Nerven beruhigen mit Lavendel

17. Februar 2016

Zum Nerven beruhigen, gegen Kopfschmerzen, zum besseren Einschlafen, ob als Tee, Öl oder Gewürz: Lavendel, die Pflanze aus der Provence, ist ein Alleskönner. Sie sieht hübsch aus, duftet betörend, beruhigt und entspannt.

Dass Lavendel mehr ist als eine hübsche Blume, das wusste auch Hildegard von Bingen (1098 bis 1179). Sie empfahl ihn gegen Läuse und für klare Augen. Die Römer haben ihn als Badezusatz genommen, woher auch sein Name stammt: „Lavare“ heißt „waschen“ auf Latein.

Nerven beruhigen und besser einschlafen

Echter Lavendel hat eine beruhigende, krampflösende und antiseptische Wirkung. Er wird vor allem zum Nerven beruhigen, gegen Stress, Migräne und bei Schlafproblemen eingesetzt. Gibt man einige Tropfen Lavendel-Öl aufs Kopfkissen, schläft man tiefer. Auch unter Fernreisenden, die sich an einen veränderten Tag-Nacht-Rhythmus gewöhnen müssen, gilt er als Geheimtipp, um besser einschlafen zu können. Wem der Duft zu stark ist: Präparate zum Einnehmen aus der Apotheke (z. B. Lasea) helfen ebenfalls bei Schlafstörungen, Ängsten und innerer Unruhe. Die beruhigende Lavendel-Wirkung ist inzwischen wissenschaftlich dokumentiert.

Ein paar Tropfen auf der Haut sorgen für Heilung

Das ätherische Lavendelöl hilft bei fast jedem Wehwehchen: Verbrennungen, Hautabschürfungen, Schnittwunden, Prellungen, Entzündungen oder auch Insektenstiche. Ein paar Tropfen auf der betroffenen Stelle sorgen für eine schnelle Heilung. Als Badezusatz findet er Anwendung bei Muskelkater, Gicht, Ischias und Rheuma. Wer nicht auf eines der zahlreichen Fertig-Produkte zurückgreifen will, kann auch eine Tasse Lavendelblüten (Apotheke) mit einem Liter Wasser aufkochen, durchsieben und dann ins heiße Badewasser geben.

Als Tee mindert das blaue Kraut Magen-Beschwerden

Auch innerlich entfaltet das blaue Kraut seine wohltuende Wirkung. Als Tee hilft es gegen Blähungen und Magen-Darm-Beschwerden und fördert den Appetit. Abends vorm Schlafengehen ist ein heißer Lavendeltee gut geeignet zum Nerven beruhigen und ein prima Schlummertrunk. Für eine Tasse lässt man einen Teelöffel der Blüten fünf Minuten lang ziehen. Das Wasser sollte nicht zu heiß sein, da sonst die Inhaltsstoffe zerstört werden. Experten empfehlen allerdings nicht mehr als zwei Tassen am Tag zu trinken, da Lavendel die Schleimhäute reizen kann. Lavendeltee sollte auch nicht über einen längeren Zeitraum getrunken werden, da sich die Wirkung durch Gewöhnung abschwächt.

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