Meningokokken Infektion: Die unterschätzte Gefahr

Kennen Sie die Symptome dieser Erkrankung?

Nur jeder zweite Deutsche kennt die Symptome der lebensgefährlichen Meningokokken Infektion. Besonders anfällig sind Säuglinge, Kleinkinder und Jugendliche.

Die Erreger siedeln sich im Nasen-Rachen-Raum an. Jeder zehnte ist Träger der Bakterien, bemerkt aber nichts davon, da eine Meningokokken Infektion nicht immer ausbricht. Durch Husten, Niesen oder Küssen können die Erreger leicht übertragen werden.

Was genau sind denn Meningokokken eigentlich?

Das sind Bakterien. Weltweit gibt es zwölf Bakterienstämme, bei uns sind fünf davon vertreten. Eine Meningokokken-Infektion ist eine schwere Erkrankung, die in wenigen Stunden lebensbedrohlich werden kann. Die Bakterien verursachen meist eine eitrige Hirnhautentzündung, die so genannte Meningitis, seltener eine Blutvergiftung.

Welche Symptome entwickeln Betroffene bei einer Meningokokken Infektion?

Die Symptome sind oft unspezifisch und ähneln einer Grippe. Typische Anzeichen können Fieber, Erbrechen, Krämpfe, Reizbarkeit oder Schläfrigkeit sein. An einer Meningokokken Infektion kann jeder erkranken. Am häufigsten trifft es aber Säuglinge im ersten Lebensjahr, Kleinkinder oder Jugendliche. Auch ein geschwächtes  Immunsystem und Rauchen können die Empfänglichkeit erhöhen.

Kann die Infektion gut behandelt und geheilt werden?

Schon bei einem Verdacht auf eine Meningokokken Infektion müssen Erkrankte sofort ins Krankenhaus. Die Infektion wird dort mit Antibiotika behandelt. Bis zu 24 Stunden nach Einlieferung und Beginn der Therapie werden Kranke isoliert, um andere vor einer Ansteckung zu schützen.

Wie kann man sich am besten vor einer Infektion schützen?

Die Ständige Impfkommission empfiehlt eine Impfung im Alter von 12 bis 23 Monaten. Falls diese in dem Zeitraum versäumt worden ist, sollte sie unbedingt nachgeholt werden.