Sanfte Kräuterkur: So wirkungsvoll kann die Natur sein

Diese natürlichen Helfer tun Ihnen jetzt richtig gut

Für eine Kräuterkur ist immer der richtige Zeitpunkt, denn das eine oder andere Organ kann Unterstützung gut gebrauchen. Mit diesen wirksamen Rezepten aus der Natur-Apotheke können Sie Ihrer Gesundheit auf die Sprünge helfen.

Kräuterkur: Das kleine Einmaleins der Kräuter und ihrer Wirkungen

Mariendistel entlastet die Leber

Die Mariendistel ist die wichtigste Heilpflanze bei Lebererkrankungen, und sie regt die Regeneration der Leberzellen an.

  • Genuss-Kur: Für eine vierwöchige Kur benötigen Sie 450 Gramm Mariendistelsamen (Apotheke). Geben Sie täglich 12 bis 15 Gramm fein gemörserte Samen dem Essen zu, etwa in die Salatsoße, ins Müsli oder in den Jogurt.
  • Tee-Kur: Bei Verdauungsbeschwerden hat sich auch eine Teekur bewährt. Pro Tasse 5 Gramm Samen (2 TL) im Mörser zerstoßen, mit Wasser überbrühen, 15 Minuten ziehen lassen, abseihen. Jeweils eine halbe Stunde vor den Mahlzeiten trinken – 4 bis 10 Wochen lang täglich drei Tassen.

Johanniskraut hellt die Stimmung auf

Die sonnengelbe Heilpflanze wirkt wie eine Lichttherapie von innen. Vor allem in der dunklen Jahreszeit hellt es die Stimmung auf und mildert Ängste.

  • Frischpflanzen-Press-Saft-Kur: Im Reformhaus, Naturkostladen oder in der Apotheke gibt es verschiedene Johanniskrautpräparate. Wie wär’s mal mit Frischpflanzen- Press-Saft? Er ist um einiges wirksamer als das Teekraut. Einfach zwei Mal täglich vor den Mahlzeiten zehn Milliliter Press-Saft unverdünnt oder mit etwas Flüssigkeit einnehmen. Dauer: mindestens vier Wochen.
  • Wichtig! Bei Depressionen kann Johanniskraut eine ärztliche Behandlung nicht ersetzen.

Weißdorn schützt das Herz

Weißdorn stärkt die Muskelkraft des Herzens und den Herzrhythmus, reguliert den Blutdruck und verbessert die Durchblutung der Herzkranzgefäße, was die Sauerstoffversorgung verbessert.

  • Tee-Kur: Ein Teelöffel (1 Gramm) Blüten und Blätter mit einer Tasse kochendem Wasser überbrühen, zugedeckt 15 Minuten ziehen lassen, abseihen. Sechs Wochen drei Mal täglich eine Tasse Tee trinken. Eventuell mit etwas Honig süßen.
  • Mischungen: Bei hohem Blutdruck: Je 20 Gramm Weißdorn, Melisse, Lindenblüten, Schafgarbe und Mistelblätter. Bei niedrigem Blutdruck: Je 25 Gramm Weißdorn, Rosmarin, Schafgarbe und Thymian als Tee mischen.

Thymian kräftigt die Lunge

Thymian ist vor allem bei Bronchialerkrankungen gut zur Therapie geeignet. So hält das Kraut die Lungen frei von Erregern, löst Sekrete und verflüssigt den Schleim – also super in der Erkältungszeit.

  • Tinktur-Kur: Nehmen Sie vier Wochen lang täglich drei Mal je 25 Tropfen Thymiantinktur (aus der Apotheke) ein.
  • Selbermach-Tipp: Wer im Garten Arznei-Thymian hat (Thymus vulgaris oder Thymus zygis), kann sich seine Tinktur auch selbst machen: geschnittenen Thymian in ein Schraubglas geben, mit Wodka (40%ig) auffüllen. Drei Wochen ziehen lassen, täglich schütteln, dann in kleine Flaschen mit Pipettenverschluss abfüllen.

Rosenwurz stärkt die Nerven

Rosenwurz macht einen wachen Kopf und steigert die geistige Leistungsfähigkeit. Super vor allem in Stress-Situationen.

  • Präparate-Kur: In der Apotheke gibt es den Rosenwurz-Extrakt in Kapsel- und Drageeform. Einfach nach Packungsbeilage das Präparat etwa drei Monate lang anwenden. Achten Sie darauf, dass Sie das Präparat morgens und mittags nehmen. Nicht später, da es das Einschlafen stören kann.
  • Übrigens: Probieren Sie auch mal einen Tee aus Rosenwurz. Der geriebenen Wurzel entströmt ein ganz feiner Rosenduft. Dieses Aroma durchzieht auch den Tee.
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