So hängt unser Mundraum mit dem Immunsystem zusammen

Zähne und Gesundheit

08. Mai 2020

Unsere Gesundheit ist das höchste Gut, das wir besitzen. Geht es uns einmal nicht gut oder fühlen wir uns nicht richtig, kann uns das schon mal etwas aus der Bahn werfen. Vor allem im Zahnbereich können Schmerzen oder andere Beschwerden sehr unangenehm sein. Zudem kann das Immunsystem dadurch beeinflusst werden. Erkrankungen, wie etwa Karies oder Parodontitis können den ganzen Körper beeinflussen und sogar schwere Krankheiten verursachen. Auf der anderen Seite kann aber auch das Immunsystem Signale an den Mund senden, wodurch man merkt, dass sie möglicherweise etwas geschwächt sind.

Unser Immunsystem

Man kann es sich wie eine Art Schutzschild oder eine körpereigene Verteidigung vorstellen. Das Immunsystem hält Krankheitserreger, wie etwa Viren, Bakterien, Parasiten oder Pilze, davon ab, sich in unserem Körper breit zu machen. Dabei kann man nicht sagen, dass das Immunsystem an nur einem Ort sitzt. 

Im Prinzip sind die vielen Funktionen über den ganzen Körper verteilt. Einen Beitrag für die Abwehrkräfte leisten diverse Organe, zum Beispiel die Milz, die Thymusdrüse und das Lymphgewebe. Aber auch dort, wo die Erreger auf den Körper treffen und eindringen können muss einiges geleistet werden. Unter anderem bei den Schleimhäuten im Mund oder im Rachen. Ebenfalls sehr wichtig für das Immunsystem ist der Darm. Damit das Immunsystem reibungslos funktionieren kann, sollte man mit der richtigen Ernährung, Bewegung und ausreichend Erholung die Abwehrkräfte stärken. 

Mund und Gesundheit

Der Mund ist quasi der Eingang in unseren Körper. Vor allem hier müssen die Abwehrkräfte funktionieren. Wenn beispielsweise durch eine Erkrankung eines oder mehrerer Zähne Schwächen entstehen, weil sich das Immunsystem darum kümmern muss, können andere Krankheitserreger schneller in den Körper eindringen. Viele Experten sehen zudem einen Zusammenhang zwischen dem Zustand des Mundes und dem Zustand des Immunsystems. Menschen mit Parodontitis oder schlechter Mundhygiene, wie etwa mit Zahnstein oder abgebrochenen Zähnen, sollen ein höheres Risiko für Herzerkrankungen haben. 

Ist das Immunsystem mit einer Entzündung am Zahn beschäftigt, haben es andere Krankheitserreger leichter in den Körper zu kommen. Man ist also anfälliger für beispielsweise eine Grippe oder eine Erkältung.

Deshalb ist es wichtig, bei den kleinsten Anzeichen bereits den Zahnarzt aufzusuchen. Kann man beispielsweise einen Zahn nicht mehr retten, sollte man sich zudem für ein Zahnimplantat entscheiden, denn nur so kann garantiert werden, dass das Gebiss seine voll Funktionsfähigkeit wieder zurückerlangen kann, da es sich hierbei um einen vollwertigen Ersatz für die Zähne handelt. Denn ein kranker oder sogar toter Zahn kann den gesamten Körper schwächen. 

Verbindung Organ und Zahn

Man sagt, dass an jedem Zahn ein Organ hängt, also eine Verbindung besteht. Zumindest ist das laut der traditionellen chinesischen Medizin so. Gibt es beispielsweise bestimmte Kieferbereiche, die häufig wehtun oder Bereiche an denen es immer öfter zu einer Zahnfleischentzündung, kann das auf bestimmte Organe zurückzuführen sein. 

 - Schneidezähne: Sie sollen mit den Geschlechtsorganen und mit der Blase und den Nieren verbunden sein. Das gilt sowohl für die oberen als auch die unteren Schneidezähne. 
 - Eckzähne: Die oberen und unteren Eckzähne werden meist mit der Leber, der Galle und dem Auge in Verbindung gebracht.
 - Hintere Backenzähne: Sie sollen eine Verbindung zum Herzen, zum Ohr sowie zu Magen und Darm haben. 
 - Vordere Backenzähne: Sowohl die oberen als auch die unteren vorderen Backenzähne sollen in Verbindung mit der Nase, der Lunge und mit der Bauchspeicheldrüse stehen. 

Wenn man also häufig unter Beschwerden an diesen Organen leidet oder häufig Zahnbeschwerden in bestimmten Mundbereichen hat, sollte man einen ganzheitlichen Zahnarzt aufsuchen. Er kann einem dabei helfen, die Symptome zu analysieren und den Ursachen der Beschwerden auf den Grund zu gehen. 

Vom Zahn in den Körper

Ist ein Zahn krank, kann sich das also am jeweiligen Organ zeigen und umgekehrt. Allein deshalb sollte man sich möglichst früh um Erkrankungen im Mund und insbesondere an den Zähnen kümmern. Erfolgt beispielsweise keine Behandlung einer Entzündung, könnten also entsprechende Organe geschädigt werden. Zudem belastet die Entzündung selbst den Körper, da sich die Bakterien, weil sie nicht bekämpft werden im Körper verbreiten. 

Über Nerven und Blutgefäße sind die Zähne mit dem restlichen Körper verbunden. Bei einer Entzündung ist genau diese Verbindung der Eingang für die Bakterien, um in den Körper zu gelangen. Vor allem wenn die Abwehrkräfte geschwächt sind, aus welchen Gründen auch immer, können diese Bakterien großen Schaden im Körper anrichten. Vor allem Neugeborene oder ältere Menschen, bei denen das Immunsystem nicht beziehungsweise noch nicht so ausgebildet ist, sind anfällig für Krankheitserreger, die über den Mundraum in den Organismus gelangen. 

Zahnpflege

Um das Immunsystem und den Körper mit all seinen Organen zu stärken sollte man eine gründliche Zahnpflege also nicht unterschätzen. Denn ansonsten kann es zu dauerhaften Entzündungen kommen und das macht den Körper krank. Eine gute Zahnhygiene hält also nicht nur die Zähne schön, sondern macht auch gesund. 

Mindestens zweimal täglich sollte man die Zähne putzen. Nach jedem Putzen sollte man Zahnseide oder Bürsten für die Zwischenräume verwenden, um die letzten Beläge zu entfernen. Die Reinigung der Zunge sorgt für weniger Bakterien und besseren Atem. Zudem sollte man auf das Rauchen und zu viel Kaffee, Rotwein und Tee verzichten. 

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