Schmerzhafte Blähungen: Diese Tipps helfen Ihnen!

Was tun, wenn es im Magen-Darm-Trakt grummelt?

Blähungen sind ein unangenehmes Thema, über das niemand allzu gerne spricht. Dabei können sie mit ein paar einfachen Tipps und Tricks ganz einfach vermieden werden. Wie Sie schmerzhaften Blähungen vorbeugen können, sehen Sie hier im Video.

Was ist die Ursache von schmerzhaften Blähungen?

Wenn es im Bauch mal wieder rumort – ein vermehrtes Schlucken von Luft, eine gesteigerte Gasbildung bei Verdauungsvorgängen und ein behinderter Gasabfluss im Darm sind ursächlich für Blähungen (in der Fachsprache Meteorismus), die mitunter auch schmerzhaft sein können. Wie genau es dazu kommt, ist unterschiedlich. Zu schnelles essen oder Probleme des Magen-Darm-Trakts sind Verursacher von Blähungen.

Eine einfache Umstellung von Gewohnheiten kann schmerzhafte Blähungen verhindern. Dabei müssen Sie sich gar nicht einmal groß einschränken. So sollten Sie, wenn Sie regelmäßig unter schmerzenden Blähungen leiden, ihr Essverhalten überdenken. Denn es kommen viele Ursachen infrage: Sind die Mahlzeiten, die Sie zu sich nehmen, eventuell zu reichhaltig? Nehmen Sie zu große Mengen auf? Essen Sie viel Kohl, Hülsenfrüchte oder andere Gemüsesorten? Davon könnte Ihr Darm überlastet sein. Auch viel Alkohol, Nikotin und Kaffee können zu schmerzhaften Blähungen führen. Ebenso stellen Süßigkeiten, Zucker, Fruchtzucker (Fruktose) oder Zuckerersatzstoffe eine große Belastung für den Darm dar, da bei ihrer Verstoffwechselung mehr Darmgase produziert werden. Können diese nicht ideal abgeführt werden, entstehen schmerzhafte Blähungen.

Wenn einen dazu Durchfall oder Bauchschmerzen tagelang quälen, dann sollte man besser den Arzt aufsuchen. Als Ursache kann auch eine Lebensmittelunverträglichkeit dahinterstecken wie beispielsweise eine Fruktoseintolleranz (Unverträglichkeit von Fruchtzucker), Laktoseintolleranz (Milchzuckerunverträglichkeit) oder Zöliakie (Glutenunverträglichkeit). Ein Reizdarm ist ebenfalls eine häufige Ursache von schmerzhaften Blähungen. Beim Reizdarmsyndrom handelt es sich um eine Funktionsstörung des Darms, für die es aber keine körperliche Ursache gibt. Hier sollte bei der Ernährung alles vermieden werden, was zu einem Blähbauch führt. Auch Stress sollte vermieden werden, denn auch die Psyche kann auf Magen und Darm schlagen. Leiden Sie regelmäßig oder gar täglich unter Beschwerden wie schmerzhaften Blähungen, können das ebenfalls Anzeichen für ernste Erkrankungen sein. Ein Arzt kann feststellen, ob eventuelle Nahrungsmittelunverträglichkeiten, Darmerkrankungen oder Darmkrebs Auslöser für die Beschwerden sind.

Hausmittel gegen schmerzhafte Blähungen

Bei akuten Beschwerden können natürliche Hausmittel wie Kräutertees, eine Wärmflasche oder eine Bauchmassage beruhigend auf Magen und Darm wirken. Folgende Hausmittel helfen gegen schmerzhafte Blähungen:

  • Tees mit Pfefferminz, Anis, Fenchel oder Kümmel
  • viel Flüssigkeit (am besten Tee und stilles Wasser)
  • Bauchmassage: Den Bauch sanft mit im Uhrzeigersinn kreisenden Bewegungen massieren
  • Wärmflasche oder ein warmes Bad
  • Rollkur: Trinken Sie eine Tasse Kamillentee. Legen Sie sich im Anschluss hin und rollen sich im fünfminütigen Wechsel vom Rücken auf die linke Seite, dann auf den Bauch und von dort auf die rechte Seite. Dies soll dafür sorgen, dass sich die Gase im Darm lösen.

Gut verträgliche Nahrungsmittel

Mit der richtigen Ernährung lassen sich Flatulenzen und andere Magen-Darm-Beschwerden vorbeugen. Folgende Nahrungsmittel sind gut verträglich und können, sofern keine Unverträglichkeit besteht, gut in die Mahlzeiten aufgenommen werden:

  • Artischocke
  • Ingwer
  • Kräutertee
  • Kartoffeln
  • Vollkornbrot
  • Zucchini
  • Karotte
  • Fenchel
  • Tomate
  • Brokkoli
  • Kohlrabi
  • Apfel
  • Birne
  • Banane
  • fettarme Milchprodukte

Schmerzhaften Blähungen vorbeugen

Leiden Sie häufig unter Verdauungsproblemen oder schmerzhaften Blähungen, können Sie schon mit ein paar kleinen Veränderungen in Ihrer Ernährung etwas bewirken. Mit diesen Tipps können Sie Blähungen vorbeugen:

  • vermeiden Sie Getränke mit Kohlensäure
  • keine üppigen Mahlzeiten, lieber mehrere kleine Portionen über den Tag verteilt
  • langsam essen und gründlich kauen
  • regelmäßiger Sport regt die Verdauung an
  • verzichten Sie auf Zigaretten
  • blähende Lebensmittel wie Kohl, Hülsenfrüchte, Zwiebeln meiden
  • Zucker und Zuckeraustauschstoffe wie Stevia meiden

Medikamente gegen Blähungen

Schnelle Hilfe bei Blähungen: Damit der Darm am Tage und nachts entspannt, kann man gegen schmerzafte Blähungen entschäumende, krampflösende oder verdauungsfördernd Medikamente rezeptfrei aus der Apotheke bekommen. Oder genießen Sie Tee mit Kümmel oder Gelbwurz, das sind alt bewährte Hausmittel. Kohlgerichte beispielsweise kann man gleich im Vorwege verträglicher machen, indem man etwas Kümmel dazugibt. 

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