Eisenmangel – wenn Kopfschmerzen und Müdigkeit Sie plagen

Woran Sie ihn erkennen und was Sie dagegen tun können

Eisenmangel scheint schon fast zu den Volkskrankheiten zu gehören. Wenn Sie sich müde und schlapp fühlen, Sie blass aussehen und sich körperlich nicht auf dem Damm fühlen, dann kann Eisenmangel ein Grund dafür sein. Etwa 25 bis 30 Prozent der Weltbevölkerung sind davon betroffen. Vor allem Frauen leiden darunter. Statistiken sprechen von etwa 50 Prozent aller Frauen, die in Deutschland unter Eisenmangel leiden. Verantwortlich dafür sind unter anderem eine vegetarische Ernährung, intensiver Ausdauersport oder Erkrankungen, die eine richtige Aufnahme von Eisen verhindern. Doch wie entsteht Eisenmangel überhaupt? Und wie können eisenhaltige Lebensmittel zu einer richtig Ernährung beitragen?

Die Ursachen

Die Ursachen für einen Eisenmangel sind sehr unterschiedlich. Während in den westlichen Industrieländern vor allem Tumorleiden, eine starke Menstruation bei Frauen, falsche Ernährung oder chronisch entzündliche Prozesse dafür verantwortlich sind, sind in der dritten Welt eher bakterielle oder parasitäre Ursachen und Mangelernährung der Grund. Ein Eisenmangel kann aber auch bei Blutspendern, Schwangeren oder Menschen mit einer Herzinsuffizienz auftreten. 

Die Symptome 

Die Symptome bei einem Eisenmangel sind unterschiedlich und nicht immer müssen alle auf einmal auftreten. Zu Beginn verläuft die Mangelerscheinung sogar ohne Symptome. Oft beginnt ein Eisenmangel mit Abgeschlagenheit, Müdigkeit, blasser Haut und Kopfschmerzen. Die Fingernägel und Haare werden brüchig und Sie fühlen sich nicht wirklich richtig leistungsfähig. Auch Konzentrationsschwäche und innere Unruhe können ein Zeichen von Mangel an Eisen sein. Auch ein Kältegefühl, eingerissene Mundwinkel und Schwindel gehören zu den Symptomen. 

Die Diagnose

Ein Eisenmangel lässt sich relativ leicht feststellen. Dazu ist lediglich eine Blutprobe notwendig. Im Blut wird der Ferritinwert bestimmt und die Transferrinsättigung festgestellt. 

Warum ein Eisenmangel behandelt werden muss

Eisen gehört zu den wichtigen Spurenelementen. Eigentlich liegt Eisen im Körper nur in geringen Konzentrationen vor. Dennoch spielt das Spurenelement eine entscheidende Rolle im Körper. Eisen ist unter anderem für die Energiebereitstellung der Zellen unentbehrlich. Eisen wird benötigt, um den lebensnotwendigen Transport von Sauerstoff im Körper auszuführen. Das Spurenelement ist aber auch noch an vielen anderen Körperfunktionen beteiligt. Muskeln, Haut, Haare, Schleimhäute und Nägel benötigen Eisen.

Die Risikogruppen

Bestimmte Menschen sind besonders von einem Eisenmangel betroffen. Gehören Sie zu einer der Gruppen, sollten Sie Ihre Ernährung entsprechend umstellen. 

Senioren sind von einem Eisenmangel häufig betroffen. Das liegt zum einen daran, dass die Menschen meist weniger und einseitiger essen, zum anderen liegt es an Erkrankungen, welche die Eisenaufnahme behindern. Auch Medikamente können die Aufnahme hemmen. 

Mit der monatlichen Periode tritt auch ein Verlust von Eisen auf. Deshalb sind Frauen sehr häufig von einem Mangel betroffen. Bis zu 40 mg Eisen können je Periode verloren gehen. Besonders Frauen im gebärfähigen Alter leiden unter einem Eisenmangel, da sie weniger Eisen zu sich nehmen, als sie benötigen. Sie sollten deshalb bei den ersten Anzeichen testen lassen, ob ein Mangel des Spurenelements vorhanden ist und Ihre Lebensweise darauf einstellen. 

Betroffen sind auch Sportler. Vor allem, wenn Sie Ausdauersport betreiben, haben Sie einen erhöhten Bedarf an Eisen. Gleichen Sie diesen durch eine gesunde Ernährung nicht aus, kommt es schnell zu einer Mangelerscheinung, was auch Ihre Leistungsfähigkeit senkt. 

Und schließlich gehören auch Vegetarier und Veganer zu den Risikogruppen. Obwohl auch in pflanzlichen Nahrungsmitteln Eisen vorhanden ist, kann unser Körper dieses weniger gut resorbieren. Vor allem Veganer, die auch keine Milch, keine Eier und Käse zu sich nehmen, können von einem Mangel an Eisen betroffen sein. Als Vegetarier und Veganer müssen Sie deshalb darauf achten, viel Eisen zu sich zu nehmen. 

Die Ernährung 

Bei einem Eisenmangel, der in einer Fehlernährung begründet liegt, sollten Sie für eine Therapie Ihre Ernährung so umstellen, dass diese auf den Eisenmangel abgestimmt ist. Lebensmittel, die über einen hohen Eisengehalt verfügen, stehen dabei an erster Stelle. 

Zu den wichtigsten Eisenlieferanten gehören Fleisch, Eier und Fisch. Diese Lebensmittel sind den pflanzlichen Lebensmitteln vorzuziehen. Warum? Weil Eisen in tierischen Produkten als zweiwertiges Eisen vorkommt. Es verfügt über eine besonders hohe Verfügbarkeit, weil es in einer Verbindung mit Hämoglobin verfügbar ist. 

Aber auch pflanzliche Lebensmittel beinhalten Eisen. Hier sind es vor allem die Hülsenfrüchte und Haferflocken. Der viel gerühmte Spinat gehört trotz der allgemeinen Meinung nicht zu den Pflanzen mit dem höchsten Eisengehalt. Leinsamen, Linsen, Kürbiskerne, Amaranth oder Quinoa haben einen viel höheren Eisengehalt. Das ist vor allem für Vegetarier und Veganer wichtig, die unter einem Eisenmangel leiden. Dabei erleichtert Vitamin C die Eisenaufnahme. Als Vegetarier oder Veganer sollten Sie auch wissen, dass es Lebensmittel gibt, welche die Aufnahme von Eisen erschweren. 

Sind Sie von einem Eisenmangel betroffen, sollten Sie besonders mit Kaffee und Schwarztee vorsichtig sein, da diese die Aufnahme des Spurenelements hemmen. Sind die Eisenspeicher erst einmal entleert, können Sie diese nur in seltenen Fällen allein durch eine Ernährungsumstellung wieder auffüllen. Dann ist eine ärztliche Therapie notwendig.