Körper entgiften: Detox-Tipps für Leber, Niere & Co.

Detox ganz natürlich

Fast-Food, Alkohol, Kaffee, Medikamente und Umweltgifte – wir nehmen täglich Schadstoffe auf, auch über Haut und Lunge. Zwar wird der ganze „Unrat“ in der Regel von unseren Entgiftungsorganen Leber, Nieren und Darm entsorgt. Auf Dauer stresst sie das aber und sie fangen an streiken oder schlapp zu machen. Dann sollten wir unseren Körper entgiften. Die besten natürlichen Detox-Tipps kommen hier.

Damit es gar nicht so weit kommt, sollte man den Organen regelmäßig Verschnaufpausen gönnen, sie mit sanften Mitteln in Schwung bringen und Ballast abwerfen. Ergebnis: weniger Beschwerden, mehr Power. Und das ein oder andere Pfund weniger sowie klarere Haut gibt es gratis dazu. Möglichkeiten zu entgiften („detoxen“) gibt es viele – die meisten lassen sich problemlos in den Alltag integrieren. Eine Möglichkeit: die Ernährung auf mehr basische Lebensmittel umstellen.

Mit basischer Kost Übersäuerung ausgleichen 

Besonders ungesunde und süße Speisen bringen auf Dauer unseren Säure-Basen-Haushalt durcheinander. Wir werden sauer. Das kann sich in chronischen Beschwerden, aber eben auch in Gereiztheit äußern. Eine Übersäuerung lässt sich mit basischen Lebensmitteln wie Gemüse, Obst, Mandeln oder Paranüssen ausgleichen. Auch mit mineralstoffreichem Basenpulver kann man den Säure-Basen-Haushalt wieder in Balance bringen.

Test: Sind Sie übersäuert?

Detox-Tees

Detox-Tees sollen den Körper beim Entgiften unterstützen, wobei Kräutertees, am besten in Bio-Qualität, eher geeignet sind als Früchtetees. Beim Kauf sollten Sie darauf achten, dass sie frei von zugesetzten Aromastoffen sind.

  • Sinnvoll sind zum Beispiel Pflanzen wie Löwenzahn, der Leber, Galle und Niere stärkt, verdauungsfördernder Fenchel oder Ingwer, der dem Stoffwechsel ordentlich einheizt.

Artischocke

Setzen Sie statt auf Süßes auf Bitterstoffe! Die helfen beim Entgiften des Organismus, bringen den Säure-Basen-Haushalt ins Lot und helfen bei körperlichen Beschwerden.

  • Klassisches Beispiel für Bittergemüse ist die Artischocke, deren Bitterstoffe man nicht weggezüchtet hat. Sie enthält einen ganzen Wirkstoff-Cocktail aus gesundheitsfördernden Substanzen, die vor allem in den Blättern stecken. Artischocken bringen die Produktion der Galle in Schwung, so dass Giftstoffe abgebaut werden. Und sie hilft bei der Verdauung von besonders fettreichem Essen.

Brennnessel

Um die Nieren bei ihrem Job zu unterstützen, sollten Sie reichlich und regelmäßig trinken. Nicht nur Wasser.

  • Auch Smoothies, Saft oder Tee aus Brennnessel kurbeln die Nieren-Tätigkeit an. Die Heilpflanze wirkt harntreibend und blutreinigend. Das liegt zum einen an entwässernden Flavonoiden. Zum anderen ist das Kraut reich an Mineralien wie Kalium, Kalzium und Kieselsäure, wodurch es „basisch“ wirkt und einer Übersäuerung des Körpers gegensteuern kann. Zudem ist Brennnessel eine gute Eisen und Vitamin C-Quelle.

Mariendistel

Auch andere Heilpflanzen haben Detox- Effekte. Das beste Mittel, das die Natur für eine gestresste Leber parat hält, ist Silymarin aus der Mariendistel. Ein Flavonoidmix, der dafür sorgt, dass leberschädigende Gifte nicht eindringen können, und die Regenerationsfähigkeit des Entgiftungsorgans verbessert.

  • Für eine Kur können Sie standardisierten Trockenextrakt aus den Früchten nehmen. Gibt es als Kapseln u. a. in der Apotheke.

Fußbäder und -Pads

Auch über die Füße kann man entgiften, zum Beispiel mit Hilfe eines 30- bis 60-minütigen Fußbades mit Basenpulver oder Rügener Kreide, die entsäuernd wirken.

  • Für eine Entgiftung über Nacht gibt es Detox-Pflaster, die z. B. mit Bambusessig und Turmalin angereichert sind. Sie werden vorm Schlafengehen auf die Sohlen geklebt.

Yoga-Übungen

Einige Yoga-Haltungen halten den Stoffwechsel auf Trab und helfen Giftstoffe loszuwerden. Vor allem Drehungen wie der Drehsitz stimulieren die Verdauungsorgane. 

  • Und durch tiefes Ausatmen werden bis zu 70 Prozent aller Schadstoffe ausgepustet, die wir über die Luft aufnehmen.

Saftfasten – mit Sellerie

Mit mehrtägigem Saftfasten, auch „Cleanse“ genannt, bekommt die Verdauung eine Verschnaufpause. Verwendet werden kaltgepresste Säfte, die man sich selbst mixen oder online zusammenstellen kann.

  • Im Trend liegt zum Beispiel Saft aus Staudensellerie. Reich an Kalium, Kalzium und Magnesium, soll er Giftstoffe ausspülen, die Verdauung regulieren und ein echter Energy-Drink sein. Zudem ist er kalorienarm.

Körper-Peelings: Freie Bahn für neue Zellen

Detoxen geht auch äußerlich: Ein Körper-Peeling schenkt der Haut neue Strahlkraft, löst den Grauschleier aus abgestorbenen Hornschüppchen und macht die Bahn frei für frische Zellen. Gibt es fix und fertig zu kaufen. Sie können sich aber auch aus 1 EL Zucker und 2 EL Olivenöl leicht eines selbst mixen. Dann die Paste in kreisförmigen Bewegungen in die noch leicht feuchte Haut massieren. Ayurveda-Experten schwören auf die Massage mit dem Rohseidenhandschuh: Sie aktiviert den Stoffwechsel und bringt die Lymphe in Schwung.

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