Top-Reiseziele für Sommer 2018: Urlaub für die Bronchien

Wo die Lunge Kraft tankt

Ans Meer oder doch lieber in die Berge? Für alle, die auf ihre Lunge achten müssen, hat diese Frage eine ganz besondere Bedeutung. Denn das Klima am Ferienort kann wohltun, es kann aber auch die Beschwerden verschlimmern. Antworten auf die wichtigsten Fragen:

Stimmt es, dass Seeluft bei chronischer Bronchitis guttut?

Ja. Denn am Meer herrscht Reizklima. Wind, UV-Strahlung, Salz und Luftfeuchtigkeit machen dieses ganz spezielle Klima aus. Vorn am Wasser, in der Brandungszone, enthält die Luft winzige Salzwassertröpfchen, die bis in die Bronchien und die Lungenbläschen vordringen, das „marine Aerosol“. An der Ostsee ist das Reizklima milder. 

Ist eine steife Meeresbrise auch hilfreich bei COPD?

Das kommt darauf an. Generell ist salzhaltige Luft gut für Patienten mit dieser Atemwegserkrankung. Aber manche vertragen das raue Klima nicht besonders. So können die salzhaltige Luft und das Reizklima an der See die Atemwege bei COPD stärker belasten, sodass die Patienten schlechter Luft bekommen. Auch Nebel, Wind und Kälte können Atemnot verursachen.

Wie sieht’s aus mit Städtereisen?

Das ist keine besonders gute Idee. Gerade die Luftverschmutzung in größeren Städten, die Abgase und der Feinstaub macht Asthma- und COPD-Patienten zu schaffen, und auch bei chronischer Bronchitis sind solche Touren und Städtereisen nicht empfehlenswert. 

Ist die reine und dünnere Bergluft wirklich gut für die Lungen?

Ja. Von der nahezu staub- und pollenfreien Luft profitieren fast alle Menschen mit Atemwegsproblemen. Ab 1.200 Meter Höhe gibt’s keine Milben, keinen Feinstaub und kaum Pollen mehr – ideale Bedingungen also für Allergiker und Asthmatiker. Und auch die Berge haben ein Reizklima, es beginnt ab 1.300 Meter und ist optimal für Lunge und Bronchien. Aber generell gilt für alle Patienten mit einer Atemwegserkrankung: Vor dem Urlaub sollte man unbedingt einen Check beim Arzt machen lassen.