Zwischenblutungen: Was kann das bedeuten?

Ursachen

Der bräunliche Ausfluss bei Zwischenblutungen tritt oft überraschend auf und verunsichert die Betroffenen. Meist ist er harmlos. Aber manchmal kann er auch eine ernste Ursache haben. Wir klären Sie über die wichtigsten Fakten auf.

Ursachen für Schmierblutungen

Zwischenblutungen werden auch Schmierblutungen genannt und treten außerhalb der Regel auf. Sie können nach wenigen Stunden vorüber sein oder auch mehrere Tage dauern. Die Ursachen sind vielfältig und geben nur selten Anlass zu ernster Sorge – sie sollten aber auch nicht einfach ignoriert werden. Wenn Zwischenblutungen regelmäßig auftreten, sollten Sie unbedingt einen Arzt aufsuchen. 

Hormonelle Umstellungen verursachen bräunlichen Ausfluss

Der weibliche Zyklus ist ein hochsensibles Zusammenspiel von Hormonen. Er beginnt mit der ersten Menstruation in der Pubertät und endet nach den Wechseljahren mit der letzten Monatsblutung. In beiden Fällen müssen sich die Hormone erst einpendeln, der Zyklus schwankt stark und dadurch kommt es zu Schmierblutungen. Alle diese Gründe sind harmlos, sollten aber weiter beobachtet werden. 

Zwischenblutung trotz Pille

Die Pille greift in den Hormonhaushalt ein – wenn man mit der Pille gerade begonnen hat oder auf ein anderes Präparat umsteigt, sind Zwischenblutungen häufig der Fall und in der Regel harmlos. Meist klingen sie nach wenigen Tagen wieder ab. Diese Schmierblutungen sind auch nicht so stark wie die normale Regelblutung. Bei Unterleibsschmerzen oder Fieber sollten Sie einen Arzt aufsuchen.

Auch die Psyche spielt eine Rolle

Aber auch die Psyche übt einen großen Einfluss aus: So können Stress, Trauer, Liebeskummer oder Freude durchaus Auslöser für Zwischenblutungen sein.

Einnistungs-Blutung als möglicher Grund

Wenn sich bei einer beginnenden Schwangerschaft das befruchtete Ei in die aufgebaute Gebärmutterschleimhaut einnistet, können dabei kleine Gefäße verletzt werden. Dies macht sich bei etwa einem Drittel der Frauen als kurze, hellrote Blutung bemerkbar.

Entzündung der Eileiter

Treten neben Zwischenblutungen starke Unterbauchschmerzen, Erbrechen, Fieber und Schmerzen beim Geschlechtsverkehr auf, sollte man sofort zum Arzt gehen. Die Entzündung kann chronisch werden und unfruchtbar machen.

Schmierblutungen durch Myome oder Polypen

Häufig sind Frauen zwischen 35 und 50 Jahren von Myomen betroffen. Das sind gutartige Wucherungen in der Gebärmutter, die aber oft lang anhaltende Menstruationen und Schmierblutungen verursachen. Auch Polypen an der Gebärmutter können den Ausfluss verursachen, dazu kommt ein Fremdkörpergefühl sowie Schmerzen beim Sex. Bitte den Arzt zu Rate ziehen.

Blutungen als möglicher Hinweis für Gebärmutterhalskrebs

Der Tumor wird meist durch den Humanen Papillomavirus (HPV) verursacht. Er wächst schmerzfrei und unbemerkt. Gelegentliche Schmierblutungen oder Blutungen beim Geschlechtsverkehr können ein erster Hinweis auf Gebärmutterhalskrebs sein. Ein Abstrich kann Klarheit schaffen.

Tagebuch führen

Damit Ihr Frauenarzt sich ein besseres Bild von dem Problem verschaffen kann, ist es hilfreich, wenn Sie ein Tagebuch über die Schmierblutungen führen: Wann treten sie auf? Wie häufig? Wie stark? Sie können das gleiche Tagebuch verwenden, in dem Sie Ihre Regelblutungen dokumentieren. Notieren Sie stets alles sorgfältig und nehmen Sie die Aufzeichungen zu Ihrem Arzttermin mit.

Datum: 29.01.2021

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