Top-Reiseziele für Sommer 2018: Urlaub für die Bronchien

Wo die Lunge Kraft tankt

In diesen Ferienorten atmen Sie richtig gute Luft - sie ist frei von Schadstoffen, Pollen und Allergenen. Helgoland ist Deutschlands einzige Hochseeinsel und liegt rund 70 Kilometer vor der Nordseeküste. Deshalb ist die Luft ganz besonders rein und pollenarm, und sie ist reich an Jod und Sauerstoff. www.helgoland.de Bad Gastein: Rund um den Kurort im Salzburger Land lässt es sich herrlich in den Bergen wandern. Und: Hier gibt es auch einen Heilstollen, in dem Patienten mit Atemwegserkrankungen gut durchatmen können. www.gastein.com Manderscheid: Schöne Wanderwege, tolle Aussichten, ein Kurpark und ein Kurhaus mit einer medizinischen Badeabteilung: Die Feriengäste schätzen den Ort mit den zwei Burgen in der Vulkan-Eifel. www.gesundland-vulkaneifel.de Usedom: Im Ostseebad Heringsdorf auf Usedom wächst Europas erster Kur- und Heilwald. In dem 50 Hektar großen Gebiet können Patienten mit Atemwegserkrankungen beste Luft atmen und ihre Beschwerden lindern. www.usedom.de Bad Hindelang: Der Kurort im Allgäu trägt das Zertifikat „Allergikerfreundliche Gemeinde“. Die Luft ist hier besonders gut, und auch die Gemeinde selbst bietet vom Lebensmittelladen bis hin zu den Gästebetten alles, was Allergikern das Leben leichter macht. www.badhindelang.de Bad Reichenhall: Eine Stadt zum Durchatmen: Die dreiwöchige Atemkur in den unterirdischen „AlpenSole“-Quellen regeneriert die oberen und unteren Atemwege und lässt Symptome verschwinden. Die Quellen werden auch für heilsame Bäder genutzt. www.bad-reichenhall.de

Ans Meer oder doch lieber in die Berge? Für alle, die auf ihre Lunge achten müssen, hat diese Frage eine ganz besondere Bedeutung. Denn das Klima am Ferienort kann wohltun, es kann aber auch die Beschwerden verschlimmern. Antworten auf die wichtigsten Fragen:

Stimmt es, dass Seeluft bei chronischer Bronchitis guttut?

Ja. Denn am Meer herrscht Reizklima. Wind, UV-Strahlung, Salz und Luftfeuchtigkeit machen dieses ganz spezielle Klima aus. Vorn am Wasser, in der Brandungszone, enthält die Luft winzige Salzwassertröpfchen, die bis in die Bronchien und die Lungenbläschen vordringen, das „marine Aerosol“. An der Ostsee ist das Reizklima milder. 

Ist eine steife Meeresbrise auch hilfreich bei COPD?

Das kommt darauf an. Generell ist salzhaltige Luft gut für Patienten mit dieser Atemwegserkrankung. Aber manche vertragen das raue Klima nicht besonders. So können die salzhaltige Luft und das Reizklima an der See die Atemwege bei COPD stärker belasten, sodass die Patienten schlechter Luft bekommen. Auch Nebel, Wind und Kälte können Atemnot verursachen.

Wie sieht’s aus mit Städtereisen?

Das ist keine besonders gute Idee. Gerade die Luftverschmutzung in größeren Städten, die Abgase und der Feinstaub macht Asthma- und COPD-Patienten zu schaffen, und auch bei chronischer Bronchitis sind solche Touren und Städtereisen nicht empfehlenswert. 

Ist die reine und dünnere Bergluft wirklich gut für die Lungen?

Ja. Von der nahezu staub- und pollenfreien Luft profitieren fast alle Menschen mit Atemwegsproblemen. Ab 1.200 Meter Höhe gibt’s keine Milben, keinen Feinstaub und kaum Pollen mehr – ideale Bedingungen also für Allergiker und Asthmatiker. Und auch die Berge haben ein Reizklima, es beginnt ab 1.300 Meter und ist optimal für Lunge und Bronchien. Aber generell gilt für alle Patienten mit einer Atemwegserkrankung: Vor dem Urlaub sollte man unbedingt einen Check beim Arzt machen lassen.