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Yoga@Home: So geht’s

Tipps für die Yoga-Praxis Zuhause

Alleine in den eigenen Vier-Wänden Yoga zu üben ist toll, allerdings gibt es einiges zu beachten. Zum Beispiel, was ist gesundheitlich zu beachten, was brauchen Sie für eine Yoga-Praxis Zuhause und muss man wirklich jeden Tag üben? Wir haben alle wichtigen Fragen und Antworten zum Thema.

Yoga Zuhause: Das kann jeder machen, der Atmen kann

Am Anfang, wenn Sie noch keine großen Yoga-Erfahrungen haben, helfen z.B. Online-Portale wie Yoga-Easy. Dort können Sie sich, je nach belieben, Übungs-Videos ansehen, die man ohne besondere Vorkenntnisse oder physische Vorraussetzungen üben kann. Videos für Fortgeschrittene setzten jedoch voraus, dass die Grundlagen beherrscht werden. Grundsätzlich gilt: Gehen Sie niemals über die natürliche Begrenzung Ihres Körpers hinaus. Üben Sie jede Übung hinsichtlich Intensität und Dauer unbedingt so, dass Sie und Ihr Körper sich wohlfühlen. Sobald Sie Schmerzen empfinden, unbedingt aus der Position herausgehen.

Weder Alter, noch Gelenkigkeit oder übliche Beschwerden wie Rückenschmerzen, Kopfschmerzen oder Nervosität sind ein Hinderungsgrund. Dennoch gibt es Erkrankungen, die eine Rücksprache mit dem Arzt erforderlich machen.

Wann ist Vorsicht geboten?

Nach längeren Erkrankungen, etwa einer Grippe, wenn Sie sich sehr erschöpft fühlen, bei Kreislaufschwankungen (vor allem bei stark erhöhten Blutdruck), bei allen Schmerzzuständen, bei starken Verschleißerscheinungen an Wirbelsäule oder den Gelenken, Asthma oder während Regelblutung oder Schwangerschaft. Sollten Sie sich nicht sicher sein, ob Yoga gut für Sie ist, fragen Sie einfach vor der Aufnahme der Yoga-Praxis Ihren Hausarzt.

Sie sollten nicht üben bei:

• Bei einer akuten Infektion oder Entzündung
• Bei  akuten Schmerzen oder Rückenproblemen (z.B. in den ersten Wochen nach einem Bandscheibenvorfall, bei einem akuten Hexenschuss, u.ä.)

Was benötigen Sie beim Yoga?

• Bequeme Kleidung, z.B. eine Gymnastikhose, eine weiche Yogahose, ein T-Shirt oder Sweatshirt und eventuell Socken für die Entspannungsphase. Wichtig: Die Kleidung sollte weder zu eng, noch so schlabberig sein, dass Sie Ihnen im Weg ist

Rutschfeste Unterlage, z.B. eine Yogamatte

• Eine Decke, die Sie je nach Bedarf unter Knie und Hüfte legen, wenn es so bequemer ist. Für sitzende Übungen können Sie die Decke einfach zusammenrollen und sich darauf setzen. Und Sie brauchen sie für die anschließende Meditation

Meditationskissen – oder Bänkchen. Letzteres ist hilfreich, wenn Sie Knieprobleme oder Durchblutungsstörungen in den Beinen haben (Krampfadern). Das Kissen sollte wiederum nicht zu hoch und nicht zu fest sein. Die gesamte Ausrüstung kostet ca. 100 Euro

So üben Sie mit Yoga-Video

Zur Vorbereitung sollten Sie erstmal das gesamte Video anschauen. Üben Sie beim ersten Mal mit, soweit Sie kommen. Und seien Sie dabei geduldig: Lernen braucht Zeit und Einübung! Je häufiger Sie denselben Film als Anleitung für Ihre Yoga-Praxis nutzen, desto schneller werden Sie den Übungen allein durch das Zuhören folgen können und manches vielleicht schon ganz von allein und mühelos ausführen. Sollten Sie etwas nicht verstehen, wiederholen Sie den Film an dieser Stelle so oft, bis Sie alles verstanden haben. Da alle Übungen erprobt sind und aus dem Yoga-Unterricht stammen, können Sie davon ausgehen, dass sie funktionieren. Manchmal hilft es schon, wenn man für seinen eigenen Rhythmus, öfter atmet oder die Beine mal mehr anbeugt, als es der Video-Lehrer vormacht.

 

Yoga Zuhause – So üben Sie ohne Lehrer

Natürlich ersetzt kein Video einen Yoga-Lehrer. Deswegen ist es ratsam, je nach Bedarf hin und wieder Unterricht im Yoga-Studio zu nehmen. Nur so kann ein erfahrener Lehrer eingreifen und korrigieren, falls sich in Ihrer Yoga-Praxis kleine Schummeleien eingeschlichen haben. Falsche Bewegungsmuster sind schwer wieder aus dem System des Körpers zu entfernen und können ihm, wenn sie nicht entdeckt werden, langfristig schaden.

 
Ist das Üben ohne Lehrer gefährlich?

Nein! Aber Sie müssen auf ihren Körper hören und niemals über die natürlichen Begrenzungen ihres Körpers hinausgehen. Üben Sie jede Asana so aus, dass Sie sich in Ihrem Körper wohlfühlen. Stellen Sie sich ruhig Herausforderungen, aber überfordern Sie sich nicht! Sobald Sie Schmerzen bei einigen Übungen empfinden, gehen Sie unbedingt aus der Position heraus.