Faulenzen kann so schön sein: 20 Fakten über das Leben als Faulpelz

Warum es manchmal gut tut, es ein wenig langsamer angehen zu lassen

Legen Sie mal wieder einen Faulenz-Tag ein - und tun einen ganzen Tag lang einfach nichts Bis mittags im Bett liegen und danach in Kuschelklamotten auf die Couch, so entspannen Sie! Massagen und Körperbehandlungen tun so gut, dass aller Stress von Ihnen abfällt

Faulenzen und einfach mal nichts tun tut sooo gut und ist gesund. Aber es fällt uns schwer, uns als Faulpelz zu outen. Obwohl heute fast jeder Dritte schon von Burnout bedroht ist, faulenzen in ihrer Freizeit nur 15 Prozent. Das muss besser werden! Mit diesen 20 Fakten plädieren wir für mehr Faulenzen!

1 Faulenzen in Perfektion: Powernap

FAULENZEN IN PERFEKTION. Zwischendurch 20 Minuten schlafen wirkt super erfrischend. Das Nickerchen (engl. Powernap) gilt als DIE Geheimwaffe gegen das Nachmittags-Tief im Job und steigert die Leistungsfähigkeit um 35 Prozent. Liebe Chefs, das wäre mal eine tolle Investition, die Nichtstuer erfrischt!

2 Tea-Time

MACHT DER KRÄUTER. Tee ist eine unkomplizierte Art, sich im Alltag mal eine Faulpelz-Pause zu gönnen. Kräuter wie Hopfen, Melisse und Lavendel wirken ausgleichend und beruhigen die Nerven. Aufbrühen, den Duft genießen und langsam trinken. Es heißt ja nicht umsonst: abwarten und Tee trinken. So lässt es sich lecker faulenzen.

3 Langeweile macht den Faulpelz sauer

GAR NICHT ÖDE. Wenn aus Faulenzen Langeweile wird, ist das für Forscher äußerst spannend. Im Gegensatz zu einfachen Gefühlen wie Freude ist Langeweile nämlich sehr komplex und äußert sich z. B. in Unruhe, Trägheit oder sogar Wut.

4 Wie viel Freizeit haben wir?

IM DURCHSCHNITT sind es vier Stunden. Mit 3,1 Stunden haben Familien am wenigsten Freizeit, Rentner und Jugendliche kommen mit 4,5 Stunden auf die meiste freie Zeit.

5 Der Faulpelz per se: ein Tier

IN RUHE ABHÄNGEN. Der König der Nichtstuer ist eigentlich ganz schön schlau. Das gemütliche Faultier hängt regungslos in den Wipfeln der Bäume in Mittel- und Südamerika und bewegt sich gaaanz langsam und nur so viel wie nötig. So verbraucht das Faultier extrem wenig Energie und kann von den nährstoffarmen Blättern der Baumkronen leben, die andere Tiere verschmähen. Das sparsame Faultier ist so langsam, dass es Moos ansetzt und das Fell grün schimmert. Eine tolle Tarnung, die es in den Baumkronen fast unsichtbar für Fressfeinde wie den Adler macht.

6 Faulenzen ist schön

EIN LIED AUF DEN LIPPEN. Stimmen Sie in den Disney-Klassiker „Das Dschungelbuch“ mit ein: „Probier’s mal mit Gemütlichkeit. Mit Ruhe und Gemütlichkeit jagst du den Alltag und die Sorgen weg.“ Merken Sie, wie Sie entspannen? Kein Wunder! Singen hilft, loszulassen und das Faulenzen zu genießen. Wissenschaftlich gesehen ist es so: die Atmung verlangsamt sich, Glückshormone werden ausgeschüttet. Das weiß sogar Pippi Langstrumpf. Der freche Rotschopf lebt als Faulpelz unbeschwert in den Tag hinein und trällert fröhlich: „Faulenzen ist wunderschön!“

7 Urlaub

NICHTS WIE WEG. Zeit zum Nichtstun nehmen wir uns auf Reisen. Für 60 Prozent der Deutschen steht Faulenzen als liebste Urlaubs-Beschäftigung an erster Stelle. Dabei sind Meeresrauschen und Palmen oder grüne Wälder wahre Quellen der Erholung: Am liebsten entspannen wir Nichtstuer in der Natur. Regeneration braucht außerdem Zeit und steigt mit der Dauer der Auszeit an. Experten empfehlen deshalb lange Urlaube von zwei bis drei Wochen

8 Wer ist Faulpelz-Weltmeister?

NUR NICHT BEWEGEN. Die weltweit größten Faulpelze leben auf Malta. 72 Prozent der Einwohner sind hier weniger als 30 Minuten ihrer täglichen Freizeit aktiv. Deutschland dagegen liegt mit nur 28 Prozent seiner Nichtstuer im Mittelfeld. Männer sind in ihrer Freizeit aktiver als Frauen.

9 Ein Spa entspannt

ZU GAST IN BELGIEN. Im 16. Jahrhundert fuhren britische Urlauber für wohltuende Heilbäder in den belgischen Kurort Spa, um sich zu erholen. Das Wort Spa wurde dann nach und nach auch anderen Kurorten zugefügt, ähnlich dem deutschen „Bad“. Heute werden Einrichtungen mit Wellnessangeboten als Spa bezeichnet.

10 Soziales Faulenzen

MACH DU MAL. Wissenschaftler haben herausgefunden, dass wir als Mitglied einer Gruppe faul werden. Der Grund: Im Team wird die eigene Leistung nicht sichtbar, also strengen wir uns auch weniger an und lassen dann als Faulpelz die anderen machen. Dieses Phänomen heißt soziales Faulenzen.

11 Lachen

HILFT BEIM ABSCHALTEN. Kinder lachen im Schnitt 400 Mal am Tag. Erwachsene nur 15 Mal. Schade, denn Experten sagen: Nur wer oft fröhlich ist und sich dabei in guter Gesellschaft befindet, bekommt den Kopf frei. Lernen wir von den Kleinen, zu lachen, sich Tagträumen hinzugeben und die Wolken im Himmel zu zählen.

12 Faulenzen als Erholung

AM BESTEN JEDEN TAG. Mediziner empfehlen, sich mindestens 15 Minuten täglich zu erholen, zu faulenzen und nichts zu tun. Wie gut das tut, wissen die Italiener und nennen es „dolce far niente“ („süßes Nichtstun“). Die Spanier machen mittags „Siesta" und die Karibik hat sogar ein Verb dafür: „limen“.

13 Faulpelz-Tag

GUT ZU WISSEN. Am 10. August heißt es, im Bett bleiben oder gemütlich auf die Couch lümmeln und einfach mal faulenzen. Denn dann ist Welt-Faulpelz-Tag. Wir glauben, wann immer der auf einen Arbeitstag fällt, kann das kein Zufall sein …

14 Was passiert im Kopf?

FAULENZEN IST FÜR DAS GEHIRN EINE CHANCE zur Verarbeitung von Informationen und fördert die Denkleistung. Das ist auch ein Grund, warum Kinder so oft in Tagträume versinken: Es hilft beim Denken!

15 Aufschieberitis

MORGEN IST AUCH NOCH EIN TAG. Frei nach dem Motto „Eigentlich hatte ich heute viel vor, jetzt habe ich morgen viel vor“, erledigen knapp 50 Prozent der Deutschen unangenehme Aufgaben regelmäßig auf den letzten Drücker. Was hilft sind Ordnung, eine To-Do-Liste und kleine Belohnungen.

16 Freie Zeit nutzen

WAS MACHEN SIE IN DER FREIZEIT? Fernsehen, Musik hören, lesen: Über 97 Prozent der Bevölkerung beschäftigen sich in ihrer Freizeit regelmäßig mit Medien. Dahinter folgt mit 73 Prozent Freunde treffen.

17 Schlafen

AB INS BETT. Unser Schlafbedürfnis sinkt im Lauf des Lebens. Während Säuglinge noch gut 16 Stunden schlafen, brauchen Senioren nur noch rund 6 Stunden, um sich fit zu fühlen. Frauen brauchen mehr Schlaf als Männer, und im Winter dauert die Nachtruhe länger als im Sommer. Insgesamt verschlafen wir im Lauf unseres Lebens fast 25 Jahre.

18 Bingo

SPIEL MAL WIEDER. Hätten Sie das gedacht? Als Grund fürs Bingospielen geben die meisten Spieler Erholung an. In geselliger Runde beisammensitzen und auf Kugeln warten – klingt nett.

19 Märchenhaft träge

GRIMMS MÄRCHEN. In der berühmten Sammlung von Volksdichtung handelt die Geschichte „Die drei Spinnerinnen“ von einem fürchterlich faulen Mädchen, das nicht spinnen wollte. Ihr Ende? Sie wurde vom König geheiratet und rührte nie wieder einen Finger.

20 Faulpelz-Trends

ERHOLUNG AM PULS DER ZEIT. Jede Woche werden neue Entspannungs-Therapien angeboten. Doch was verbirgt sich hinter den Trend-Begriffen? Beim Floating schwimmen Sie regungslos in völliger Dunkelheit auf Salzwasser. Dabei werden alle Reize ausgeschaltet. Wem das zu ruhig ist, der gönnt sich eine Wambo-Mambo-Massage: Die Technik der australischen Ureinwohner lockert die Tiefenmuskulatur. Wärme, Klang und Duft vereinen sich beim indischen Farcandling, bei dem eine Kerze im Ohr angezündet wird – ungewöhnlich!
 

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