Geduld, Geduld: Wie Sie endlich Ihre Ungeduld besiegen

Tipps für mehr Gelassenheit

An der Supermarktkasse ist eine lange Schlange, der Flieger hat eine riesen Verspätung ... Jetzt können wir uns ärgern – oder gelassen bleiben. Das ist sicher nicht immer einfach, zumal ein verspäteter Flieger ja eine Kettenreaktion in Sachen Anschlüsse auslösen kann. Wütend werden bis zum Herzinfarkt ist aber auch keine Lösung, das würde nur Ihrer Gesundheit schaden. Versuchen Sie sich mit unseren Tipps in Geduld zu üben und etwas zu entspannen.

Geduld – eine harte Probe

Es ist aber auch wirklich nervig. Wenn wir mal wieder gezwungen sind, zu warten. Wenn es nicht voran geht, obwohl wir es eilig haben. Wir fühlen uns dann umso mehr unter Druck, sind gestresst und unzufrieden. In unserem schnelllebigen Alltag erwarten wir, dass alles sofort wie gewünscht funktioniert. Schließlich sollen wir selbst ja auch auf Knopfdruck „funktionieren“. Umso hilfreicher ist es, sich in einer Tugend zu üben, die für manche etwas altbacken klingen mag: Geduld.

73% der Deutschen sind laut einer aktuellen Studie im Alltag vor allem dann genervt, wenn sie bei ihren Einkäufen irgendwo anstehen und lange warten müssen.

Raus aus der Ohnmacht

Wenn wir spüren, dass wir wütend werden, weil uns Zeit „geraubt“ wird, erobern wir sie uns zurück: Wir können in der Wartezeit E-Mails beantworten, Dehnübungen machen, spannende Lektüre durchblättern, die Wolken am Himmel beobachten ... Der springende Punkt ist: Sie können JETZT Ihre E-Mails checken. Sie brauchen dies nicht später zu tun und können die somit gewonnene Zeit anderweitig nutzen. Versuchen Sie also Ihr Denkverhalten zu ändern. Das ist in Situationen sehr hilfreich, auf die man selbst keinen Einfluss hat. Wenn jemand Ihnen privat oder Job allerdings ständig die Zeit stiehlt und Ihre Geduld überstrapziert, können Sie das ruhig mal höflich anmerken.

Humor schlägt Wut

Eigentlich ist es ja ganz einfach: Wer lacht, kann sich nicht aufregen. Wenn Sie wütend werden, denken Sie an Sprüche oder Bilder, bei denen Sie grinsen müssen. Schalten Sie Ihrer Gesundheit zuliebe einen Gang runter! Man sagt ja auch, dass man mit dem Alter gelassener und geduldiger wird. Bestager Maria erzählt, wie sie mit 50 ihr neues Glück durch mehr Gelassenheit gefunden hat.

Achtsames Sprechen für mehr Geduld

„Ich muss“-Sätze verstärken unsere Ungeduld, denn sie setzen uns unter Druck. Ersetzen wir sie stattdessen lieber durch „Ich möchte gerne“ oder „Mir wäre lieber, wenn ...“. Vor allem sagen wir uns immer wieder: „Ich bin bereit, zu akzeptieren, dass die Situation momentan genauso ist, wie sie ist.“ So verpufft unsere Unruhe ganz automatisch und wir erziehen und praktisch selbst zu mehr Geduld.

Ganz geduldig Kontrolle abgeben

Wir können nicht alles im Leben beeinflussen, nicht alle Abläufe perfektionieren. Anstatt uns darüber zu ärgern, sollten wir uns freuen: Das Leben ist ein wunderbares Durcheinander von Ereignissen und Überraschungen. Wir können es auf uns zukommen lassen – vollkommen entspannt.