsentismus bezeichnen. Ein Phänomen, das in der Arbeitswelt immer öfter auftritt. Darauf verweist jetzt die Deutsche Gesellschaft für Arbeitsmedizin und Umweltmedizin (DGAUM) in München. Da stellt sich natürlich die Frage: Wie können sich PC-Arbeiter vor den vielen typischen Büro-Krankheiten schützen? Vor allem, vor den sieben verbreitetsten? Wir verraten es Ihnen.

Trockene Augen

Unsere Augen vollbringen Höchstleistung. Doch das Gestarre auf den PC macht sie trockener. Wir blinzeln weniger, und sie werden schlechter benetzt. Infolgedessen brennen sie und sind müde. Da heißt es vorbeugen! Achten Sie darauf, dass Sie oft blinzeln (ca. 15-mal pro Minute), und legen Sie etwa alle 30 Minuten eine kurze Pause ein, in der Sie den Blick in die Ferne schweifen lassen. Die Handflächen warm reiben und auf die geschlossenen Augen legen.

Handschmerzen

Wir tippen emsig auf der PC-Tastatur, betätigen die Maus. Überlasten wir dabei die Armsehnen, entzünden sie sich. Wer es erst gar nicht so weit kommen lassen möchte: Eine Handballenauflage vor der Tastatur sowie eine ergonomische Maus entlasten die Hände. Darüber hinaus tut Gymnastik gut. So z. B.: Arme leicht vorstrecken und die Hände 20-mal hintereinander schnell öffnen und schließen. Recken und strecken Sie zwischendurch die Arme und schütteln Sie die Hände aus.

Kopfschmerzen

Stehen wir unter Zeitdruck, ziehen wir die Schultern unwillentlich hoch, und die Muskeln in Nacken und Schultern verspannen sich. Das hat oft Kopfschmerzen zur Folge. Doch ab sofort ist Schluss damit! Machen Sie kleine Lockerungsübungen, z. B.: die Arme entspannt hängen und die Schultern kreisen lassen. Dann die Finger in Brusthöhe ineinander haken. Jetzt die Schulterblätter zusammen- und die Finger auseinander ziehen (ca. zehn Sekunden). Keine Zeit dafür? Eine sanfte Alternative ist Pfefferminzöl, z. B. in Euminz (Apotheke).

Sodbrennen

O je, die Mittagspause war heute nur kurz. Daher wurden Schnitzel und Fritten ruck, zuck vertilgt. Doch das rächt sich schon bald! Hinterm Brustbein brennt’s plötzlich höllisch. Die Konzentration leidet, und wir haben nur vermeintlich Zeit gespart. Besser: Am Mittag eine kleinere Mahlzeit in Ruhe genießen, das Mineralwasser enthält nicht zu viel Kohlensäure, und die Kleidung engt nirgends ein. Vor allem nicht im Magen-Darm-Trakt.

Magenschmerzen

Die Kombi aus Leistungsdruck und Versagensängsten kann schnell auf den Magen schlagen. Das kann helfen: eine Liste anfertigen und diese nach Priorität abarbeiten. Sobald etwas geschafft ist, ein Häkchen dahintersetzen. Somit haben wir schon ein erstes Erfolgserlebnis. Und statt zu verzweifeln, wenn etwas nicht auf Anhieb klappt, motivieren wir uns selbst mit den Worten: „Keine Sorge, du schaffst es! Du schaffst es! …“

Rückenschmerzen

Aufrecht und still am Tisch verharren: Das haben viele von uns in der Kindheit gelernt. Dabei ist das für den Rücken gar nicht gut. Es begünstigt sogar Schmerzen. Und daher sind Rückenschmerzen nicht nur eine der typische Büro-Krankheiten, sondern mittlerweile sogar als Volkskrankheit zu bezeichnen. Wir sollten die Position alle 15 Minuten verändern. Sogar Schaukeln wird von Experten empfohlen! Der Grund: Das sogenannte dynamische Sitzen aktiviert die Rückenmuskeln, entlastet die Bandscheiben, aktiviert verschiedene Muskeln und regt die Durchblutung an. Falls möglich: zwischendurch auch mal hinstellen, etwa beim Telefonieren, und die Treppen statt den Aufzug nehmen.