Was ist Fersensporn?

Wenn jeder Schritt schmerzt

29. Januar 2018

Es ist zwar nichts zu sehen, aber den stechenden Schmerz spüren Sie. Ursache: zu große Belastung. Genauso wie ein spitzer Stein im Schuh, den man nicht rausschütteln kann – so fühlt es sich an. Der Schmerz in der Ferse ist stechend und gemein. Schätzungsweise jeder Zehnte ist davon betroffen. Aber was ist Fersensporn eigentlich und kann man etwas dagegen tun?

Ein Fersensporn bildet sich, weil der Körper kleine Risse in der Sehnenplatte mit Kalkeinlagerungen reparieren will. Diese lassen den Fersensporn entstehen, er kann bis zu 15 Millimeter lang werden. 80 Prozent der Fälle werden durch Einlagen und Dehnübungen geheilt. Aber die Patienten brauchen dafür viel Geduld – bis zu neun Monate kann das dauern.

Das falsche Schuhwerk

Ursache dafür ist immer eine chronische Überlastung der Ferse. Denn die federt bei jedem Schritt den Körper ab, und von einem gewissen Punkt an ist diese Belastung zu viel. Es entstehen kleine Risse in der Sehnenplatte, und der Körper versucht, diese Risse mit Kalkeinlagerungen zu heilen – so entsteht der Fersensporn. Er kann bis zu 15 Millimeter lang werden. Joggen auf Asphalt zum Beispiel ist oft Ursache oder Schuhe ohne Fußbett wie Ballerinas und Sandalen. Der Fersensporn selbst tut nicht weh – eine Entzündung der Sehnenplatte verursacht die Schmerzen.

Dehnübungen helfen

Als Erstes muss die Ferse entlastet werden, durch gepolsterte oder maßgefertigte Einlagen vom Orthopäden. Dazu machen Betroffene bestimmte Dehnübungen, die das Fußgewölbe stärken. Hilft das nichts, dann kommen andere Verfahren zum Einsatz: Stoßwellen sollen die Heilung beschleunigen (die Kasse zahlt nicht), Röntgenstrahlen ebenfalls (die Kasse zahlt) oder eine OP, bei welcher der Fersensporn entfernt wird. Sie gilt aber als letztes Mittel.

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