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Schenken zu Weihnachten: Über den Sinn entscheiden wir selbst

Christian Kipper, Geschäftsführer der Deutschen Fernsehlotterie und der Stiftung Deutsches Hilfswerk

Weihnachten naht und unweigerlich beschäftigen wir uns mit dem Thema Schenken. Die einen machen sich gerne Gedanken darüber, was in diesem Jahr auf dem Gabentisch ihrer Freunde und Verwandten liegen soll, die anderen fragen sich angesichts von Stress und Hektik in den Einkaufspassagen, was für einen Sinn die Gaben zum Fest haben. Wieder andere verzichten ganz darauf, weil sie den Konsumrausch zum Jahresende ablehnen. Welcher ist der richtige Weg, mit dem Thema Weihnachtsgeschenke umzugehen? Christian Kipper, Geschäftsführer der Deutschen Fernsehlotterie und der Stiftung Deutsches Hilfswerk, hat seine Gedanken dazu für Idee für mich aufgeschrieben. Er regt zum bewussten Schenken an.

Das Schenken zu Weihnachten ist an sich ein guter und sinnvoller Brauch. Schenken ist Kommunikation – wir zeigen geliebten Menschen, dass wir an sie gedacht haben, dass sie uns wichtig sind. Mit einem Geschenk drücken wir stets auch eine Beziehung zum anderen aus: Freundschaft, Anerkennung, Wertschätzung. In unserem bewegten Alltag geht diese liebevolle Art der Kommunikation viel zu oft unter.

Ich sehe im Schenken sogar noch mehr Potenzial als den Ausdruck von Freundschaft oder Wertschätzung. Und andere offenbar auch: Zu Weihnachten suchen immer mehr Menschen nach einem sinnvollen und passenden Präsent, das nicht nur den Beschenkten beglückt, sondern gleichzeitig auch anderen hilft  ─ wie etwa ein Los der Deutschen Fernsehlotterie.

Mit der Entscheidung für ein derartiges Geschenk übermittelt der Schenkende dem Empfänger neben Freundschaft, Zuneigung oder Anerkennung zugleich eine weitere Botschaft: „Ich weiß, dass Solidarität mit Bedürftigen dir wichtig ist.“ Darüber hinaus sagt der Schenkende etwas über sich selbst aus: „Ich habe mich für dieses Geschenk entschieden, weil auch für mich Solidarität mit bedürftigen Menschen von großer Bedeutung ist.“

So wächst der Brauch des Schenkens über den Austausch von Präsenten weit hinaus und wird zu einem gemeinsamen Bekenntnis zum solidarischen Miteinander. Die Geschenke sind mehr als eine Gabe – sie sind Symbol einer Übereinkunft, dass Solidarität für uns ein wichtiger Wert ist. Wir sollten keinen Anlass versäumen, uns dessen zu vergewissern.

Wer übrigens glaubt, dass die, die er üblicherweise beschenkt, sowieso schon alles haben, kann in diesem Jahr ja einfach einmal an die Menschen denken, denen es nicht so geht. Im Herz As zum Beispiel, einer Unterkunft für wohnungslose Männer und Frauen in Hamburg, die wir mit den Einnahmen der Deutschen Fernsehlotterie unterstützen konnten, gab uns der Leiter Andreas Bischke einen guten Tipp:

Wir freuen uns sehr, wenn Unternehmen oder Privatmenschen unseren Besuchern Kulturgeschenke machen, wie neulich eine Frau: Sie kam vorbei und brachte Karten für das Maritime Museum. Sie ist dann auch mit zwei unserer Besucher hingegangen, das ist eine ganz schöne Idee.

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