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Trost spenden: So können Sie helfen

Einfach nur anwesend zu sein, ist richtig und wichtig beim Trost spenden

20. April 2016

Trennung, Krankheit, Jobverlust… Das sind Gründe, in ein Tief zu rutschen. Wenn es einer uns nahestehenden Person schlecht geht, leiden wir mit. Was können wir tun, wenn der andere den Lebensmut verliert? Wie können wir richtig Trost spenden? Und sehen Sie am Ende des Artikels, wie ein Projekt der Deutschen Fernsehlotterie einsamen Menschen hilft.

Erste Alarmzeichen rechtzeitig erkennen

Wie eine Person mit einer Krise umgeht, hängt vom Geschlecht, der Persönlichkeit und der Art ab, wie sie sonst auf Probleme reagiert. Manche Menschen ziehen sich vollkommen zurück und können sich an nichts mehr erfreuen. Andere reagieren auf vieles gereizt oder aggressiv. Wiederum andere trinken exzessiv Alkohol und entwickeln ein Suchtproblem. Verhält sich eine Person ganz anders als sonst, sollten Sie als Freundin oder Angehörige aktiv werden.

Erst zuhören, dann Lösungen suchen

Fangen Sie nicht gleich an, dem anderen Lösungsvorschläge zu machen. Wichtig ist, ihn erst einmal alles erzählen zu lassen, was ihm auf der Seele brennt. Allein das kann schon viel helfen. Danach können Sie in Ruhe gemeinsam nach Lösungen suchen.

Trost spenden heißt auch gut zureden und viel Mut machen

Erinnern Sie die Person an Krisen, die sie bereits gemeistert hat. Sie wird daraus Kraft schöpfen und daran denken, was ihr damals half. Lenken Sie ihre Aufmerksamkeit außerdem auf das Schöne im Leben, also auf all die Dinge, die aktuell gut funktionieren.

Die Person, so gut es geht, ablenken

Trost spenden können Sie auch, in dem Sie gemeinsam etwas unternehmen. Etwas, woran sie früher immer Spaß hatte. Auch wenn sie jetzt wahrscheinlich nicht viel Freude empfinden kann, ist es zumindest eine Ablenkung. Falls Ihre Freundin oder Verwandte vom Partner verlassen wurde, können Sie zum Beispiel vorschlagen, die Wohnung neu zu gestalten. Motivieren Sie den anderen generell dazu, sich zu bewegen. Auch Sport kann Trost spenden und ist ein gutes Anti-Depressionsmittel.

Die Signale nicht falsch verstehen

Viele Menschen nehmen es persönlich, wenn der andere gereizt ist. Machen Sie sich bewusst: Sie haben mit seiner Stimmung nichts zu tun. Seien Sie außerdem nicht beleidigt, wenn er Ihre Lösungsvorschläge nicht annimmt.

Für sich persönlich Grenzen setzen

Es bringt nichts, wenn Sie sich selbst aufgeben, nur um dem anderen zu helfen. Setzen Sie klar Grenzen: Merken Sie, dass er klammert und Sie zu sehr vereinnahmt, machen Sie deutlich: Ich kann dir leider nicht mehr helfen.

Einen Experten mit ins Boot holen

Manchmal reicht Trost spenden einfach nicht aus. Dann ist es ratsam, sich professionelle Hilfe zu holen, etwa beim Psychotherapeuten, Hausarzt oder in einer Selbsthilfegruppe.

Am besten Taten sprechen lassen

Wenn jemand in einer schweren Krise steckt, dann tut er sich gewöhnlich schwer, um Hilfe zu bitten. Er weiß manchmal noch nicht einmal, wie man ihm helfen könnte. Deshalb nützt es meistens nichts, nur anzurufen und seine Hilfe anzubieten. Besser: Einfach vorbeifahren und die Person in den Arm nehmen – oder sie auf ein Getränk in die Stadt einladen.

Wissen, wann man nichts mehr tun kann

Wenn die Ihnen nahestehende Person den Kontakt mehrmals verweigert und deutlich signalisiert, dass sie lieber alleine mit dem Problem klarkommen möchte, sollten Sie das akzeptieren – und sie in Ruhe lassen. Gibt es allerdings Anzeichen dafür, dass sie einen Selbstmord plant, sollten Sie unbedingt den Hausarzt oder einen Angehörigen informieren.

Ein Projekt gegen das Alleinsein

Endlich mal wieder ins Kino gehen, mit jungen Menschen plaudern oder einfach mal wieder in einer Familie Weihnachten feiern – Wünsche, die vor allem ältere alleinstehende und einsame Menschen haben. In dem von der Deutschen Fernsehlotterie geförderten Tandemprojekt „Tante Inge“ werden sie ihnen erfüllt, wird ihnen Trost gespendet. Die Berliner Gründerinnen Kerstin Müller und Anne Brauer bringen mit ihrer Initiative junge und alte Menschen zusammen. Sie organisieren eine Nachbarschaftshilfe zwischen Generationen und holen die Senioren aus der Anonymität der Großstädte. Und auch die Jüngeren profitieren davon, wie auch das Tandempaar Anne-Marie und Anna zeigt: Als Anna Mama wurde, hat die ältere Anne-Marie fleißig hübsche Sachen für Annas Baby gestrickt. Mehr über dieses Projekt der Deutschen Fernsehlotterie und andere tolle Initiativen finden Sie unter www.du-bist-ein-gewinn.de