Wir setzen auf Naturmedizin: Die 7 besten Keimkiller aus dem Pflanzenreich

Cranberry, Knoblauch, Kurkuma — So hilfreich sind pflanzliche Arzneimittel

Ein Thema, das zurzeit Experten Kopfzerbrechen bereitet, sind die zunehmenden Antibiotika-Resistenzen, daher sollten wir zunehmend auf Naturmedizin setzen. Weil Antibiotika jahrzehntelang übermäßig eingesetzt wurden, steigt die Zahl jener Bakterien, die nicht mehr darauf ansprechen. So wurde es auch bei viralen Infekten eingesetzt, obwohl es hier gar nichts auszurichten vermag. Die gute Nachricht: Es muss nicht immer sofort Chemie sein. Denn die Naturapotheke hat allerlei Keimkiller zu bieten. Wir müssen sie nur nutzen!

1. Cranberrys

Cranberrys sind als Hausmittel bei Blasenentzündung bekannt. Kaum zu glauben, dass in den Minibeeren so viel Power steckt, aber Cranberrys sind pflanzliche Arzneimittel der Extraklasse! Ihre Inhaltsstoffe verhindern, dass sich Bakterien an der Blasenwand festsetzen. Ein spezieller Schutzstoff darin legt sich um die Bakterien und macht sie somit inaktiv. Diese Substanz ist zum Beispiel in Cystorenal Cranberry plus enthalten (Apotheke). Hoch dosierter Cranberryextrakt, kombiniert mit Granatapfel, Vitaminen und Spurenelementen (z. B. Doppelherz Cranberry + Granatapfel) ist besonders wirksam.

2. Knoblauch

In der Knobi-Knolle steckt ein ganz besonders großes antibakterielles Potenzial. Wie Laborstudien zeigen, macht der Inhaltsstoff Allicin sogar Krankenhauskeimen den Garaus. Probieren Sie bei Halsweh mal folgendes Rezept aus: Sie ummanteln eine Knoblauchzehe mit etwas Weißbrot und nehmen sie in den Mund. Jetzt gut kauen, damit alle Inhaltsstoffe freigesetzt werden – und runterschlucken.

3. Zwiebel

Der Mix aus ätherischen Ölen, sekundären Pflanzenstoffen und Schwefelverbindungen machen die Zwiebel zum wertvollen Bestandteil der Naturmedizin. Ein altbewährtes Hausmittel bei Schnupfen sind z. B. Zwiebelsocken. Sie zerkleinern das Gemüse und geben es anschließend zu gleichen Teilen in die Socken. Diese dann anziehen, den Inhalt noch etwas unter der Sohle und auf dem Fußrücken verteilen und über Nacht tragen. Der Körper nimmt dann die Inhaltsstoffe über die Haut auf.

4. Lauch

Auch die leckeren grün-weißen Gemüsestangen enthalten kostbare, antibiotisch wirkende Schwefelverbindungen. Bei Husten kann z. B. Lauch-Sirup helfen. Rezept: 150 g Lauch in 1 l Wasser ca. 30 Min. kochen. Dann durchseihen und 1/4 der Menge an Honig oder Zucker dazugeben. Erneut kurz aufkochen, Flüssigkeit in eine Flasche abfüllen. Bei Bedarf tägl. 2 - 4 EL einnehmen.

5. Meerrettich

Die scharfe Wurzel ist eine der ältesten Heilpflanzen und schon lange Bestandteil der Naturmedizin. Da ihre Senföle Erreger in Schach halten, wird sie auch als pflanzliches Penizillin bezeichnet. Reiben Sie bei Schnupfen z. B. einfach etwas auf ein Stück Brot und essen Sie es.

6. Kurkuma und Boswellia

Nicht umsonst wird Kurkuma seit Jahrhunderten im Ayurveda und in der traditionellen chinesischen Medizin angewendet. Die Knolle, die bei uns Gelbwurzel heißt, enthält den Stoff Curcumin. Dieser wird aufgrund seiner entzündungshemmenden Eigenschaften auch in der modernen Medizin erfolgreich eingesetzt.

Ideal unterstützt bei der Linderung entzündlicher Prozesse wird Cucumin durch Boswellia – dem natürlichen Harz der Weihrauchbäume. Sein Einfluss auf akute und chronische Entzündungszustände wie Arthrose, Darmerkrankungen und Multiple Sklerose wurde bereits in zahlreichen Studien getestet.

Allerdings sind sowohl Curcumin als auch Boswellia in seiner natürlichen Form sehr schlecht wasserlöslich, weshalb die Bioverfügbarkeit, also wie gut der Wirkstoff vom Körper aufgenommen werden kann, gering ist. Um die Aufnahmefähigkeit zu erhöhen, hat sich bisher die Mizellen-Technologie als am erfolgreichsten erwiesen. Dabei werden sogenannte Mizellen, wie sie auch in unserem natürlichen Verdauungssystem vorkommen, um die einzelnen Curcumin- und Boswelliapartikel gelagert, sodass die Bioverfügbarkeit bei Curcumin 185-fach und die der Boswelliasäuren um das 50-fache erhöht wird. Das entsprechende Nahrungsergänzungsmittel curcumin-Loges plus Boswellia mit dieser Technologie ist in Apotheken erhältlich.

7. Kapuzinerkresse

Allzu oft vergessen wir, dass die Pflanze mit den süßen Blüten durchaus als pflanzliches Arzneimittel gilt und ebenfalls zur Genesung beiträgt, etwa bei einer leichten Nasennebenhöhlen-Entzündung. Teerezept: eine Handvoll frische Blätter mit 250 ml kochendem Wasser übergießen und ca. 10 Min. ziehen lassen. Im Infektfall tägl. 2 - 3 Tassen trinken.

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