Herzkrankheiten: Fünf Gründe, warum Frauen auf ihr Herz hören sollten

Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind keine Männersache

Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Herzinfarkt und koronare Herzkrankheit gelten als typische Männerkrankheiten. Doch Frauen sind nicht weniger gefährdet. Sie trifft es in der Regel nur später. Während bei Männern Herzinfarkte am häufigsten im Alter von 65 Jahren auftreten, sind Frauen im Schnitt erst zehn Jahre später betroffen. Nicht der einzige Unterschied zwischen den Geschlechtern: Hier kommen fünf gute Gründe, warum Frauen auf ihr Herz hören sollten.

  1. Wechseljahre schützen nicht vor Herzkrankheiten

Vor und während der Wechseljahre haben Frauen selten Herzbeschwerden. Das weibliche Hormon Östrogen sorgt dafür, dass die Blutgefäße nicht verkalken. So ist das Risiko für Arteriosklerose und Herzinfarkt gering. Doch spätestens wenn der Östrogenspiegel sinkt und die Menopause vorbei ist, ist das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen bei Frauen genauso hoch wie bei Männern.

Östrogen-Medikamente helfen dagegen übrigens wenig. Die Hormon-Präparate bewirken sogar das Gegenteil und erhöhen das Risiko für einen Herzinfarkt.

  1. Manche Risikofaktoren beeinträchtigen Frauenherzen stärker

Faktoren wie Nikotinkonsum, Übergewicht und Diabetes beeinträchtigen die Herzgesundheit eines jeden Menschen. Hohe Blutfettwerte, erhöhte Blutzuckerwerte und Nikotin sind für Frauen jedoch noch gefährlicher als für Männer. Frauen sollten diese Risikofaktoren kennen und beispielsweise die Blutwerte regelmäßig kontrollieren lassen. Daneben deckt ein Magnetresonanztomogramm (MRT) eventuelle Gefäßwandverdickungen auf, die sich bei Frauen häufig schleichend bilden und zu Herzbeschwerden führen.

  1. Herzinfarkt-Symptome von Mann und Frau unterscheiden sich

Während Männer bei einem Herzinfarkt über Schmerzen im linken Arm und Enge im Brustkorb klagen, sind die Symptome bei Frauen oftmals unspezifisch: Bauchschmerzen, Rückenschmerzen, Schwindel und Müdigkeit deuten bei Frauen auf eine Herzattacke hin. Ungewöhnliche Beschwerden sollten ernstgenommen und umgehend abgeklärt werden, etwa von einem Notarzt.

  1. Beschwerden nicht mit Alterserscheinungen verwechseln

Auch Herzschwäche weist Symptome auf, die häufig mit typischen Alterserscheinungen abgetan werden. Langfristig können Medikamente mit innovativen Wirkstoffen wie der Kombination Sacubitril/Valsartan dabei helfen, chronische Herzinsuffizienz in den Griff zu bekommen und die Lebensqualität zu verbessern.

  1. Stress ist schlecht fürs Herz

Ein gesunder Lebensstil mit ausgewogener Ernährung, viel Bewegung, kaum Alkohol und ohne Zigaretten trägt entscheidend zur Herzgesundheit bei. Zu einer herzgesunden Lebensweise gehört aber auch das Vermeiden von Stress. Frauen sollten sich Ärger im Job, Familienprobleme und Beziehungsstreit so gut es geht vom Leib halten: Bei ihnen wirken sich Stress und andere psychische Belastungen stärker auf das Herz aus als bei den Männern.

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