Offene Beine: Welche Behandlung hilft

Erfahren Sie mehr über die Behandlung von Ulcus cruris

Wenn Wunden am Unterschenkel gar nicht heilen wollen, dann ist eine langjährige Venenschwäche meist die Ursache. Wie man ein offenes Bein behandelt.
 

Offene Beine (Ulcus cruris) treten oft in Folge einer venösen, aber teilweise auch arteriellen Durchblutungsstörung auf. Die Beingeschwüre treten meist an der Innenseite des Unterschenkels auf, wobei es sich um offene, nässende Wunden handelt, die häufig Infektionen und Schmerzen bei Bewegungen nach sich ziehen.

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Behandlung eines offenes Beins

Eine Behandlungsmöglichkeit bei einem offenen Bein, das auf einer Venenschwäche beruht, ist die Kompressionstherapie, die mit Bandagen oder mit medizinischen Kompressionsstrümpfen durchgeführt wird. Sie stützt sich dabei auf zwei Säulen, denn neben den Kompressionsverbänden gehört Bewegung zur Therapie. Ziel ist es, dass das Blut wieder verstärkt in Richtung Herzen gepumpt wird und der Überfluss an Blut, der sich in den Venen angestaut hat, abtransportiert wird.

 

 

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Wundbehandlung nicht selbst durchführen

Auf keinen Fall sollte man ein offenes Bein selbst behandeln – so etwas gehört in fachgerechte Hände. Die Heilung könnte nicht nur verzögert, sondern auch zurückgeworfen werden. Offene Wunden müssen zudem regelmäßig gereinigt und abgestorbenes Gewebe entfernt werden. Grundsätzlich sollen die Verbände jedoch nicht so häufig gewechselt werden. Über die Häufigkeit und die Abstände entscheidet der Arzt, zudem ist dies je nach Patient ganz individuell.

Wenn es sich um hartnäckige Geschwüre handelt, dann ist eventuell eine Operation notwendig, eine sogenannten Shave-Op, bei der das Geschwür herausgeschnitten und die Wunde via Hautverpflanzung verschlossen wird.

Offenes Bein: Symptome

Bereits bei dem kleinsten Anzeichen sollten Sie zum Arzt gehen. Dazu gehören Hautverfärbungen am Knöchel oder Unterschenkel sowie die Entstehung von Krampfadern. Wenn auch Wunden nicht innerhalb eines normalen Zeitraums abheilen, dann könnte dies auf venöse Beingeschwüre hindeuten. Diese gehören zeitnah untersucht und behandelt. Auch geschwollene Beine und ein starkes Schweregefühl in den Beinen sind erste Anzeichen. Später können gelblich-bräunliche Verfärbungen sowie eine Veränderung der Haut hinzukommen: Sie kann zum einen dicker aber auch dünner werden – Gewebe kann durch starke Schädigung absterben. Offene, nässende Wunden können sich dann schnell ausbreiten.

Quellen: Apothekenumschau, Angio Köln