Bikinifigur ade - hallo Wohlfühlsommer

Schön fühlen ohne Hungern und quälende Trainingsprogramme

Da ist es wieder, dieses Schlagwort, das regelmäßig jedes Jahr vor der Urlaubssaison durch die Medien huscht: die sogenannte Bikinifigur. Für viele ist dies trotz größter Disziplin ein unerreichbarer Traum, dem dennoch immer wieder hinterhergerannt wird. Wir haben uns gefragt, weshalb uns ein schlanker Sommerbody so erstrebenswert erscheint und ob es nicht andere Wege gibt, mit einem guten Gefühl in die warme Saison zu starten. 

Jedes Jahr blicken wir im Frühjahr voller Vorfreude auf den baldigen Sommerbeginn mit warmen Temperaturen, lauen Sommernächten und endlich wieder mehr Aktivitäten im Freien. Dank Sonnenschein und Gute Laune Wetter können wir dann dicke Wollpullis und Strumpfhosen wieder in die hinterste Ecke des Schrankes verbannen und die luftigen Sommerkleider und T Shirts kommen stattdessen in die vordersten Reihen. 

Fit und schlank in wenigen Tagen – echt wahr?

Viele werfen dann allerdings auch einen bangen Blick in den Spiegel und sorgen sich um die oft zitierte Bikinifigur. Innerhalb kürzester Zeit sollen dann ein paar Pfunde weichen, schließlich ist der perfekte Sommerbody das Ziel. In den meisten Fällen ist ein solches Vorhaben jedoch von vornherein zum Scheitern verurteilt. Denn sind wir mal ehrlich: Ein Last Minute Programm für die Bikinifigur ist sicher sinnvoll – allerdings ist ein Resultat, das uns aussehen lässt wie die Strandschönheiten in den einschlägigen Hochglanzmagazinen, in so kurzer Zeit nur dann zu erreichen, wenn vorher bereits nicht allzu viel Hüftgold mit der Sonne um die Wette gestrahlt hat.

Für alle Anderen ist dieses überstürzte Handeln auf den letzten Drücker oft eine Herausforderung, bei der falsche Maßstäbe angesetzt werden. Dabei ist die Idee grundsätzlich gar nicht falsch! Viele der Vorgehensweisen sind sinnvolle Anregungen, um unnötige Pfunde loszuwerden. 

Jeder Mensch ist verschieden

Leider propagieren die Medien seit langem ein sehr einseitiges Bild von Schönheit. Schlanke, durchtrainierte Menschen gelten als Ideal und überall wimmelt es nur so von lächelnden Models, die uns in passender Bikinifigur mit blitzweißen Zähnen entgegenstrahlen. Obwohl uns eigentlich klar ist, dass vieles an diesen Fotos nicht echt ist, setzt sich bei vielen dieses Bild im Kopf fest. 
Dabei zeigt die Realität in der Regel etwas ganz anderes, und das ist gleichzeitig viel spannender: Der idealisierte 90-60-90-Körperbau ist nur eine von mehreren verschiedenen Formen, die sich als bestimmter Typ charakterisieren lassen. Benannt nach Buchstaben werden die unterschiedlichen Figurtypen üblicherweise bezeichnet. Dabei gibt es auch hier noch eine viel größere Zahl an Mischformen. 

Dennoch kann jeder, wenn er sich die typischen Merkmale einmal genauer ansieht, dabei auch seine persönlichen Stärken erkennen. Schließlich weiß auch die Modeindustrie um die körperliche Vielfalt und bietet mit unterschiedlichen Schnitten und Mustern für jeden etwas Passendes, um bestimmte Details gezielt zu betonen oder auch um manches geschickt zu kaschieren.

Leckeres Eis genießen und sich wohlfühlen – so gut soll sich sich der Sommer anfühlen! © Fotolia, Mediteraneo

Wohlfühlen beginnt im Kopf

Mit diesem Wissen fällt es uns viel leichter, unseren Körper so zu akzeptieren wie er ist. Die vermeintlich zu kurzen Beine, das widerspenstige Haar, dass sich mal wieder nicht bändigen lässt, eine etwas schiefe Nase oder eben auch das eine oder andere Pfund mehr auf der Waage. Auch Falten oder Narben als Zeugnisse eines fortgeschrittenen Alters oder eines ereignisreichen Lebens spiegeln in erster Linie unsere Individualität wider und sollten nicht als Makel wahrgenommen werden. Sie machen uns einzigartig und interessant, denn durch unsere Eigenheiten heben wir uns auch von der breiten Masse ab. 

Wer ständig auf die täuschenden Werbebilder schielt und sich mit anderen vergleicht, jagt meist einem Wunschbild hinterher, das gar nicht zur eigenen Identität passt. Wenn dann versucht wird, den eigenen Körper durch eine Diät nach der anderen diesem Ideal hinterherzujagen bleibt nicht nur ein gesundes Körpergefühl auf der Strecke, sondern oft auch die Lebensfreude.

Die positiven Seiten lieben lernen

Höchste Zeit also, unsere Persönlichkeit zu feiern und mit uns selbst ins Reine zu kommen. Sicher wird jeder, der sich einmal ehrlich im Spiegel betrachtet etwas finden, mit dem er an seinem Körper sehr zufrieden ist. Ein tolles Dekolleté, ein runder Po, weibliche Kurven oder auch besonders schön geschwungene Wimpern. Mit einem positiven Blick auf sich selbst werden manche Problemzonen gleich viel nebensächlicher. 

Und schließlich möchten wir unser Leben auch genießen und nicht ständig auf irgendwelche Freuden verzichten oder uns unnötig bei schweißtreibenden Fitnesseinheiten quälen. 

Unbeschwerte Vorfreude auf den Sommer genießen

Wer sich von unrealistischen Idealbildern verabschiedet, kann dem Sommer gleich viel gelassener entgegenblicken. Zudem lässt sich neben dem Bikini auch der Rest der luftigen Sommergarderobe passend auf die individuellen körperlichen Merkmale abstimmen. Wichtig ist am Ende, dass wir uns in unserer Haut wohlfühlen können. Und dazu gehört neben bequemen Kleidern auch, dass wir uns ab und zu mal etwas gönnen.

Ein gutes Körpergefühl entwickeln

Wohlfühlen ist neben einem wohlwollenden Umgang mit sich selbst auch mit Gesundheit verbunden. Hier kann uns ein gutes Körpergefühl ebenfalls dabei helfen, zu spüren, wieviel Bewegung uns guttut und uns gleichzeitig Spaß macht oder auch, dass es unseren Organismus tatsächlich belastet, wenn wir spätabends noch viel essen. 

Im stressigen Alltag, der jeden Tag viele Aufgaben und Herausforderungen bereithält, ist es oft nicht einfach, regelmäßig Zeit zum Essen zu finden und dabei auch noch auf gesunde Zutaten zu achten oder stets alles frisch selbst zuzubereiten. Dabei kann unregelmäßiges Essen langfristig zu gesundheitlichen Problemen führen. Wer seinen Körper gut kennt, kann die Warnsignale rechtzeitig als Hinweis sehen, stärker auf gesunde Ernährung zu achten. Dasselbe gilt für das Maß an Bewegung, das für jeden individuell zum Wohlbefinden beiträgt.  

Kommen wir noch einmal auf die verschiedenen Last-Minute Programme zurück, die eine schlanke Figur in wenigen Tagen oder Wochen versprechen: Auch sie setzen meist auf eine Kombination von gesundem Essen gepaart mit einer Erhöhung der sportlichen Aktivitäten. Beide Punkte sind sinnvolle Maßnahmen und tragen zu einem gesunden Lebensstil bei. Wir sollten sie allerdings eher als Anstoß nehmen, um sie nicht nur kurzfristig zu verfolgen, sondern langfristig in unseren Alltag zu integrieren.

Wer sich in seinem Körper wohlfühlt, der strahlt Schönheit aus. Ob Sie schlanker oder fülliger sind, ist egal – das ist nämlich alles Geschmackssache! © Fotolia, Kzenon

Endlich wieder leichte Sommerküche

Denn das Frühjahr ist im Grunde genommen die beste Zeit, um seine Ernährung langfristig umzustellen. Endlich ist im Laden oder auf dem Wochenmarkt in der Stadt wieder knackig frisches Obst und Gemüse erhältlich, wir freuen uns auf die Erdbeer- und Spargelsaison – kurz: wir können unseren Speiseplan jetzt wieder mit vielen bunten und gesunden Zutaten erweitern. 

Statt deftiger Eintöpfe und mächtiger Sahnesoßen wollen wir jetzt viel lieber etwas Leichtes auf dem Teller, das den Magen nicht beschwert und uns in Sommerlaune versetzt. Selbst auf Süßes müssen wir dabei nicht verzichten. Ein leckerer Obstkuchen ist weniger kalorienreich wie aufgeplusterte Torten mit viel Sahne und Buttercreme und ein selbstgemachtes Eis mit Joghurt oder frischen Früchten genauso erfrischend, aber weniger gehaltvoll. 

Aktiv in die warme Jahreszeit

Wenn es draußen wärmer wird, haben wir zudem viel eher Lust an die frische Luft zu gehen und uns zu bewegen. Ohne dicke Winterjacke und Schmuddelwetter können wir uns dann meist besser zu einem regelmäßigen Spaziergang oder einer Joggingrunde im Park motivieren. Ganz automatisch sind wir in dieser Zeit viel aktiver. 

Dies lässt sich sinnvoll nutzen. Wenn wir es jetzt schaffen, aus dem gelegentlichen Fitnessstudiobesuch eine Routine werden zu lassen, können wir langfristig für mehr Bewegung in unserem Leben sorgen. Tatsächlich stellen sich positive Erfolge erst nach einer gewissen Zeit ein. Wer regelmäßig Sport treibt, gewöhnt sich an das anschließende gute Gefühl und vermisst dann auch etwas, wenn das Training einmal ausfällt. 

Damit sind die besten Voraussetzungen erfüllt, dass im Herbst die Motivation nicht verloren geht. Somit können wir den Schwung aus dem Frühjahr nutzen, um ein aktiveres Leben langfristig in die Tat umzusetzen. 

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