Nach Corona-Impfung: Was tun gegen einen Hautausschlag?

Diese Mittel verschaffen schnelle Linderung

Kurz nach einer Impfung können Beschwerden auftreten – das kennt jeder von einer ganz normalen Grippeimpfung. Manchmal kann nach einer Corona-Impfung der Körper mit einem Hautausschlag reagieren. Wir sagen, was dann zu tun ist.
 

Impfreaktionen sind etwas völlig Normales – und nicht jeder Mensch zeigt im Anschluss welche, denn sie treten ganz individuell auf! Die häufigsten Probleme sind Erkältungssymptome, ein schmerzender Arm oder gelegentlich auch blaue Flecken

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Nesselsucht: Hautausschlag nach Corona-Impfung

In wenigen seltenen Fällen wurden nach einer Corona-Impfung Hautausschläge festgestellt. Dazu gehört beispielsweise Nesselsucht. Der Hautausschlag kann sich lokal um die Einstichstelle bilden oder in besonderen Fällen den Körper überziehen. Bei Nesselsucht verspürt man einen starken Juckreiz, auch kann die Haut brennen. Es bilden sich rötliche Quaddeln, die einer Berührung mit einer Brennnessel ähneln und sich wie zuvor beschrieben so anfühlen.

Das Robert-Koch-Institut informiert darüber, wie hoch die Möglichkeit ist, nach der Impfung Hautbeschwerden zu haben. Dies ist auch abhängig vom Impfstoff:

  • Comirnaty von Biontech (bis 1 %): Geimpfte zeigten Überempfindlichkeitsreaktionen, unter anderem Ausschlag
  • Spikevax von Moderna (bis 10 %) Geimpfte zeigten allgemeinen Ausschlag sowie Ausschlag, Rötung oder Nesselsucht an der Impfstelle
  • Vaxzevria von AstraZeneca (bis und 1 %) Geimpfte zeigten Beschwerden wie Juckreiz und einen Hautausschlag
  • Janssen von Johnson & Johnson (bis 0,1 %) Geimpfte zeigten Überempfindlichkeitsreaktionen und Nesselsucht

Mehr Infos im Aufklärungsblatt zu den mRNA-Impfstoffen >>
Das Aufklärungsblatt zu den Vektorimpfstoffen >>

Juckreiz: Was tun gegen den Hautausschlag?

Wie die meisten Impfreaktionen klingt auch der Hautausschlag nach ein bis zwei Tagen ab. In dieser Zeit können Sie folgendes tun, um die Symptome zu lindern:

  • Kalte Umschläge
  • Essigwickel
  • Teewickel aus Pfefferminze und Basilikum (auch als Tee trinken)
  • Salben, die den Juckreiz lindern

Was außerdem wichtig ist: 

  • Kratzen Sie sich nicht! Das fällt zwar schwer, aber kratzen verschlimmert nicht nur den Juckreiz, die Haut kann sich dazu noch entzünden. Der Heilungsprozess wird dadurch deutlich hinausgezögert. Wenn sie sich in der Nacht unbewusst kratzen, ziehen Sie Handschuhe an, damit Sie die Haut nicht weiter verletzten.
  • Tragen Sie weite Kleidung – je weniger Hautkontakt es gibt, desto besser.
  • Vermeiden Sie Sonnenbäder
  • Verzichten Sie auf Parfums

Wenn die Beschwerden nicht nach der beschriebenen Zeit abklingen, sollten Sie einen Arzt aufsuchen. In der Regel helfen Antihistaminika, welche die Andockstellen des Botenstoffes Histamin im Körper blockieren und die allergische Reaktion lindern. Je nach Verlauf verschreibt der Arzt auch Kortisonsalben für eine schnelle und nachhaltige Linderung.

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