Was ist bei der Nutzung von CBD-Öl zu beachten?

Die wichtigsten Fakten

16. Oktober 2020

Die Bekanntheit, aber gerade die Beliebtheit von CBD-Öl steigt rasant an. Man könnte schon sagen, dass das Öl praktisch in aller Munde ist. Verständlich ist das, immerhin kann es bei vielzähligen Beschwerden helfen, ohne aber auf den Magen zu schlagen, wie es manche Schmerzmittel auf Dauer tun. Auf der anderen Seite ist aber auch bekannt, dass Naturprodukte nicht unbedingt frei jeglicher Risiken oder Hinweise sind. Trifft das auch auf CBD-Öl zu? Was sollten Nutzer bei CBD-Öl beachten? 

Kann man CBD überdosieren? 

Ja – natürlich ist das möglich. Allerdings muss das Thema Überdosis genauer definiert werden. CBD kann, wie auch die Kopfschmerztablette oder der Kaffee in einer für den Körper aktuell zu hohen Menge eingenommen werden. Faktisch ist dies eine Überdosis, jedoch nicht in dem Sinne, der mit diesem Begriff gemeint ist: 

  • Überdosis – eine Substanz, ein Mittel oder Getränk wird in einer zu hohen Dosis innerhalb einer zu kurzen Zeitspanne eingenommen. 
  • Auswirkung – sie beschreiben letztendlich die Frage, ob CBD überdosiert werden kann. Bei einer Überdosis kann bei einigen Wirkstoffen zu schweren Folgen bis zum Tod kommen, bei anderen hingegen zu Herzrasen, wie es beim Kaffee der Fall ist. Bei CBD sind keine echten und schweren Folgen zu erwarten. 

Aber was geschieht denn, wenn die erste Dosis zu hoch war oder beim Umstieg auf ein höher konzentriertes CBD-Öl die vorab einstudierte Tropfenzahl gewählt wird? Nicht viel: 

  • Schläfrigkeit – es ist mit einer deutlichen Müdigkeit und Schläfrigkeit zu rechnen. Praktisch wird der ›Rausch‹ ausgeschlafen. Tatsächliche Folgen könnten natürlich im Alltag bestehen, denn die Fahrtüchtigkeit wird wohl massiv eingeschränkt. 
  • Übelkeit – auch sie ist denkbar. Jeder Körper reagiert anders, sodass Übelkeit und Erbrechen möglich sind. 

Wirkliche Folgen würden eher im Geldbeutel ersichtlich werden. Während Studien bislang keine Gefahren der Überdosierung herausstellen konnten, so würde eine deutlich zu hohe Dosierung natürlich bedeuten, dass vorzeitig neues CBD gekauft werden muss. 

Aber: Es kann aus der Ferne niemals ausgeschlossen werden, dass eine deutlich zu hohe Dosierung auf die einzelne Person eine schadhafte Wirkung hat. Die körperliche Konstitution, die Tagesform, das Zusammenspiel mit anderen Medikamenten sind immer weitere Faktoren, die über eine Überdosis entscheiden. Zudem kann es freilich zu im Zusammenhang stehenden Unfällen kommen: Reagiert der Körper mit extremer Müdigkeit auf die Überdosis, kann ein Treppensturz folgen. 

Was ist bei der Produktwahl zu beachten?

Wie bereits angedeutet, ist CBD-Öl kein kostengünstiges Vergnügen. Etliche Verbraucher, die das Öl einmal testen möchten, suchen daher online nach günstigen Varianten. Diese Vorgehensweise ist nicht falsch, denn vor Ort ist es oft nicht erhältlich und die Apotheken bieten es teilweise zu hohen Preisen an. Doch einzig der Preis darf bei der Wahl nicht entscheiden. 

  • Qualität – gutes CBD-Öl wird aus Hanfpflanzen gewonnen, die hochgradig die Vorstufe von CBD enthalten, dafür aber kaum THC. Um dies sicherzustellen, wurden Richtlinien erarbeitet. Nutzer sollten unbedingt darauf achten, dass die Herstellung in der EU erfolgte. 
  • Bio – als Naturprodukt sollte das CBD-Öl die Bioqualität aufweisen und natürlich von Pflanzen aus biologischem Anbau stammen. Da das CBD aus der Pflanze extrahiert wird, könnte es bei einem Anbau, der nicht auf Pflanzenschutzmittel oder chemische Dünger verzichtet, geschehen, dass auch Reststoffe von diesen Mitteln mit extrahiert werden. 
  • Konzentration – die Konzentration des CBD entscheidet über den Preis. Für den Einstieg sind 10-prozentige Öle sinnvoll, da sie sich gut nach unten und nach oben dosieren lassen. Generell sollten Einsteiger nicht gleich mit Konzentrationen von 20 oder mehr Prozent starten, da sie nicht wissen, wie der Körper reagiert. Gute Öle zeichnen übrigens nicht nur die Konzentration in Prozent aus, sondern auch den CBD-Gehalt je Tropfen. 
  • THC – es darf nicht mehr als 0,2 Prozent THC im Produkt erhalten sein. Dies garantiert, dass das Öl keinerlei psychoaktiven Auswirkungen hat, süchtig macht – und letztendlich in den illegalen Bereich fällt. 

Anhand dieser Faktoren lässt sich die Spreu vom Weizen trennen. Die Faktoren treffen natürlich nicht allein auf das CBD-Öl zu, sondern beziehen sich auch auf die weiteren Produkte. 

Wobei hilft CBD eigentlich? 

Wer sich ein wenig herumliest, der findet alle möglichen Einsatzgebiete. Schlechter Schlaf? CBD. Schmerzen? CBD. Übelkeit? CBD. Die weitreichende Anwendung wirkt auf manche durchaus abschreckend, denn sie deutet auf ein “Wundermittel“ hin. 

Tatsächlich wirkt und hilft CBD äußerst vielseitig, da der menschliche Organismus CBD-taugliche Rezeptoren, also Andockstellen, an verschiedenen Bereichen des Körpers hat und diese Rezeptoren immer ihre eigenen Aufgabengebiete haben. Deshalb zeigen Studien so breit gefächerte Wirkungen: 

Schmerzen – ob Kopfschmerzen, Muskelschmerzen oder auch Gelenkschmerzen: CBD hat seine Stärke in der Schmerzbekämpfung. Da es zugleich entzündungshemmend ist, kann es auch bei Gelenkentzündungen gut eingesetzt werden. 
Psyche – Angespanntheit, Stress, Ängste, Niedergeschlagenheit - sie alle können mit CBD gelindert werden. Dies gilt insbesondere für die Folge der Ursachen: die Schlafstörungen. 
Nach Rücksprache – Studien belegen, dass CBD bei Epilepsie und Nervenstörungen wirken kann. Allerdings darf hier eine Einnahme nur nach Rücksprache mit dem behandelnden Arzt erfolgen. 
Abschwächung – auch in der Krebsbehandlung wird CBD eingesetzt. Wenngleich Forscher entdeckten, dass sich das Mittel auf bestimmte Tumore positiv auswirken kann, ist die Anwendung in der Krebstherapie jedoch überwiegend begleitend. Die Nebenwirkung einer Chemotherapie können mitunter deutlich abgeschwächt werden. Auch hier gilt: Nur unter Rücksprache mit dem Arzt. 

Für die meisten Verbraucher ist es gängig, bei längeren Beschwerden immer einen Arzt aufsuchen und die Ursache abklären zu lassen. Dies gilt auch bei der Verwendung von CBD, gerade im psychischen und schmerzhaften Bereich. Wer länger schlecht schläft, der sollte dies ebenso abklären lassen wie derjenige, dessen Gelenk oder Bein längere Zeit schmerzt. Einen Meniskus- oder Kreuzbandschaden kann CBD-Öl nicht heilen.

Fazit – CBD ist sicher in der Einnahme

Generell müssen sich Nutzer keine großen Sorgen machen, dass sie CBD-Öl überdosieren könnten. Geschieht es, treten zwar Folgen ein, diese sind – im Regelfall – aber nicht gefährlich. Das trifft natürlich nur zu, wenn beim Kauf schon auf die Qualität des CBD-Öls geachtet wird. Unreines oder mit chemischen Stoffen versetztes Öl kann Schäden hervorrufen.