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Bloß nicht sauer werden!

Schöner, schlanker, voller Energie

Ein unausgeglichener Säure-Basen-Haushalt führt nicht nur dazu, dass wir uns schlapp fühlen, er kann auch Falten und Cellulite begünstigen. Wie wir wieder ins Lot kommen, erklärt Dr. med. Barbara Voll-Peters.

Wer kennt das nicht? Es gibt Zeiten, da scheint uns alles über den Kopf zu wachsen: Im Job ist die Hölle los, in der Familie geht es drunter und drüber und die Eltern benötigen auch noch Unterstützung. Doch wenn man sich kaum noch um sich selbst kümmern kann und einfach nur noch funktionieren muss, ist es kein Wunder, wenn man sauer wird – im wahrsten Sinne des Wortes!

Im Körper entsteht ein ungesundes Missverhältnis

Bei zu viel Stress gerät nämlich nicht nur die Seele aus dem Gleichgewicht, auch viele körperliche Regulationsmechanismen verlieren ihre fein abgestimmte Balance. So zum Beispiel das Säure-Basen-Gleichgewicht. „Wenn sich aber im Organismus zu viel Säure ansammelt, kann das für eine ganze Reihe von Beschwerden verantwortlich sein“, erklärt Expertin Dr. Barbara Voll-Peters, Ernährungs-Medizinerin und Gesundheits-Ökonomin. Denn überschüssige Säure lagert sich im Bindegewebe ein, gleichzeitig werden die Mineralien in den Knochen angezapft. Mögliche Folgen sind zum Beispiel hartnäckige Verspannungen im Schulter-Nackenbereich, Gelenk- oder Rückenschmerzen bis hin zu Hautproblemen. Denn auch unter der Haut werden Schlacken eingelagert, die dort den oxidativen Stress der Zellen erhöhen: Es bilden sich Falten oder – vor allem bei einer Bindegewebsschwäche – auch Cellulite. Aber wie bekommt man die Übersäuerung wieder in den Griff? Geht das überhaupt? Ja!

Auch in der Alltags-Hektik bewusst ernähren

Denn eine Haupt-Ursache ist die falsche Ernährung, die wir aber rasch anpassen können. Dazu muss man wissen: Säuren sind Stoffwechselprodukte, die im Zellinneren beim Abbau von Kohlenhydraten, bei der Fettverbrennung und im Eiweiß-Stoffwechsel entstehen. Greifen wir aber immer wieder zu stark säurebildenden Lebensmitteln, ge- rät der Organismus aus dem Takt. Das passiert in der Alltagshektik leider schnell: morgens Cornflakes, mittags schnell ein Döner und abends ein Käsesandwich. Auch fette Fleisch- und Wurstsorten sowie Milchprodukte wirken säurebildend. Bekannt ist
zum Beispiel die Arachidonsäure aus Fleisch, die Entzündungen im Körper anfeuert. Rheumapatienten sollten aus diesem Grund rotes Fleisch meiden oder möglichst sparsam verwenden.

Eine Entsäuerungskur bringt die Energie zurück

 

Ernähren wir uns wieder bewusster, verschwinden viele Probleme von ganz allein. Wir werden fitter, schlanker, schöner. Dr. Voll-Peters empfiehlt, zu jeder Mahlzeit reichlich Gemüse (Möhren, Brokkoli, Erbsen, Fenchel), Salat (Chinakohl, Rucola, Frisée, Eisberg- und Feldsalat) und Obst (Melonen, Äpfel, Bananen, Ananas) zu sich zu nehmen. Auch Kräuter (z.B. Basilikum, Petersilie), Brunnenkresse, Ingwer, Pilze und Haselnüsse sind sehr gut. „Abhilfe kann auch eine Entsäuerung mit Basenpräparaten aus der Apotheke schaffen“, so die Ärztin. Und beruhigt: „Zu viel Entsäuern geht übrigens nicht, denn überschüssige Basen werden über die Niere einfach wieder ausgeschieden.“ Ihr Extra-Tipp für eine Basen-Kur: eine Zitrone am Tag. Lassen Sie sich nicht vom Geschmack in die Irre führen: Die saure Frucht wirkt stark basenbildend. Würzen Sie Ihr Salatdressing damit oder drücken Sie eine Zitrone in Wasser aus und genießen das erfrischende Getränk.

 

Nicht abwarten, sondern Tee trinken!

Neben dem grünen Tee sind es viele Kräutertees, die sich durch ihre basische Wirkung positiv auf die Entschlackung des Körpers auswirken. Empfehlenswert sind z. B. Inhaltsstoffe aus Frauenmantel, Johanniskraut, Kamillenblüten, Brennnessel, Fenchel, Salbei, Schafgarbe, Zitronenmelisse, Holunderblüten, Lavendel, Minze und Ringelblumen.