Was ist Homöostase und wie kann ich sie erreichen?

Die Rolle des Endocannabinoid-Systems

Die Homöostase hat eine große Bedeutung für unseren Körper – Forscher haben erst vor Kurzem herausgefunden, dass auch das Endocannabinoid-System daran beteiligt ist. Bisher war dieses System noch wenig bekannt und seine Rolle völlig unbekannt. Die neuen Erkenntnisse bieten einen völlig neuen Blick auf ein fragiles System im menschlichen Körper. Aber was genau versteht man unter dem medizinisch klingenden Begriff Homöostase?

Was tut die Homöostase?

Das Wort Homöostase stammt vom altgriechischen Begriff homoiostásis, was auf Deutsch Gleichstand bedeutet. Damit ist nicht das Unentschieden im Fußballspiel gemeint, sondern ein ständiges Gleichgewicht in unserem Stoffwechsel und Hormonhaushalt. 
Ein Beispiel wäre der pH-Wert unseres Blutes. Durch die Abfuhr von CO2 (Kohlenstoffdioxid) und der Zufuhr von O2 (Sauerstoff) in den Lungen halten wir nicht nur die Atmung am Laufen, sondern auch den pH-Wert des Blutes auf einem steten Level. Die Nieren können zudem auch den pH-Wert korrigieren, indem sie bestimmte Stoffe bevorzugt ausspülen. 
Auch das Insulin bildet eine Homöostase: Beim Essen wird Zucker dem Körper zugeführt (wenn man keinen Zucker isst, wandelt der Körper andere Kohlenhydrate für die Verbrennung in Zucker um). Um diesen in den Zellen zu verarbeiten, schüttet der Körper Insulin aus. Wenn kein weiteres Essen mehr kommt, hört auch die Insulinausschüttung wieder auf.

Welche Rolle spielt das Endocannabinoid-System?

Das Endocannabinoid-System ist mittels Rezeptoren und Wirkstoffen dafür verantwortlich, in fast allen Körperteilen Homöostasen zu unterhalten. Dies betrifft vor allem das Gehirn und die inneren Organe, wie Leber, Milz oder Lunge, aber auch Muskeln, Knochen und die Haut. Da die Erforschung des Systems noch läuft, sind noch nicht alle Wirkungsbereiche bekannt. Das Präfix Endo bedeutet, dass der Körper dieses Cannabinoid-System selbst pflegt und all dessen Komponenten herstellt. 
Unter den Homöostasen, die dem Endocannabinoid-System unterliegen, befinden sich zum Beispiel Gleichgewichte, die unseren Appetit, unsere Stimmung und sogar das Immunsystem steuern. Die Cannabinoide schließen sich an bestimmte Zellen an und fordern diese zum Handeln auf. Sie sind quasi die Aufseher, welche kontrollieren, dass alle Mechanismen des Körpers auch tatsächlich ihren Job erledigen und für Homöostase sorgen. 

Wenn das Endocannabinoid-System aus dem Gleichgewicht gerät

Manchmal ist dieser Prozess leider gestört, das ist dann wie ein gebrochenes Zahnrädchen. Es ist nur ein klitzekleiner Bestandteil einer großen Maschine, aber wenn er fehlt, steht alles still. Was passiert denn zum Beispiel, wenn man auf einmal keinen Appetit mehr hat? Man isst weniger, verliert Gewicht, bekommt weniger Nährstoffe und ruck zuck geht es mit dem Körper bergab. Die Folgen einer Fehlfunktion im Endocannabinoid-System können Gesundheitsprobleme auslösen und zu Herzkrankheiten, Allergien, Depressionen oder chronischen Schmerzen führen.

Eine Fehlfunktion kann auftreten, wenn man krank ist (vor allem autoimmunerkrankt) oder unter bestimmten Mangelerscheinungen leidet. In diesem Fall kann man mit Phytocannabinoiden dem Körper unter die Arme greifen. Phyto bedeutet pflanzlich – man kann mit Cannabinoiden aus der Cannabispflanze die körpereigenen Cannabinoide ersetzen. Die pflanzlichen Produkte sind den körpereigenen so ähnlich, dass sie genauso gut funktionieren. Man muss lediglich das richtige Phytocannabinoid finden, welches das jeweilige Endocannabinoid ersetzt. Dabei kann es sich um CBD handeln, oder ein anderes der über hundert Cannabinoide, die in der Cannabispflanze vorkommen.

Datum: 09.09.2020