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Häusliche Pflege oder Pflegeheim?

Gut vorbereitet in eine schwierige Situation

11. Oktober 2016

Wenn sich die Eltern nicht mehr selbst versorgen können, stellt sich die Frage: Kann ich sie betreuen? Wir erklären, was Sie bei der Frage häusliche Pflege oder Pflegeheim bedenken sollten. Und wir stellen Ihnen am Ende des Artikels ein beispielhaftes Projekt in der Altenpflege vor, das von der Deutschen Fernsehlotterie unterstützt wird. 

Waschen, anziehen, Mahlzeiten reichen – einen älteren Menschen zu umsorgen, verlangt einem viel ab. Wir erläutern die Vor- und Nachteile sowie Alternativen zur häuslichen Pflege, etwa ein Pflegeheim.

Was muss ich bei häuslicher Pflege bedenken?

Sie sollten sich vorher fragen: Wie ist meine Beziehung zu dem Menschen? Ist es okay für mich, ihm so nahe zu kommen? Habe ich genügend Platz und Zeit. Bei der häuslichen Pflege fallen Kosten an, kann ich die aufbringen? Wer ist noch von der Situation betroffen? Am besten ist es, mit der Familie gemeinsam zu entscheiden, ob man einen Angehörigen zu sich nach Hause holen möchte.

Welche Vorteile hat die häusliche Pflege?

Für manche Hilfsbedürftige mag es unangenehm sein, von der Familie versorgt zu werden. Die meisten fühlen sich bei ihr aber wohler als im Heim. Für die Angehörigen ist es schön, etwas an die Älteren zurückgeben zu können.

Und was könnte dabei schiefgehen?

Manchen Menschen ist nicht bewusst, wie belastend und auch einschränkend die häusliche Pflege sein kann. Demenzkranke müssen beispielsweise oft rund um die Uhr betreut werden. Spontan in den Urlaub fahren – das ist natürlich nicht mehr möglich. Die Pflegenden sind dann schnell überfordert. Allerdings kann man jederzeit sagen: Ich hole mir Hilfe.

Welche Alternativen gibt es zur Pflege zu Hause?

Es kommt immer darauf an, wie pflegebedürftig jemand ist. Muss es schon das Pflegeheim sein, oder ist betreutes Wohnen noch möglich? Weniger Hilfsbedürftige leben da in eigenen Wohnungen, werden aber trotzdem von Pflegepersonal versorgt und regelmäßig betreut. Eine andere Möglichkeit ist ein mobiler Pflegedienst. Beides kann aber keine Vollzeit-Versorgung ersetzen.

Worauf muss ich bei einem Pflegeheim achten?

Natürlich sollte das Pflegeheim sauber und das Personal freundlich sein. Sprechen Sie nicht nur mit den Mitarbeitern, sondern auch mit den Bewohnern – und fragen Sie etwa nach Freizeitangeboten und Ehrenämtlern. Am besten schaut man sich die Einrichtung gemeinsam mit dem Pflegebedürftigen an. Vielleicht kann man sogar probeessen.

Welche finanzielle Unterstützung gibt es?

Erreicht eine Person eine Pflegestufe, bekommt sie Geld von der Pflegekasse und erhält darüber hinaus weitere Gelder, etwa für Sachleistungen wie zum Beispiel den Umbau zur barrierefreien Wohnung. Alle Regelsätze finden Sie beim Bundesministerium für Gesundheit: www.bmg.bund.de

Hier fühlen sich alte Menschen wieder jung

Ein Ort der Vertrautheit und Lebenslust – das ist das Alten- und Pflegeheim Staigacker im baden-württembergischen Backnang. Und es gibt eine ganz große Besonderheit in diesem Heim: Hier wird sehr viel gelacht. „Ein Tag, wo man nicht lacht, ist ein verlorener Tag. Also versuche ich, die Leute schon morgens immer ein bisschen zum Lachen zu bringen“, sagt ein Altenpfleger. Die würdevolle Behandlung der Bewohner genießt oberste Priorität. Ob bei der Hundetherapie, im Schwimmbad, beim Plaudern im Heimcafé oder bei der Hutmodenschau – im Staigacker geht es immer fröhlich zu. Die Deutsche Fernsehlotterie hat das Projekt Staigacker mit großen finanziellen Mitteln unterstützt und mit dafür gesorgt, dass sich alte Menschen wieder jung fühlen können. Mehr über dieses Projekt und weitere Förderprojekte der Deutschen Fernsehlotterie finden Sie unter www.du-bist-ein-gewinn.de