Wenn man einfach nicht mehr kann - wie geht es dann weiter?

Der moderne Mensch ist vielfältigen Belastungen ausgesetzt. Für viele ist der Alltag ein großer Stressfaktor. Das liegt häufig daran, dass die Grenzen zwischen dem Privaten und der Arbeit verschwimmen und die zeitlichen Räume, in denen man sich ausruhen und nur auf sich konzentrieren kann, immer kleiner werden. Natürlich unterwerfen wir uns der damit verbundenen Selbstoptimierung freiwillig. Das beginnt sogar schon dort, wo wir versuchen, unserer Erschöpfung Herr zu werden. Man muss ja nur Yoga machen, sich entspannen, sich einfach mal dieser oder jener Technik zuwenden. Eine Akzeptanz für Zeiten, in denen man einfach nicht kann, gibt es nicht.

Uns fehlt die Gemeinschaft

Das Problem ist hier ganz klar die Vereinzelung in der Gesellschaft. Kleinfamilien können eben nicht all das leisten, was eine große Familie oder ein ganzer Verbund an Menschen leisten kann. Jenen auffangen, der nicht mehr kann, sich um seine Kinder kümmern, ihn eine Zeit lang versorgen. Es ist ein Geben und Nehmen in einer Gemeinschaft, ein sicheres Netz. Den meisten Menschen fehlt es.

Am meisten betroffen sind Mütter und in besonderem Maße die Alleinerziehenden. Auf ihnen lastet nicht nur die ganze Verantwortung für sich selbst und den Nachwuchs, emotional und finanziell, ihnen fehlen auch die Ruhepunkte, an denen sie auftanken können. Nichts wiegt so schwer wie eine Last, die man ganz allein tragen muss. 

Zwischen Krise und Burnout

Und dann kommt sie, die Lebenskrise. Man fühlt sich erschöpft, traurig und mutlos. Man fragt sich immer öfter, warum man sich die Belastung eigentlich antut, die man täglich fühlt, und findet keine befriedigende Antwort. Dann kommen die körperlichen Symptome hinzu, denn offensichtlich hat man die Warnzeichen überhört. Schlaflosigkeit, Nervosität, Appetitlosigkeit machen sich breit. Man liegt wie gelähmt auf der Couch und bekommt es mit der Angst zu tun: Bekomme ich etwa ein Burn-out? Was ist, wenn ich gar nicht mehr aufstehen kann?

Wenn man niemanden hat, der einem eine Weile zur Hand gehen kann, ist die Angst am größten. Natürlich kann man sich krankschreiben lassen, doch der Chef wird das nicht gerne sehen. Zur Erschöpfung kommt nun noch die Angst um den Arbeitsplatz. 

Ein Burn-out kann die Existenz bedrohen 

Theoretisch ist man bei einer Erkrankung vor der Kündigung geschützt, praktisch gesehen kann es durchaus passieren, dass man seinen Job verliert, wenn man aufgrund eines Burn-outs längere Zeit nicht einsatzfähig ist. Ob der Betrieb dann aus krankheitsbedingten oder anderen Gründen kündigt, ändert nichts am Ergebnis. Wird man arbeitslos, steht die Existenz auf dem Spiel, was den Stress natürlich noch erhöht. Nach Krankengeld und eventuell ALG1 sieht die Perspektive düster aus. Wie kann man sich vor dieser Situation schützen?

Es gibt einen Schutz vor der Existenzbedrohung

Es gibt eine Sache, die man tun kann, um sich vor dieser Situation zu schützen. Allerdings muss man es tun, bevor man in die Lage kommt, also präventiv. Die Rede ist von einer Berufsunfähigkeitsversicherung, der wohl wichtigsten Versicherung, die ein Arbeitnehmer abschließen kann. Wenn man eine solche Versicherung abschließt, entscheidet man sich für einen bestimmten monatlichen Betrag, den man im Fall der Fälle monatlich ausgezahlt bekommen möchte. Dieses Geld steht einem dann in der Regel zusätzlich zur Verfügung. Die Versicherung schafft einen Einkommensausgleich und schließt die Lücke zwischen den staatlichen Leistungen und dem Aufwand für die tatsächlichen Lebenhaltungskosten.

Zwischen den einzelnen Anbietern gibt es große Unterschiede. Die Hannoversche zum Beispiel zahlt schon ab 50 % Berufsunfähigkeit und bietet die Rente auch im Pflegefall. Es besteht ein vorläufiger Versicherungsschutz sofort nach der Antragstellung. Das Besondere: Die Rente wird nach Anerkennung der Berufsunfähigkeit gezahlt, wenn man in seinem Beruf nicht mehr arbeiten kann. Es wird nicht darauf verwiesen, dass man einen anderen Beruf ausüben soll, der eventuell weniger Probleme macht.

Berufsunfähigkeit möglichst früh absichern

Die Berufsunfähigkeitsversicherung sollte so früh wie möglich abgeschlossen werden, am besten gleich mit dem Eintritt in die Berufstätigkeit. Es ist eine gute Idee, zum Ausbildungsvertrag einen solchen Schutz zu schenken, um den Nachwuchs dauerhaft abgesichert zu wissen. Wer noch sehr jung ist, zahlt nur geringe Beiträge. Zudem hat man in der Regel nur eine sehr kurze Krankheitsgeschichte, und gerade in diesem Bereich gibt es Einschränkungen beim Abschluss der Versicherung. Bestimmte Vorerkrankungen schließen einen Versicherungsschutz aus. Das gilt oft auch bei psychischen Erkrankungen, wozu der Burn-out gezählt werden kann.

Fazit: Dem Burn-out auf vielerlei Weise vorbeugen

Ein großer Teil der Bevölkerung hat irgendwann im Leben mit Erschöpfung zu kämpfen, für manche wird das zu einem bedrohlichen Zustand. Ganz vorbeugen kann man dem nicht, denn es kann im Leben immer wieder zu belastenden Situationen kommen, die man einfach nicht in der Hand hat. Natürlich kann man versuchen, geistig und körperlich stabil zu sein und dadurch eine hohe Resilienz zu entwickeln, die einem durch Krisenzeiten hilft. Doch ob das so gezielt möglich ist, ist fraglich.

Dem finanziellen Ruin im Falle einer Berufsunfähigkeit kann man jedoch leicht vorbeugen, und zwar mit einer Berufsunfähigkeitsversicherung. Diese sollte man so früh wie möglich im Leben abschließen. Je jünger man ist, umso niedriger sind die Beiträge. Zudem gibt es meist noch keine Vorerkrankungen, die einen Schutz ausschließen.

Natürlich kann man mit einer solchen Versicherung den Burn-out nicht bekämpfen. Zumindest kann man aber seine finanzielle Existenz sichern und wenigstens diese Last von den Schultern haben.