Zeit zu leben Teil 6: Vom Glücklichsein

… und was wir selbst dafür tun können

Oft reichen bereits ein paar wenige kleine Veränderungen im Alltag, um sich besser zu fühlen. Worauf also warten? Haben Sie Mut – und erfüllen Sie sich Ihre Wünsche.

 

Die vielleicht wichtigste Übung beginnt gleich nach dem Aufstehen und dauert nur wenige Sekunden: Stellen Sie sich aufrecht hin, und sagen Sie laut und deutlich: „Ich will heute glücklich sein!“ Egal, was gestern war, egal, was morgen kommen wird: Sie haben das Recht dazu, sich gut zu fühlen. Also lassen Sie das Glück in Ihr Leben. Genau jetzt – und für immer.

Unser Antrieb: Innere Freude als Motor des Lebens
Wissen Sie noch, wann Sie das letzte Mal herzhaft losgeprustet haben? Nein? Schade! Denn in Studien wurde nachgewiesen, dass Lachen ein wahrer Alleskönner in Sachen Glück und Gesundheit ist, genau wie Singen und Tanzen: Der Sauerstoffgehalt im Blut steigt, das Immunsystem wird gestärkt. Gleichzeitig sinken die Stresshormone, Sie fühlen sich gelöst und befreit. Das lässt Sie strahlen – von innen und außen.

Unsere Stärke: Mal Mut beweisen und daran wachsen
Sie wollten schon immer mal … aber dann kam doch wieder etwas dazwischen? Jetzt ist der richtige Zeitpunkt, etwas Neues zu wagen. Ein spontaner Flirt? Alleine verreisen? Egal, was Sie testen: Sie werden sich danach großartig fühlen, selbstbewusst und stark. Legen Sie eine Liste an, auf der Sie dann jeweils abhaken, was Sie schon geschafft und erreicht haben, und worauf Sie besonders stolz sind. Wetten, dass schon nach kurzer Zeit eine ganze Menge zusammenkommt?

Unser Genuss-Moment: sich mal etwas gönnen können
Sie hätten in der Mittagspause Lust auf diesen hausgemachten Schokopudding als Nachtisch, verkneifen es sich aber, weil alle anderen nur Salat bestellen? Schluss mit dem schlechten Gewissen, her mit dem Genuss! Winston Churchill sagte einmal: „Man soll seinem Leib Gutes tun, damit die Seele Lust hat, darin zu wohnen.“ Gönnen Sie sich deshalb öfter so genanntes „Comfort Food“, also Essen, das Leib und Seele zusammenhält. Wohl fühlen ist damit garantiert.

Unsere Dankbarkeit: Freude zeigen für das, was wir haben
Nein, natürlich ist nicht jeder Tag gut. Aber jeder Tag hat etwas Gutes. Es liegt allein an uns, das wahrzunehmen, was unser Leben bereichert und wofür wir dankbar sein können. Wenn Sie diese Dinge in einem Dankbarkeitstagebuch notieren, schaffen Sie sich eine Glücksquelle, aus der Sie immer wieder neue Zuversicht schöpfen können – gerade dann, wenn Sie am Grübeln sind. Es gibt sooo viel Wertvolles in unserem Leben.

Unser Ziel: Auch andere motivieren, Gutes weitergeben
Andere begeistern zu können, ist unglaublich erfüllend. Was gelingt Ihnen besonders gut? Worin liegen Ihre Stärken? Seien Sie darin Vorbild. Und warum nicht auch im Glücklichsein? Wenn andere Leute sehen, wie Sie für gute Laune sorgen, werden sie sicher mit genauso viel Tatendrang nachziehen. Geteiltes Glück ist doppeltes Glück.

10 Dinge, die uns sofort ein Lächeln ins Gesicht zaubern

Um die Wette strahlen? Mit diesen Tipps klappt das in Zukunft ganz unkompliziert

1 Die Natur spüren: am Meer oder im Wald tief einatmen, den Wind spüren, den Geräuschen lauschen. Frei sein und eins werden mit allem.

2 Gute Literatur trägt uns durch Zeit und Raum, eröffnet uns neue Welten und inspiriert uns. Auf ins fröhliche Reich der Fantasie!

3 Am Lieblingsduft schnuppern: Welche Erinnerungen weckt er?

4 Ob ein Kompliment für die Leistung der Kollegin oder das Türaufhalten für die Nachbarin: Wir beschenken auch uns selbst, wenn wir anderen eine Freude bereiten.

5 Spontan sein: aufs Bauchgefühl hören.

6 Berührungen: Wenn wir anderen Zuwendung schenken, werden Glücksstoffe freigesetzt. Ein tolles Gefühl!

7 Mit Herzblut singen – ob unter der Dusche oder vor Publikum. Beschwingt, macht happy.

8 Fragen Sie zum Tagesende: Was lief heute super? Wer hat mir etwas Gutes getan? Worüber habe ich mich gefreut? Das sorgt für süße Träume – und Lust auf morgen.

9 Auf das Schöne konzentrieren: also nicht auf die dunkle Regenwolke, sondern auf den bunten Schmetterling, der gerade hier vorbeifliegt.

10 Schreiben Sie auf, womit Sie sich diese Woche noch belohnen wollen. Liste aufhängen – und gleich mit dem ersten Punkt beginnen …

Immer an Lösungen denken

Mehr Zufriedenheit und Lebensfreude – das wünschen wir uns alle. Doch um glücklich zu werden, reichen schon kleinere Dinge im Leben, weiß Coach Evelyn Wenzel. Hier verrät sie ihre Glücksgeheimnisse.

Wie sieht Ihrer Meinung nach wahre Lebensfreude aus?

Sie ist eine innere Haltung, die jeder bewusst trainieren kann. Glückliche Menschen besitzen die Fähigkeit, das Beste aus jeder Situation zu machen und gleichzeitig negative Ereignisse nicht überzubewerten. Glück steckt in den vielen kleinen Dingen, wie zum Beispiel Sonnenschein, ein Lob oder ein Lächeln. Diese als etwas Positives wahrzunehmen, ist die wahre Kunst des Glücks.

Welche Eigenschaften stärken unser Glücksgefühl?

Erstens positive Emotionen, die beispielsweise durch Dankbarkeit und auch Optimismus ausgelöst werden. Zweitens Engagement im Sinne dessen, dass man in einer Tätigkeit aufblüht und aufgeht. Drittens positive Beziehungen zu Menschen, mit denen wir wertvolle Erlebnisse teilen. Viertens Sinn in dem, was man beruflich oder auch privat macht. Fünftens klare Ziele im Leben, deren Erreichen uns anspornt und immer neu motiviert.

Wie sehr ist Glück vom Faktor Geld abhängig?

Die Glücksforschung sagt, dass Geld für das Glücksempfinden dann sehr bedeutend ist, wenn das Einkommen unter dem Existenzminimum liegt. Menschen, deren Grundbedürfnisse und zusätzlich gewisse Annehmlichkeiten durch ihr Einkommen abgedeckt werden, sind demnach genauso glücklich wie solche, die Millionen besitzen. Glück steigt also nicht mit dem Einkommen.

Wie schaffe ich es im Alltag, zufriedener zu werden?

Indem Sie die oben genannten fünf Punkte in Ihr tägliches Leben integrieren und sich vornehmen, ab heute positiven Gedanken mehr Raum zu geben. Denn diese führen zu positiven Gefühlen und positiven Handlungen. Deshalb immer an Lösungen denken und das Gute im eigenen Leben wahrnehmen, statt den Fokus auf das zu richten, was noch fehlt und besser sein müsste. So zieht man automatisch noch mehr Gutes an. Immer an Lösungen denken.

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