Die magischen 11 homöopathischer Mittel

Sanfte Hilfe bei Alltagsbeschwerden

24. Juni 2016

Die Nachfrage nach homöopathischen Mitteln in Form von Tabletten, Tropfen und den kleinen Kügelchen mit dem lateinischen Namen Globuli ist in den letzten zehn Jahren deutlich gestiegen. Kein Wunder, dass sich immer mehr Schulmediziner in Homöopathie fortbilden lassen und die sanften Mittelchen ergänzend einsetzen.

Erfinder der homöopathischen Mittel ist übrigens Samuel Hahnemann (1755-1843), der bereits vor über 200 Jahren entdeckt hat, dass Ähnliches durch Ähnliches geheilt wird.

Dosierung homöopathischer Mittel

Für die Selbsttherapie mit homöopathischen Mitteln – und wenn nicht anders verordnet – sind Sie mit D12-Potenzen auf der sicheren Seite. Je nach Stärke der Beschwerden zwei bis vier Mal pro Tag je drei Globuli oder Tropfen nehmen. Bei Besserung reduzieren, bis die Beschwerden abklingen. Nach spätestens 14 Tagen die Einnahme ganz beenden.

Anwendung homöopathischer Mittel

Lassen Sie Tabletten und Globuli langsam unter der Zunge zergehen, und behalten Sie Tropfen vor dem Schlucken einige Zeit im Mund. Wichtig: eine halbe Stunde vor und nach der Einnahme keinen Kaffee oder Tee trinken und nicht die Zähne putzen. Denn Zahnpasta enthält oft ätherische Öle wie Menthol, die die Wirkung homöopathischer Mittel beeinträchtigen können.

Hals-Nase-Ohren

Belladonna

Homöopathie kann auch Halsschmerzen oder Schnupfen lindern. Belladonna ist dabei das wichtigste homöopathische Mittel bei allen akuten Entzündungen, besonders im Kopfbereich. Ob nun bei einer Mandelentzündung, Beschwerden in den Nasennebenhöhlen oder bei einer plötzlich auftretenden Mittelohrentzündung – Belladonna hilft.

Rücken

Rhus toxicodendron

Gleich nach dem Aufstehen ist es am schlimmsten: Der Rücken schmerzt, die Gelenke sind steif, jede Bewegung tut weh. Sie fühlen sich auch morgens oft so oder nach längeren Ruhephasen? Dann ist Rhus toxicodendron das richtige homöopathische Mittel für Sie. Auch bei Rheuma ist es sehr empfehlenswert.

Hormone

Pulsatilla

Das ist das am häufigsten gekaufte Homöopathikum für die Frau. Ob hormonelle Störungen in der Pubertät, während der Schwangerschaft oder in den Wechseljahren – dieses Mittel bringt die Hormone wieder ins Gleichgewicht. Hilft auch bei PMS

Magen-Darm

Nux vomica

Die so genannte Brechnuss hat eine zentrale Wirkung auf unseren Verdauungstrakt und hilft so erfolgreich bei Übelkeit und Erbrechen, Blähungen, Krämpfen, Bauchschmerzen, Verstopfung sowie Durchfall.

Verletzungen

Arnica

Egal, ob ein blauer Fleck, eine Beule, Prellungen oder Stauchungen – bei allen stumpfen – also nicht offenen – Verletzungen, ist Arnica die unumstrittene Nummer 1. Es gibt sie zum Einnehmen und als homöopathische Salbe für die äußere Anwendung.

Kopfschmerzen

Gelsemium

Nach der Erfahrung des bekannten österreichischen homöopathischen Arztes Prof. Dr. Mathias Dorcsi (1923-2001) hilft bei rund 80 Prozent aller Kopfschmerzen Gelsemium – auch Wilder Jasmin genannt. Er hat sich vor allem bei Schmerzen im Hinterkopf, Stirnbereich und bei Migräneattacken bewährt. Zur akuten Behandlung empfiehlt er die Potenz D4.

Haut & Allergien

Sulfur

Das homöopathische Mittel ist bei chronischen Beschwerden wie Allergien und Hautkrankheiten sehr zu empfehlen. Wichtig: Da Sulfur über die Haut entgiftet, kann es Ausschläge hervorbringen. In der Homöopathie spricht man von der so genannten Erstreaktion.

Psyche & Nerven

Ignatia

Die Homöopathie hilft nicht nur bei körperlichen Beschwerden, sondern auch bei seelischer Verstimmung, Unruhe und Nervosität sowie bei Angstzuständen und Schlafstörungen. Die Ignatiusbohne ist eine wertvolle Seelentrösterin, die die Psyche aufhellt.

Gelenke

Bryonia

Sie fühlen Schmerzen in jedem Muskel? Es sticht, zieht und reißt, und sobald Sie sich bewegen, wird alles nur noch schlimmer? Dann könnte Bryonia das Mittel sein, das Ihnen Linderung und neue Beweglichkeit bringt. Ideal bei Rheuma, aber auch bei Hexenschuss.

Blase & Nieren

Apis

Eines der hilfreichsten Mittel bei Blasen- und Harnwegsbeschwerden ist das Gift der Honigbiene: Apis. Der Stich einer Biene ruft brennende oder stechende Schmerzen hervor, wie sie bei einer Entzündung in diesem Bereich sehr typisch sind. Hier gilt dann das Umkehrprinzip.

Fieberhafte Infekte

Aconitum

Dieses Mittel senkt Körpertemperaturen von über 38 Grad Celsius und hat sich daher zur Behandlung fieberhafter Infekte seit Jahrhunderten bewährt. Wer bereits beim ersten Frösteln zu Aconitum greift, kann einen drohenden Infekt oft schon im Anfangsstadium abfangen.

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